Blind aufs Navi vertraut: Amazon-Fahrer landet mitten im Watt

Southend-on-Sea (Großbritannien) - Dass man nicht immer blind auf sein Navi vertrauen sollte, musste ein Amazon-Lieferfahrer aus dem britischen Essex am eigenen Leib erfahren. Im Vertrauen auf die vorgeschlagene Route landete er mit seinem Lieferwagen mitten im Watt.

Die Wattflächen entlang der Küste Großbritanniens wurden dem ahnungslosen Amazon-Fahrer zum Verhängnis. (Symbolfoto)
Die Wattflächen entlang der Küste Großbritanniens wurden dem ahnungslosen Amazon-Fahrer zum Verhängnis. (Symbolfoto)  © Christian Charisius/dpa

Der kuriose Vorfall ereignete sich am Samstagabend bei Great Wakering in Essex, wie BBC berichtet.

Hinter den weitläufigen Schlickflächen liegt die Insel Foulness - offenbar das Ziel des ahnungslosen Fahrers.

Der Weg, den ihm sein Navigationsgerät vorschlug, entpuppte sich jedoch als rund 600 Jahre alter Wanderpfad, der quer durch das Watt führt und für Fahrzeuge ausdrücklich nicht zugelassen ist.

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Es soll sich dabei sogar um den "tödlichsten Fußweg Großbritanniens" handeln.

Der sogenannte "Broomway" ist laut der Küstenwache von Southend-on-Sea "nicht für Fahrzeuge geeignet und sollte nur mit einem ortskundigen Führer begangen werden, der sich mit den Wattflächen auskennt".

Doch damit nicht genug: Das Gebiet liegt auf dem Gelände des britischen Verteidigungsministeriums und ist nur dann zugänglich, wenn die dortigen Schießplätze nicht in Betrieb sind.

Das Fahrzeug musste schließlich von einem Landwirt geborgen werden

Die reguläre Zufahrt zur Insel Foulness führt eigentlich über einen offiziellen Weg an einem Sicherheitsbüro vorbei, der zusätzlich durch eine Schranke gesichert ist, wie die Küstenwache mitteilte.

Auf seiner Irrfahrt blieb der Fahrer schließlich im Schlamm stecken. Immerhin gelang es ihm, sich selbstständig aus dem Fahrzeug zu befreien und seinen Arbeitgeber zu informieren.

Amazon beauftragte daraufhin einen ortsansässigen Landwirt mit der Bergung des Lieferwagens. Am Nachmittag des darauffolgenden Tages konnte das Fahrzeug schließlich aus seiner schlammigen Falle gezogen werden.

Titelfoto: Montage: Christian Charisius/dpa, Screenshot/Facebook/HM Coastguard Southend On Sea

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