Heftige Explosion im Fürstentum: Anschlag auf Oligarchen aus der Ukraine?

Von Valeria Nickel

Monaco - Bei einer heftigen Explosion am Eingang eines Wohngebäudes in Monaco soll Medienberichten zufolge einer der reichsten Unternehmer aus der Ukraine verletzt worden sein.

In Monaco ereignete sich eine Explosion in einem Wohngebäude, mutmaßlich soll es sich um eine Paketbombe gehandelt haben.  © VALERY HACHE / AFP

Insgesamt wurden nach Behördenangaben drei Menschen verletzt, zwei von ihnen laut Medien lebensbedrohlich. 

Den Berichten nach handelt es sich bei dem aus der Ukraine stammenden Mann um einen Immobilienunternehmer, verletzt wurden auch eine Frau und ein Teenager (13).

Aus Kreisen der Ermittler soll die Nachrichtenagentur AFP erfahren haben, dass der ukrainische Oligarch Wadym Jermolajew (58) unter den Opfern war.

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Der in Monaco lebende Multimillionär unterliegt seit Dezember 2023 Sanktionen aus Kiew. Medienberichten zufolge wurde Jermolajew von der ukrainischen Regierung sanktioniert, weil er ungeachtet der russischen Besatzung seinen Alkoholhandel auf der Halbinsel Krim fortführte.

Die drei Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Explosion ereignete sich seinen Angaben nach am Abend gegen 21 Uhr. Ob es sich dabei um einen Anschlag handelte, wollte der monegassische Staatsminister Christophe Mirmand (64) zunächst nicht bestätigen.

"Ein Ereignis dieser Art hat sich im Fürstentum noch nie ereignet", fügte der Regierungschef hinzu.

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Verdächtiger auf der Flucht

Der Verdächtige sei weiterhin auf der Flucht und werde gesucht.  © VALERY HACHE / AFP

Medienberichten zufolge flog ein Sprengstoffpaket in die Luft. Kurz vor dem Vorfall soll eine Person an dem Ort von Überwachungskameras dabei gefilmt worden sein, wie sie einen Rucksack abstellte und anschließend floh.

Medien zeigten ein von den Kameras aufgenommenes Bild eines rennenden Mannes mit einem dunklen Hut.

Das betroffene Gebäude befindet sich Mirmand zufolge an einem Platz nahe der Grenze zu Frankreich. Der Verdächtige soll demnach zu Fuß in Richtung der französischen Stadt Beausoleil gelaufen sein.

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Fürst Albert II. von Monaco schrieb in einer Mitteilung in der Nacht, dass die "kriminelle Explosion" einen "einen Schock für die gesamte monegassische Gemeinschaft" darstelle.

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