Nahost-Konflikt: Angriff der jemenitischen Houthis fordert 14 Todesopfer

Israel/Iran - Ein Frachtschiff hat im Roten Meer vor der jemenitischen Küste einen bewaffneten Angriff gemeldet.

Seit 2023 hatte die Miliz Dutzende Schiffe mit angeblichem Bezug zu Israel in der Region angegriffen und teils versenkt oder stark beschädigt.  © Osamah Abdulrahman/AP/dpa

Das Schiff habe eine Notmeldung abgesetzt, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO am Sonntag mit. Der Vorfall habe sich in Nähe der Hafenstadt Hudaida im Jemen ereignet.

"Bewaffnete Angreifer" hätten das Schiff attackiert. Details über mögliche Opfer oder Schäden gab es zunächst nicht. Zunächst bekannte sich auch niemand zu dem Angriff. 

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz kontrolliert den Norden und Westen des verarmten Landes, darunter die Hauptstadt Sanaa und die wichtige Hafenstadt Hudaida am Roten Meer.

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Die Miliz hatte im Zuge des Iran-Kriegs Israel angegriffen und auch eine "Blockade" der Seewege für Israel im Roten Meer verkündet. 

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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5. Juli, 13.36 Uhr: Angriff der jemenitischen Houthis fordert 14 Todesopfer

Die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen im Jemen haben bei einem Angriff südlich der Hafenstadt Hodeidah 14 Soldaten getötet, wie zwei Militärvertreter der international anerkannten Regierung des Landes am Sonntag gegenüber AFP mitteilten.

Ein Offizier der regierungstreuen Streitkräfte im Jabal Dubas im Bezirk Hays, wo die Zusammenstöße stattfanden, bestätigte, dass bei "heftigen Kämpfen" 14 Soldaten getötet und 23 verletzt worden seien.

Er sagte, die Houthis hätten bei den Zusammenstößen, die am späten Freitagabend begannen, kurzzeitig die Kontrolle über regierungstreue Stellungen übernommen, bevor ein Gegenangriff zur Rückeroberung dieser Stellungen am Samstagmorgen endete.

"Dies war der tödlichste Angriff der Houthis seit Jahren", sagte der Offizier. Er beschrieb, wie die vom Iran unterstützten Rebellen zunächst mit Scharfschützen angegriffen hatten – auf die der Großteil der Opfer zurückzuführen war –, bevor sie Drohnen- und Mörserangriffe starteten.

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Jemeniten feuerten vor wenigen Tagen während einer Solidaritätskundgebung mit schweren Maschinengewehren.  © MOHAMMED HUWAIS / AFP

4. Juli, 9.46 Uhr: Trauerfeiern für Chamenei - Machtdemonstration in Teheran

Für Chameneis Anhänger und die iranische Führung ist die Staatstrauer zugleich Abschied und Demonstration politischer Geschlossenheit.

Banner, die an den "Märtyrer" Chamenei erinnern, prägen an diesen Tagen das Stadtbild der Millionenmetropole Teheran. Für die Staatsspitze bietet die Großveranstaltung die Gelegenheit, Einheit und Handlungsfähigkeit zu demonstrieren.

Seit Wochen betont die Regierung, den Krieg gegen die militärisch weit überlegenen USA und Israel überstanden zu haben.

4. Juli, 7.15 Uhr: Netanjahu gratuliert Trump - Treffen in den USA geplant

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat nach Angaben seines Büros mit US-Präsident Donald Trump (80) telefoniert und ihm zum 250. Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten gratuliert.

In dem Gespräch habe Netanjahu die USA als Garant globaler Freiheit bezeichnet und die enge Bindung zwischen beiden Ländern hervorgehoben. Beide hätten sich darauf verständigt, sich "in naher Zukunft" in den USA zu treffen.

Zuletzt galt das Verhältnis zwischen Netanjahu und Trump als sehr angespannt - vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und unterschiedlicher Vorstellungen über das weitere Vorgehen in der Region.

Wann das Treffen zwischen Benjamin Netanjahu (76, l.) und Donald Trump (80) stattfindet, ist noch nicht bekannt.  © Alex Brandon/AP/dpa

3. Juli, 13.29 Uhr: Waffen für Hamas? Verdächtiger nach Deutschland überstellt

Rund fünf Wochen nach der Festnahme eines mutmaßlichen Hamas-Mitglieds in Dänemark ist der Beschuldigte nach Deutschland überstellt worden.

Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe setzte am Donnerstag den Haftbefehl gegen den Dänen in Vollzug, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. Er sitzt nun in Untersuchungshaft.

Die Bundesanwaltschaft hatte den Beschuldigten Ende Mai von dänischen Polizisten in der Nähe der dänischen Hauptstadt Kopenhagen festnehmen lassen.

Die Behörde warf ihm Mitgliedschaft in einer ausländischen, terroristischen Vereinigung, die Vorbereitung einer schweren, staatsgefährdenden Gewalttat und Verstöße gegen das Waffengesetz vor.

3. Juli, 9.24 Uhr: Ausländische Gäste im Iran zu Trauerfeier für Chamenei

Der Iran hat kurz vor Beginn der Trauerfeiern für den getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei (†86) zahlreiche Staatsgäste empfangen.

Das iranische Staatsfernsehen zeigte am Freitag unter anderem, wie Regierungsvertreter aus China, Belarus, dem Irak und Turkmenistan in der Hauptstadt Teheran landeten. 

An diesem Samstag beginnen in Teheran die offiziellen Trauerfeierlichkeiten. Es werden mehrere Millionen Menschen aus dem Iran und Nachbarländern erwartet.

3. Juli, 6.17 Uhr: Leichnam von Ali Khamenei bereit für Beerdigung

Der Leichnam des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei (†86), der bei US-israelischen Luftangriffen getötet wurde, ist laut staatlichen Medienberichten am Freitag im religiösen Komplex der Großen Moschee in Teheran eingetroffen, wo er zu seiner Beerdigung eintreffen soll.

"Der Leichnam des Märtyrerführers der Islamischen Revolution ist in der Imam-Khomeini-Großmoschee angekommen", schrieb die iranische Nachrichtenagentur IRNA auf Telegram und verwendete dabei den offiziellen Namen des Komplexes.

Mehrere Menschen waren bei der Zeremonie anwesend.  © ATTA KENARE / AFP

2. Juli, 18.23 Uhr: Sechs Tote bei Explosion in Syriens Hauptstadt Damaskus

22 weitere seien verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Aus Kreisen des Ministeriums hieß es unterdessen, die Zahl der Todesopfer sei auf sieben gestiegen, drei Menschen schwebten in Lebensgefahr.

Nach Angaben des Innenministeriums explodierte ein improvisierter Sprengsatz in einem Café nahe dem Justizpalast im Zentrum. Zunächst war unklar, wer den Sprengsatz gelegt hatte.

Auf einem Video, das in sozialen Medien zirkulierte, war zu sehen, wie mehrere Menschen verletzt und mit Blut überströmt in dem Café am Boden liegen.

Im Justizpalast laufen seit mehreren Wochen Prozesse gegen Vertreter aus dem Apparat des inzwischen gestürzten Machthabers Baschar al-Assad. Dabei stehen hochrangige Funktionäre vor Gericht, denen Gewalttaten im Auftrag der früheren Assad-Regierung vorgeworfen werden. Unter den Opfern des Anschlags sind nach offiziellen Angaben auch mehrere Anwälte.

Die Metropole Damaskus wurde von einer schweren Explosion erschüttert. (Archivfoto)  © Moawia Atrash/dpa

2. Juli, 11.20 Uhr: Tadschike soll für Iran Ziele in Israel ausgespäht haben

Ein ausländischer Staatsbürger ist in Israel unter dem Verdacht der Spionage für den Iran festgenommen worden.

Nach Angaben des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet handelt es sich um einen Mann aus der islamisch geprägten früheren Sowjetrepublik Tadschikistan, der auch im Besitz eines russischen Passes ist.

Gegen ihn sei bereits eine Anklageschrift bei Gericht eingereicht worden.

Dem Verdächtigen wird unter anderem vorgeworfen, während des jüngsten Kriegs mit dem Iran Einschlagsorte iranischer Raketen übermittelt zu haben.

Zudem soll er dem iranischen Geheimdienst Informationen über den genauen Standort der Azrieli-Türme weitergegeben haben, einem markanten Hochhausensemble in der Küstenmetropole Tel Aviv.

Über ein Jobangebot kam ein Tadschike laut Israels Geheimdienst mit einem iranischen Agenten in Kontakt. (Archivfoto)  © Oded Balilty/AP/dpa

2. Juli, 11.17 Uhr: Irans Militär besteht auf Kontrolle der Straße von Hormus

Irans Streitkräfte haben erneut ihre Kontrolle über die für den weltweiten Energiehandel wichtige Straße von Hormus beansprucht.

Alle Öltanker und Handelsschiffe seien verpflichtet, ausschließlich die vom Iran festgelegte Route zu benutzen, hieß es in einer Erklärung der Militärführung, die iranische Medien verbreiteten. "Jede Missachtung dieser Vorgabe (...) wird mit einer unverzüglichen und entschlossenen Reaktion der Streitkräfte beantwortet", hieß es weiter.

Die Wiederöffnung der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus ist ein zentrales Element des Rahmenabkommens, auf das sich Vertreter aus Washington und Teheran vor knapp drei Wochen verständigt hatten.

Die USA fordern eine freie Passage für alle Schiffe ohne Gebühren. Der Iran hatte mit Drohungen und Angriffen nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf das Land den Schiffsverkehr in der Meerenge faktisch zum Erliegen gebracht.

Wie geht es nun auf der Straße von Hormus weiter?  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

2. Juli, 9.26 Uhr: Airlines erweitern Flüge nach Israel

Israel-Touristen können nach der Beruhigung im Iran-Krieg wieder auf ein größeres Flugangebot nach Tel Aviv zugreifen. Neben der Lufthansa-Gruppe plant nun auch die Gesellschaft Condor wieder regelmäßige Linienflüge.

Die Lufthansa fliegt seit Mittwoch wieder zweimal täglich von Frankfurt in die Metropole Israels, wie ein Sprecher bestätigte. In Kriegszeiten hatte vor allem die israelische Airline El Al die Verbindungen aufrechterhalten. Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines nahm die Route ab Wien im Juni wieder auf, erhöht ab sofort die Anzahl der Flüge auf elf Frequenzen pro Woche.

Ab Mitte Juli plant auch Eurowings wieder mit Flügen nach Israel: Bis zu drei Flüge pro Woche finden zwischen Düsseldorf und Tel Aviv statt, ab Hamburg steht ab dem 10. Juli ein wöchentlicher Flug im Plan.

Zahlreiche Fluggesellschaften nehmen den Betrieb in Richtung Israel wieder auf.  © Florian Wiegand/dpa

2. Juli, 6.36 Uhr: Trump sieht Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran

US-Präsident Donald Trump (80) sagte am Mittwoch, dass die Gespräche mit dem Iran in Katar Fortschritte machten, was ein vorsichtiges Zeichen dafür war, dass die Diplomatie nach den jüngsten Feuergefechten, die die Bemühungen um ein Ende des Nahostkrieges gefährdeten, Halt gab.

Der Iran hatte darauf bestanden, dass es in Doha keine direkten Verhandlungen über das Abkommen geben werde, welches den Krieg beenden soll, der Ende Februar mit den US-israelischen Angriffen auf den Iran begonnen hatte.

Donald Trump (80) betonte deutlich, dass sich im Nahost-Konflikt erste Fortschritte zeigen würden.  © ANDREW HARNIK / GETTY IMAGES NORDAMERIKA / GETTY IMAGES VIA AFP

1. Juli, 21.19 Uhr: Mindestens drei Tote bei neuen Angriffen in Gaza

Bei neuen israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden.

Zwei von ihnen seien bei einem Luftangriff im Nordwesten der Stadt Gaza ums Leben gekommen, ein dritter bei einem Angriff auf ein Auto im Zentrum der Stadt, teilte der von der islamistischen Hamas kontrollierte Zivilschutz mit. Nach Angaben des israelischen Militärs handelte es sich um bewaffnete Kämpfer.

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