Vom Müllauto erfasst: Mann kämpft sich nach Beinamputation zurück ins Leben und schafft Abschluss

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Buffalo (New York/USA) - Nach einem verheerenden Unfall mit einem Müllabfuhrwagen kämpfte sich der US-Amerikaner Klaw Reh (19) nach über 1,5 Jahren Klinikaufenthalt wieder zurück ins Leben. Neben seinem gesundheitlichen Erfolg ließ der Schüler nun den nächsten Meilenstein folgen: Er feierte stolz seinen Highschool-Abschluss.

Klaw Reh (19) überlebte den Zusammenstoß mit einem Müllauto und feierte nun seinen High-School-Abschluss.
Klaw Reh (19) überlebte den Zusammenstoß mit einem Müllauto und feierte nun seinen High-School-Abschluss.  © Fotomontage/Screenshot/Facebook/Leonardo da Vinci High School

Das Unglück ereignete sich am 2. Oktober 2024 gegen 8.16 Uhr (Ortszeit) in Buffalo. Wie die zuständige Bezirksstaatsanwaltschaft von Erie County in einer Pressemitteilung bekannt gab, fuhr das Abfallfahrzeug rückwärts aus einer Einbahnstraße heraus und erfasste im Zuge dessen einen Jugendlichen, der gerade die Straße überqueren wollte.

"Das Opfer, ein zum Zeitpunkt des Vorfalls 17-jähriger Junge, wurde mit dem Krankenwagen ins 'Erie County Medical Center' (ECMC) gebracht, wo er sich mehreren Operationen aufgrund schwerer Verletzungen unterziehen musste, darunter der Amputation seines linken Beins", hieß es weiter.

Gegenüber dem Fernsehsender WKBW schilderte Klaw den Moment des Zusammenstoßes: "Ich wurde zweimal mitgeschleift. Es fühlte sich an, als ob ich keine Luft mehr bekäme". Infolge des Unfalls verlor der Absolvent nicht nur sein Bein - sondern auch seine Mobilität.

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"Nun bin ich von der Hüfte abwärts gelähmt", betonte der 19-Jährige. Derzeit lebe er nach eigenen Angaben in einer medizinischen Einrichtung - doch die räumliche Trennung zu seiner Familie schmerze. "Es ist sehr einsam. Ich möchte meine Geschwister zu Hause besuchen können."

Dennoch betonte Klaw, dass er deutliche Fortschritte in den letzten Monaten gemacht habe. Vor drei Tagen folgte dann sein nächster Meilenstein in der Leonardo da Vinci High School. "Gestern Abend verließ Klaw Reh zum ersten Mal das Krankenhaus, um mit seinen Klassenkameraden seinen Abschluss zu feiern", schrieb die Schule auf Facebook.

Sowohl seine Lehrer als auch Mitschüler seien überglücklich gewesen, dass Klaw an der Zeremonie teilnehmen konnte.

Kurz nachdem der 19-Jährige die Bühne betreten hatte, richtete er einige Worte an die Menge: "Es war ein steiniger Weg, aber mit der Unterstützung meiner Familie habe ich es geschafft. Wenn ich es kann, kann es jeder schaffen."

Mehrere Monate kämpfte der Schüler um sein Leben - dabei gab er die Hoffnung niemals auf.
Mehrere Monate kämpfte der Schüler um sein Leben - dabei gab er die Hoffnung niemals auf.  © Fotomontage/Screenshot/GoFundMe/Jame Reh

Familie hofft auf Spenden in Höhe von 70.000 Euro

Der gesundheitliche Zustand des US-Amerikaners hat sich mittlerweile deutlich verbessert.
Der gesundheitliche Zustand des US-Amerikaners hat sich mittlerweile deutlich verbessert.  © Fotomontage/Screenshot/GoFundMe/Jame Reh

Auf der Spendenplattform GoFundMe schilderte die Familie des Verunglückten, wie schwer der Genesungsprozess für den jungen Mann in den vergangenen Monaten gewesen sei.

"Infolge dieses tragischen Vorfalls erlitt Klaw lebensverändernde Verletzungen, darunter einen komplizierten Trümmerbruch des Beckens [...] sowie eine Verletzung der rechten Niere, die schließlich deren Entfernung erforderlich machte", hieß es weiter.

Rund 20 Mal musste der 19-Jährige operiert werden - Eingriffe, die das finanzielle Budget der Familie gnadenlos ausschöpften. Währenddessen kündigte seine Mutter ihren Job, um ganz für den Schüler da zu sein.

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Die Familie des Verunglückten hat auf der Plattform bereits 9400 US-Dollar (circa 8300 Euro) erhalten - etwa 14 Prozent des gesamten Spendenziels. Sowohl seine Eltern, Geschwister als auch Angehörigen hoffen auf eine finanzielle Unterstützung von 70.000 US-Dollar (circa 61.500 Euro).

Währenddessen zeigte sich auf Social Media eine Welle der Anteilnahme. Zahlreiche Facebook-Nutzer lobten den Ehrgeiz des 19-Jährigen und wünschten ihm für die Zukunft alles Gute.

Titelfoto: Fotomontage/Screenshot/Facebook/Leonardo da Vinci High School/GoFundMe/Jame Reh

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