Frau nach Liebesakt mit Zwillingsbrüdern schwanger: Gericht zerbricht sich an Vaterschaftsfrage den Kopf

London - Sie schlief binnen weniger Tage mit eineiigen Zwillingsbrüdern und wurde schwanger. Die Frage, wer nun der Vater ihres Kindes ist, bereitet einem britischen Gericht Kopfzerbrechen.

Die Frau hat innerhalb von vier Tagen mit beiden eineiigen Zwillingsbrüdern geschlafen und wurde schwanger. (Symbolfoto)
Die Frau hat innerhalb von vier Tagen mit beiden eineiigen Zwillingsbrüdern geschlafen und wurde schwanger. (Symbolfoto)  © Caroline Seidel-Dißmannel/dpa

Da nur einer der Brüder in der Geburtsurkunde des Babys auftaucht, kämpfen die Frau sowie der andere Bruder, der nicht als Vater eingetragen wurde, in London vor Gericht um das Sorgerecht.

Doch der Fall ist äußerst kompliziert, immerhin ist es für die Wissenschaft (noch) nicht möglich, mithilfe eines DNA-Tests zu ermitteln, welcher der eineiigen Zwillingsbrüder der tatsächliche Vater ist.

"Derzeit ist die Wahrheit über die Vaterschaft des Kindes, dass der Vater der eine oder der andere dieser beiden eineiigen Zwillinge ist, aber es ist nicht möglich zu sagen, welcher", zitierte der britische Sender "Sky News" den Richter.

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Der Richter ergänzte, dass es aufgrund von wissenschaftlichem Fortschritt jedoch möglich sein könnte, diese Frage in der Zukunft zu klären.

Beide Brüder als Vater "gleich wahrscheinlich": Gerichtsprozess in London wird fortgesetzt

Für den bisher als Vater eingetragenen Mann bedeutet diese Erkenntnis aber schon jetzt einen Rückschlag: Da es nach Auffassung des Gerichts aktuell "gleich wahrscheinlich" sein könnte, dass jeder der Brüder der Vater ist, wurde ihm die elterliche Verantwortung entzogen.

Der Richter betonte auf philosophische Weise, dass damit aber keineswegs bewiesen ist, dass er wirklich nicht der Vater ist: "Das Versäumnis, eine Tatsache zu beweisen, bedeutet, dass diese Tatsache nicht bewiesen ist; es bedeutet nicht, dass das Gegenteil bewiesen ist."

Der Hirnschmalz-Prozess wird fortgesetzt.

Titelfoto: Caroline Seidel-Dißmannel/dpa

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