Mädchen (3) in der Pubertät - weil es mit Mama gekuschelt hat

Southport (England) - Freya ist gerade erst drei Jahre alt, als ihre Mutter körperliche Veränderungen wie Schamhaare, Brustansätze und heftige Stimmungsschwankungen bei ihrer Tochter bemerkt. Wenig später steht fest: Das kleine Kind steckt mitten in der Pubertät.

Die Kuscheleinheiten mit Mama sorgten bei dem Mädchen wohl für eine verfrühte Pubertät. (Symbolbild)  © 123RF/anpet2000

Nach zahlreichen Untersuchungen wurde bei dem Mädchen eine Pubertas praecox diagnostiziert, eine seltene Erkrankung, bei der die Pubertät ungewöhnlich früh einsetzt.

"Es war furchtbar mitanzusehen, wie sie unter diesen Stimmungsschwankungen litt und in so jungen Jahren nicht mit ihren Gefühlen umgehen konnte", zitiert unter anderem das britische OK! Magazine die Mutter des Kindes, Samantha Ashworth, die die verfrühte Pubertät ihrer Tochter vermutlich selbst verursacht hatte - unwissentlich.

Denn: Die Ärzte kamen dem Bericht zufolge zu dem Schluss, dass höchstwahrscheinlich Samanthas Hormonpflaster die Erkrankung des Mädchens ausgelöst hatten. Die Gel-Patches mit dem Inhaltsstoff Östrogen hatte Freyas Mutter wegen ihrer Beschwerden aufgrund der Wechseljahre benutzt.

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"Die Theorie ist, dass sie durch mich mit dem Gel in Kontakt gekommen ist", erklärte die Frau. "Es könnte also beim Kuscheln übertragen worden sein."

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Verfrühte Pubertät: Mutter warnt vor Hormonpflastern

Ihre Diagnose erhielt Freya jedoch erst im Alter von fünf Jahren: "Bis dahin war über ein ganzes Jahr vergangen und sie hätte bereits behandelt werden können", so die Britin. Ihre Tochter habe "die Chance, ein normales Kind zu sein", verpasst.

Freya wird nun alle sechs Monate untersucht, um ihre Symptome zu überwachen.

Ihre Mutter Samantha möchte mit ihrer Geschichte andere Betroffene erreichen und warnen: "Ich möchte das Bewusstsein dafür schärfen, dass bei Frauen, die das HRT-Gel anwenden, Nebenwirkungen auftreten können. Mir wurde nie gesagt, dass ich Handschuhe tragen oder nach dem Auftragen des Gels den Kontakt mit anderen Menschen vermeiden soll."

Sie hoffe, sowohl Eltern als auch Ärzte dazu bewegen zu können, erste Anzeichen ernst zu nehmen und frühzeitig zu reagieren - um anderen Kindern ein ähnliches Schicksal wie das ihrer Tochter zu ersparen.

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