Heftiger Regen erschüttert Nachbarland: Tote bei zerstörerischem Erdrutsch!

Tessin (Schweiz) - Im Schweizer Kanton Tessin sind nach einem Erdrutsch infolge heftiger Regenfälle zwei Tote gefunden worden, ein weiterer Mensch wird noch vermisst.

Eine Brücke im schweizerischen Visletto, die bei dem Unwetter eingestürzt ist
Eine Brücke im schweizerischen Visletto, die bei dem Unwetter eingestürzt ist  © Michael Buholzer/KEYSTONE/dpa

In der Gegend von Fontana im Nordwesten des Tessin hätten die Rettungskräfte zwei Leichen "in Zusammenhang mit dem Erdrutsch" gefunden, hieß es am heutigen Sonntag in einer Mitteilung der Kantonspolizei. Nach einem Bericht der Lokalzeitung "La Regione" handelt es sich bei den Todesopfern um zwei Schweizer Urlauberinnen.

Seit Samstagnachmittag waren weite Teile der Schweiz von Gewittern und heftigen Regenfälle getroffen worden. Am frühen Sonntagmorgen wurden die Bewohner von Prato-Sornico und des Maggia-Tals im Tessin aufgerufen, Häuser in der Nähe des Flusses Maggia zu verlassen.

Im Ort Mogno wurden 70 Menschen aus einem Ferienlager evakuiert. Auch Campingplätze entlang des Flusses mussten Reisende nach Angaben der Kantonspolizei verlassen.

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Durch das Hochwasser seien Straßen blockiert, außerdem sei eine Brücke von den Wassermassen fortgerissen worden.

Die Rhone (l.) und der Fluss Navizence (r.) sind nach Unwettern, die schwere Überschwemmungen im Kanton Wallis verursacht haben, über die Ufer getreten.
Die Rhone (l.) und der Fluss Navizence (r.) sind nach Unwettern, die schwere Überschwemmungen im Kanton Wallis verursacht haben, über die Ufer getreten.  © Olivier Maire/KEYSTONE/dpa

Täler von der Stromversorgung abgeschnitten

Nach dem Erdrutsch im Maggiatal haben die Rettungskräfte der Rega am heutigen Sonntag zwei Leichen geborgen.
Nach dem Erdrutsch im Maggiatal haben die Rettungskräfte der Rega am heutigen Sonntag zwei Leichen geborgen.  © Michael Buholzer/KEYSTONE/dpa

Auch ein paar Täler in der Nähe des Maggia-Tals waren nicht mehr zugänglich und zudem von der Stromversorgung abgeschnitten. Der Rettungseinsatz in dem Tal gestalte sich wegen der schlechten Wetterbedingungen schwierig, hatte die Polizei zuvor mitgeteilt.

Wie der Schweizer Katastrophen-Warndienst Alertswiss mitteilte, waren zudem Teile des Tessin von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Die Rettungsdienste prüften zudem, wie sie 300 Menschen evakuieren könnten, die für ein Fußballturnier in der Gemeinde Peccia angereist waren.

Im Kanton Wallis im Südwesten der Schweiz ließen die heftigen Regenfälle und die Schneeschmelze die Rhône und ihre Nebenflüsse über ihre Ufer treten. Nach Angaben der örtlichen Behörden mussten mehrere hunderte Menschen ihre Häuser verlassen.

Die Polizei sperrt in Ponte Brolla eine Straße für Auswärtige ab.
Die Polizei sperrt in Ponte Brolla eine Straße für Auswärtige ab.  © Pablo Gianinazzi/KEYSTONE/dpa

Betroffen seien insbesondere die Einwohner zwischen Raron und Gampel sowie in Chippis und Sierre. Im bekannten Ski-Ort Zermatt im Wallis trat der Rhône-Zufluss Vispa erneut über die Ufer, wie auf im Onlinedienst X verbreiteten Bildern zu sehen war.

Titelfoto: Bildmontage: Pablo Gianinazzi/KEYSTONE/dpa//Michael Buholzer/KEYSTONE/dpa

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