Schockierende Verwechslung: Polizei informiert falsche Familie über Tod des Kindes
South Yorkshire (Großbritannien) - Nach einem schweren Unfall informierte die Polizei von South Yorkshire irrtümlich die falsche Familie über den Tod ihres Kindes. Der Fehler wurde erst kurz vor der Beerdigung erkannt.
Die Beamten gaben am Dienstag bekannt, dass die Familie von Trevor Wynn (17) am 13. Dezember fälschlicherweise über das Ableben ihres Sohnes informiert worden war. Daraufhin hatte die Familie für den 9. Januar bereits die Beerdigung des 17-Jährigen geplant.
Am 4. Januar erwachte Trevor jedoch aus dem Koma und konnte mit der Polizei sprechen, wodurch seine Identität bestätigt und seine Familie über die Wahrheit informiert wurde.
Wie die britische Tageszeitung The Independent berichtet, war Trevor mit Joshua Johnson (†18) im selben Fahrzeug unterwegs, das am 13. Dezember von der Fahrbahn abkam, wodurch es schließlich zur fatalen Verwechslung durch die Polizei kam.
Die Familie von Joshua hielt dadurch zunächst ihren Sohn für den im Krankenhaus liegenden Trevor, obwohl der 18-Jährige zusammen mit einer 17-Jährigen, die ebenfalls im Fahrzeug war, bei dem Unfall bereits ums Leben gekommen war.
Die Polizei untersucht den Vorfall, damit sich so etwas nicht noch einmal ereignet
Die Polizei räumte die fehlerhafte Verwechslung ein und bestätigte: "Trevor Wynn ist der Patient im Krankenhaus, und Joshua Johnson ist leider verstorben."
Der stellvertretende Polizeichef Colin McFarlane erklärte: "Dies ist natürlich ein großer Schock für alle, und wir sind uns des zusätzlichen Traumas bewusst, das dies verursachen kann. Wir unterstützen Trevor und alle Angehörigen in dieser schweren Zeit und haben spezialisierte Stellen eingeschaltet, um diese Unterstützung zu gewährleisten."
Er ergänzte: "Wir sind jedoch fest entschlossen, die Umstände dieses Unglücks aufzuklären, damit es sich nicht wiederholt."
Auf der GoFundMe-Seite wurden bereits 1010 Pfund (rund 1166 Euro) an Spenden gesammelt, die ursprünglich für die Beerdigungskosten vorgesehen waren.
Laut Jonathan, einem Freund der Familie, soll das Geld nun für die Rehabilitationskosten verwendet werden: "Alle Spenden fließen direkt in TJs Genesungsprozess und unterstützen seine Familie."
Titelfoto: Bildmontage: Facebook/Screenshot/Linda Woroch, 123RF/whiteboxmedia

