Odisha (Indien) - Eine Szene, die sprachlos macht: Ein Mann in Indien läuft mit den sterblichen Überresten seiner eigenen Schwester durch die Straßen, direkt zu einer Bankfiliale. Der Grund dafür ist ebenso tragisch wie absurd.
Der Mann aus Odisha wollte am Montag Geld vom Konto seiner verstorbenen Schwester abheben, wie The Hindu berichtet.
Doch die Bank verlangte einen offiziellen Todesnachweis. Was für viele ein normaler bürokratischer Schritt ist, wurde für ihn zum unüberwindbaren Hindernis.
Ohne Wissen über die nötigen Dokumente traf er eine drastische Entscheidung: Er grub die Überreste seiner erst zwei Monate zuvor verstorbenen Schwester aus und brachte sie zur Bank, um ihren Tod zu beweisen.
Augenzeugen hielten die verstörenden Bilder fest. Innerhalb kürzester Zeit verbreiteten sie sich im Internet und lösten Entsetzen aus.
Nachdem der Fall öffentlich wurde, ging plötzlich alles ganz schnell. Behörden stellten noch am selben Tag die nötigen Dokumente aus, bestätigten die Erben und sorgten dafür, dass das Geld - rund 19.300 Rupien (etwa 174 Euro) - ausgezahlt wurde.
Die Bank weist jede Schuld von sich. Man habe lediglich die geltenden Vorschriften eingehalten und dem Mann die notwendigen Schritte erklärt. Ohne offizielle Nachweise dürfe kein Zugriff auf das Konto erfolgen, auch um Missbrauch zu verhindern.