Horrorfilm wird zur Realität: Mann hortet menschliche Überreste in seiner Wohnung

Pennsylvania (USA) - Diese Taten schockieren! Seit Anfang November des vergangenen Jahres waren Ermittler einem Einbrecher und Grabräuber im US-Bundesstaat Pennsylvania auf der Spur. Am 6. Januar wurde der Mann gefasst. Grausame Details kamen ans Licht.

Was trieb Jonathan Gerlach (34) zu seinen schlimmen Taten? Die Polizei ermittelt.
Was trieb Jonathan Gerlach (34) zu seinen schlimmen Taten? Die Polizei ermittelt.  © Delaware County Prison

"Es ist im wahrsten Sinne des Wortes schrecklich", sagte Bezirksstaatsanwalt Tanner Rouse in einer Pressekonferenz am Donnerstag (Ortszeit).

Der erfahrene Jurist erhob Anklage gegen Jonathan Gerlach, einen 34 Jahre alten Mann, dem Unvorstellbares vorgeworfen wird.

Gerlach soll in besagtem Zeitraum mehrfach auf Friedhöfen sein Unwesen getrieben haben.

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Am Tag seiner Verhaftung wurde ein Areal nahe Philadelphia von der Polizei überwacht. Dabei stießen die Beamten auf Gerlach, wie er den Friedhof mit einem Jutesack und einer Brechstange verließ. Auf dem Rücksitz seines Autos fanden die Ermittler zahlreiche Knochen und Schädel.

Die Beweislast war erdrückend und der 34-Jährige gestand, Dutzende menschliche Überreste gestohlen zu haben. Wie viele es genau waren, sollte eine Durchsuchung seiner Wohnung zeigen.

Auf diesem Friedhof trieb der Angeklagte etliche Male sein Unwesen.
Auf diesem Friedhof trieb der Angeklagte etliche Male sein Unwesen.  © Screenshot/Instagram/photosofpetcemeteries_

Ermittler finden Leichenteile und ausgestellte Schädel

Bezirksstaatsanwalt Tanner Rouse klagte den Grabräuber an.
Bezirksstaatsanwalt Tanner Rouse klagte den Grabräuber an.  © District Attorney Delaware

"Die Ermittler betraten ein Haus, in dem ein Horrorfilm zum Leben erwacht war", sagte Bezirksstaatsanwalt Rouse. Es liege die Vermutung nahe, dass Gerlach mehr als 100 vollständige oder teilweise Sätze menschlicher Überreste und Skelettteile in seinem Zuhause gehortet hatte.

Einige davon seien laut 6abc rund 200 Jahre alt, an anderen seien wiederum noch Herzschrittmacher befestigt gewesen. Schädel stellte er in einem Regal zur Schau. Sogar tote Säuglinge zählten zur "Sammlung" des Amerikaners.

Nachbarn zeigten sich erschüttert, konnten es kaum glauben. Bezirksstaatsanwalt Rouse drückte potenziellen Angehörigen der Verstorbenen sein Mitgefühl aus. Der Fall bestürze ihn, so der Jurist.

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Was Gerlach zu seinen Taten trieb, werde nun ermittelt.

Einbruch, Missbrauch einer Leiche, Diebstahl, Hehlerei: Insgesamt werden dem 34-Jährigen fast 500 Anklagepunkte vorgeworfen. Derzeit sitzt Gerlach in U-Haft, darf nur gegen Zahlung von einer Million US-Dollar in bar wieder in Freiheit.

Titelfoto: Montage: Delaware County Prison, Screenshot/Instagram/photosofpetcemeteries_

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