Sperma-Spender verschweigt vererbbare Krankheit und zeigt plötzlich sein wahres Gesicht

Derby (England) - James MacDougall (37) spendete mindestens 15-mal sein Sperma, um lesbischen Frauen ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Was er allerdings verschwieg: seine unheilbare genetische Erkrankung.

James MacDougall (37) stellte mehreren Frauen sein Sperma zur Verfügung.
James MacDougall (37) stellte mehreren Frauen sein Sperma zur Verfügung.  © Montage: 123RF/terovesalainen, Twitter/AdamConlon15

Der 37-Jährige leidet unter dem Fragile-X-Syndrom, was vor allem eine verminderte Intelligenz und Lernschwierigkeiten zur Folge hat.

Raus kam das Ganze, weil MacDougall vor Gericht ging, um ein Umgangsrecht mit seinen Kindern zu erwirken, obwohl zuvor Gegenteiliges vereinbart worden war. Das Gericht stellte sich schließlich im Mai auf die Seite der Frauen.

Die Richterin entschied sogar, den Namen des Mannes öffentlich zu machen, damit andere Frauen gewarnt werden. Denn der 37-Jährige schaltete seine Anzeigen zuvor in den sozialen Medien.

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Doch offenbar gab er sich mit dem Urteil nicht zufrieden. Immer wieder belästigte er mindestens eine der Mütter, die zwei Kinder von ihm hatte. Und er verlangte sogar vor ihr, dass sie ihre Partnerin verlassen solle.

Die 24-Jährige wehrte sich jetzt und konnte eine einstweilige Verfügung gegen den Mann erwirken. Diese besagt, dass sich MacDougall die nächsten fünf Jahre von der Frau fernhalten muss.

James MacDougall verschwieg vererbbare Krankheit

In einem Interview mit der britischen "Daily Mail" erklärte die junge Frau, dass sie und ihre Partnerin sich damals verzweifelt ein Kind gewünscht hätten. Auch der Versuch, in einer Kinderwunschklinik schwanger zu werden, habe nicht geklappt.

Schließlich wurde die 24-Jährige auf MacDougall aufmerksam. Von seiner vererbbaren Krankheit habe er in den Vorgesprächen allerdings nichts erzählt. Die Mutter glaube aber, dass ihre älteste Tochter bereits jetzt davon betroffen ist. So habe sie schon einige passende Charakterzüge, sie spreche nicht und möge auch kein helles Licht.

"Ich bin wütend, dass James das vielleicht an meine Tochter weitergegeben hat. Er hat es nie erwähnt. Er hätte mir von seinem Zustand erzählen sollen, aber er hat es nicht getan, und ich gebe ihm die Schuld", so die 24-Jährige.

Durch die richterliche Anordnung hofft sie nun, dass vorerst Ruhe einkehrt.

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