Frau dachte, sie hätte normale Migräne - nun kann sie nicht mehr laufen

Solihull (England) - Eine Frau aus England litt unter Stress und Migräne - die Ärzte dachten, ihre körperlichen Beschwerden kämen davon. Nun ist sie auf einen Rollstuhl angewiesen.

Sarah Lewis (46) konnte eines Tages nicht mehr gehen. Ärzte schoben es auf den Alltagsstress.  © Facebook/Sarah Lewis

Die 46-jährige Sarah Lewis litt lange Zeit an Migräne und nahm an, dass die Erkrankung stressbedingt sei, so Birmingham Live.

Starke Kopfschmerzen, Herzrasen und Schluckbeschwerden begleiteten Sarah immer und immer wieder. Die Ärzte seien sich aber sicher gewesen, dass die Symptome von Stress oder Angstzuständen kommen.

Die Engländerin arbeitete als Assistenz-Buchhalterin, absolvierte einige Prüfungen im Bereich des Rechnungswesens und versuchte zeitgleich noch, den Familienalltag zu meistern.

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Die vermeintlichen Migräne-Anfälle wurden so stark, dass die zweifache Mama irgendwann nicht mehr gehen konnte. Sie habe sich wie betrunken gefühlt und bekam an jenem Tag auch Sprachstörungen.

Da es naheliegend schien, dass ein Schlaganfall oder ein Hirntumor die Ursache ist, unterzog sich Sarah eine Woche lang Tests im Heartlands Hospital in Birmingham.

Doch auch das blieb ohne Erfolg - die Ärzte gingen weiterhin davon aus, dass sich die 46-Jährige lediglich überanstrenge.

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Sarah führt wieder ein glückliches Leben

Sarahs zwei Kinder und ihr Mann sind ihr eine große Stütze.  © Facebook/Sarah Lewis

Einige Monate nach dem Vorfall erhielt Sarah im September 2023 dann endlich eine Diagnose: FNS (Funktionelle Neurologische Störung). Das ist eine Störung, bei der die Kommunikation zwischen Gehirn und Körper nicht richtig funktioniert.

"Es ist wie bei einem Computer, bei dem die Hardware einwandfrei funktioniert, aber die Software nicht", so die 46-Jährige laut Birmingham Live.

Seither ist Sarah auf einen Rollstuhl angewiesen. "Aber sie [die Ärzte] konnten mir immer noch nicht sagen, ob ich jemals wieder gesund werden würde oder wie lange das dauern würde – und das ist auch heute noch so."

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Das hindert sie und ihre Familie allerdings nicht daran, ihr Leben weiterhin bestmöglich zu genießen.

Gemeinsam mit Sohn Henry hat sie sich ein erfolgreiches Tortengeschäft aufgebaut: "Backen war meine Leidenschaft, also fing ich an, Kuchen zu backen, und jetzt ist es ein richtiges Familienprojekt, bei dem alle mithelfen – es wurde zu einer Therapie für mich."

"Ich habe mir selbst so viel Druck gemacht, weil ich das Gefühl hatte, alles schaffen zu müssen", erinnerte sich die Back-Liebhaberin. "Ich bin einer dieser Menschen, die einfach immer weitermachen, aber ich habe nicht auf meinen Körper gehört."

Ihr Mann, ihre zwei Kinder und ihre Mutter kümmern sich liebevoll um Sarah und helfen sowohl im Alltag als auch im Business.

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