Nahost-Konflikt: US-Spritpreis klettert erstmals seit Wochen wieder auf vier Dollar

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Israel/Iran - US-Präsident Donald Trump (80) hat die jüngsten Angriffe des amerikanischen Militärs auf Ziele im Iran mit dem Tod mehrerer US-Soldaten in der Region begründet.

Nach dem Tod mehrerer US-Soldaten wandte sich US-Präsident Donald Trump (80) an seine Bevölkerung.
Nach dem Tod mehrerer US-Soldaten wandte sich US-Präsident Donald Trump (80) an seine Bevölkerung.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

"Diese großartigen Menschen, diese großartigen Patrioten, waren da draußen im Einsatz, damit der Iran keine Atomwaffen bekommen kann", sagte Trump nach seiner Rückkehr vom WM-Endspiel vor Reportern. Die Angriffe auf den Iran seien "zu Ehren" der Soldaten erfolgt. "Wir haben sie (die Iraner) heute Nacht wieder sehr hart getroffen", sagte Trump weiter.

Der Iran habe im Krieg sehr schwere Verluste erlitten, erklärte der US-Präsident. "Militärisch haben sie fast alles verloren", behauptete er. "Sie haben nur noch sehr wenig übrig. Sie haben noch ein paar Raketen. Sie haben noch ein paar Drohnen."

Zudem kontrollierten die USA die Straße von Hormus, behauptete Trump weiter. "Wir kontrollieren die Meerenge; sie kontrollieren gar nichts. Mal sehen, was passiert", so der Präsident.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

20. Juli, 15.08 Uhr: US-Spritpreis klettert erstmals seit Wochen wieder auf vier Dollar

Infolge der jüngsten Angriffe zwischen den USA und dem Iran ist der Benzinpreis in den Vereinigten Staaten erstmals seit Wochen wieder auf die Marke von vier Dollar geklettert.

Im Durchschnitt bezahlen Amerikaner derzeit pro Gallone (3,785 Liter) Benzin rund 4,00 US-Dollar (fast 3,50 Euro), wie der Automobilverband AAA meldete. So viel habe der Kraftstoff in den Vereinigten Staaten zuletzt etwa Mitte Juni gekostet, also noch vor der neuesten Eskalation.

Bereits vergangene Woche hatte die jüngste Eskalation rund um die Straße von Hormus die Preise wieder nach oben getrieben. Die "Instabilität" in der Meerenge treibe die Rohölpreise in Richtung von 80 US-Dollar pro Barrel, teilte der Branchenverband am Donnerstag mit. Mittlerweile hat ein Barrel der Referenzsorte Brent diese Marke bereits hinter sich gelassen.

Der US-Spritpreis hat nach Wochen wieder die Marke von vier Dollar geknackt. (Symbolfoto)
Der US-Spritpreis hat nach Wochen wieder die Marke von vier Dollar geknackt. (Symbolfoto)  © Sascha Thelen/dpa

20. Juli, 11.32 Uhr: Schiff nahe Omans Küste in Brand

In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden.

Es sei von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Der Vorfall ereignete sich demnach acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordwestlich des omanischen Ortes Kumsar. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, woraufhin die Besatzung evakuiert worden sei. "Der Brand ist nicht gelöscht worden und das Schiff treibt derzeit" auf See, meldete UKMTO. Schiffen wurde empfohlen, die Region mit Vorsicht zu durchfahren.

Irans Revolutionsgarden (IRGC) teilten der Nachrichtenagentur Fars zufolge mit, zwei Öltanker seien in der Meerenge "explodiert". Diese beiden "Abweichler" hätten versucht, in die Straße von Hormus und aus dieser hinaus über "die unsichere Route" zu fahren. Die Schiffe seien unter Druck des US-Militärs gezwungen worden, nicht die "ausgewiesenen sicheren Seewege" zu nutzen. Teheran hatte zuvor wiederholt erklärt, nur eine vom Iran vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher.

Ein Schiff ist nahe der Küste vom Oman in Brand geraten. (Archivbild)
Ein Schiff ist nahe der Küste vom Oman in Brand geraten. (Archivbild)  © Uncredited/AP/dpa

20. Juli, 6.19 Uhr: Sirenen heulen erneut in Bahrain

Im Golfstaat Bahrain haben am Montagmorgen erneut die Sirenen geheult.

Die Einwohner seien aufgerufen, ruhig zu bleiben und sich an einen sicheren Ort zu begeben, teilte das Innenministerium in Manama auf der Plattform X mit.

Die USA attackieren seit Tagen wieder Ziele im Iran, während Teheran Vergeltungsangriffe auf Länder mit US-Militärbasen in der Region durchführt. Bahrain ist ein Verbündeter der USA in der Region.

Die US-Botschaft in Manama hatte in der Nacht mitgeteilt, ihr lägen Informationen vor, die darauf hindeuteten, dass der Iran nicht näher bezeichnete Orte im Zentrum von Bahrains Hauptstadt angreifen könnte. Die Botschaft forderte alle US-Bürger nachdrücklich auf, wachsam zu bleiben und den Anweisungen der örtlichen Behörden zu folgen.

20. Juli, 6.14 Uhr: US-Militär erklärt neue Angriffswelle im Iran für beendet

Das US-Militär hat seine erneute nächtliche Angriffswelle auf Ziele im Iran nach eigenen Angaben beendet.

Man habe militärische Kommandozentralen, Anlagen zur Flugabwehr und Küstenüberwachung, Vorrichtungen für Raketenabschüsse und Drohnenstarts sowie Kommunikationsnetzwerke ins Visier genommen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am Montagmorgen deutscher Zeit auf X mit.

Das Ziel sei es gewesen, Irans Fähigkeit weiter zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute anzugreifen, die die Straße von Hormus passieren, hieß es weiter.

Seit neun Nächten attackiert das US-Militär den Iran - die jüngste Angriffswelle richtete sich laut dem zuständigen Regionalkommando erneut gegen militärische Ziele.
Seit neun Nächten attackiert das US-Militär den Iran - die jüngste Angriffswelle richtete sich laut dem zuständigen Regionalkommando erneut gegen militärische Ziele.  © Tech. Sgt. Noah Tancer/United States Air Forces Central/DVIDS/dpa

20. Juli, 2.20 Uhr: Berichte über neue Explosionen im Iran

Nach Beginn der erneuten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele im Iran melden örtliche Medien in der Nacht Explosionen in mehreren Gebieten des Landes.

Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus der Stadt Tabris im Norden des Landes, der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman, aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan, der Hafenstadt Mahschahr in der Provinz Chusestan sowie der Hafenstadt Bandar Imam Chomeini am Persischen Golf gemeldet.

Um Angriffe des Irans auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus zu unterbinden, greift das US-Militär nach eigenen Angaben in der nunmehr neunten Nacht in Folge an.

20. Juli, 1.08 Uhr: Kuwait wieder unter Beschuss - Alarm in Bahrain

Der Golfstaat Kuwait sieht sich im Zuge des eskalierenden Kriegs zwischen den USA und dem Iran weiter unter Beschuss.

Die Luftverteidigung wehre "feindliche Drohnen" aus dem Iran ab, teilte die Armee des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Nähere Einzelheiten gab es zunächst nicht. Auch im ebenfalls mit Washington verbündeten Bahrain heulten wieder die Sirenen, wie das dortige Innenministerium bekanntgab.

19. Juli, 22.26 Uhr: US-Militär informiert über Tod eines weiteren Soldaten

Das US-Militär hat den Tod eines weiteren seiner Soldaten im Iran-Krieg gemeldet.

Am Samstag sei ein US-Soldat im Nordirak bei einer kontrollierten Sprengung nicht detonierter Kampfmittel aus einer abgeschossenen iranischen Einwegdrohne ums Leben gekommen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.

Ein weiterer Soldat wurde demnach verletzt und wird weiterhin wegen einer leichten Verletzung medizinisch behandelt. Die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten steigt damit auf 17.

19. Juli, 22.20 Uhr: Demokraten kritisieren Trump nach Tod von US-Soldaten scharf

Demokratische Mitglieder des US-Kongresses haben nach dem Tod zweier weiterer Soldaten ihres Landes scharfe Kritik an der Kriegsführung von Präsident Donald Trump (80) im Iran geübt.

Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Mark Warner (71), sagte dem Sender CBS News, es sei in vielerlei Hinsicht bemerkenswert, dass die USA nicht mehr Todesopfer zu beklagen hätten. "Wir haben buchstäblich Hunderte Schwerverletzte", betonte er und verwies dann auf die 16 bislang im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten. Das passiere, "wenn man einen Krieg aus eigener Entscheidung beginnt".

Als stellvertretender Vorsitzender des Geheimdienstausschusses gehört er dem kleinen Kreis hochrangiger Kongressmitgliedern an, der sogenannten "Gang of Eight", auf die die US-Regierung Briefings zu Geheimdienstangelegenheiten in bestimmten Situationen beschränken kann. Er könne eindeutig sagen, dass "keine unmittelbare Bedrohung durch den Iran bestand", betonte Warner und warf Trump vor, den Krieg ohne Plan begonnen zu haben.

Demokrat Mark Warner (71) übt scharfe Kritik an Trump.
Demokrat Mark Warner (71) übt scharfe Kritik an Trump.  © Rod Lamkey/AP/dpa

19. Juli, 18.44 Uhr: USA verlegen weitere Kampfjets nach Nahost

Die USA verlegen inmitten des eskalierenden Iran-Kriegs Medienberichten zufolge mehr Kampfflugzeuge in den Nahen Osten.

Das "Wall Street Journal" berichtet, dass dies unter anderem Kampfjets vom Typ F-16 vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel betreffe. Zudem würden Kampfjets vom Typ F-35 von dem von den USA genutzten Stützpunkt RAF Lakenheath in Großbritannien verlegt. Auch Tankflugzeuge befinden sich demnach auf dem Weg in die Region.

Auch die "New York Times" berichtet unter Berufung auf US-Beamte von den Verlegungen. Demnach war die Entscheidung dazu bereits getroffen worden, bevor am Freitag laut dem US-Militär zum ersten Mal seit Monaten wieder zwei US-Soldaten durch iranischen Beschuss getötet wurden.

Die USA verlegen Kampfflugzeuge des Typs F-35 von Großbritannien nach Nahost. (Archivbild)
Die USA verlegen Kampfflugzeuge des Typs F-35 von Großbritannien nach Nahost. (Archivbild)  © Harald Tittel/dpa

19. Juli, 14.31 Uhr: Irans Außenminister spricht über Sicherheitslücken

Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) hat in einem Interview überraschend offen über Sicherheitslücken vor dem Krieg mit den USA und Israel gesprochen.

Im Gespräch mit dem konservativen und regierungstreuen Medienaktivisten Dschawad Mogoi schilderte der Minister ausführlich seine Erlebnisse des ersten Kriegstags am 28. Februar. Iranische Medien veröffentlichten Ausschnitte des Interviews, das bislang nicht in voller Länge online ist.

Araghtschi erklärt darin unter anderem, dass mehrere wichtige Entscheidungsgremien aus Politik und Militär gleichzeitig tagten, als die Luftangriffe auf Teheran erfolgten. Am ersten Kriegstag wurden einflussreiche Politiker und Generäle getötet, darunter auch Irans oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei. Morgens noch habe Araghtschi dessen Stabschef getroffen, um Chamenei über den Stand der Verhandlungen mit den USA zu informieren.

"Entscheidend ist meiner Ansicht nach, dass sie über diese Sitzungen informiert waren", sagte der Minister mit Blick auf Israel und die USA. "Das deutet möglicherweise auf eine Sicherheitslücke hin, die bestand und wahrscheinlich noch immer besteht". Araghtschi sagte, die Sicherheitslücke beschränke sich nicht nur auf Infiltration "Manchmal betrifft sie auch die Beeinflussung der Ausrichtung von Entscheidungsprozessen", fügte er hinzu und betonte: "Mehr möchte ich dazu nicht offen sagen."

Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63).
Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63).  © Hadi Mizban/AP/dpa

19. Juli, 11.46 Uhr: Israel errichtet Sperrzone gegen Marsch für neue Gaza-Siedlungen

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben ein Gebiet rund um den Gazastreifen zu einer militärischen Sperrzone erklärt, um einen geplanten Marsch von rechtsextremen und rechten Ministern, Abgeordneten und deren Anhängern in das palästinensische Gebiet zu verhindern.

Ziel der rechten Gruppen ist es, neue israelische Siedlungen im Gazastreifen aufzubauen. Nach Informationen der "Times of Israel" wollten an dem Marsch acht Minister und Ministerinnen teilnehmen, unter anderem der rechtsextreme Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir (50) und Finanzminister Bezalel Smotrich (46).

Smotrich hatte bereits im März erklärt, die Vorbereitungen für drei israelische Siedlungen im Gazastreifen seien abgeschlossen. Er hatte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) und Verteidigungsminister Israel Katz (70) danach vergeblich aufgefordert, die Pläne umzusetzen. Israels Politik befindet sich gerade im Wahlkampf vor der für Ende Oktober geplanten Parlamentswahl.

Rechte israelische Politiker wollen mit ihren Anhängern durch den Gazastreifen marschieren. (Archivbild)
Rechte israelische Politiker wollen mit ihren Anhängern durch den Gazastreifen marschieren. (Archivbild)  © Leo Correa/AP/dpa

19. Juli, 11.42 Uhr: Libanesischer Soldat getötet - mutmaßlicher Sprengsatz der Hisbollah

Im südlichen Libanon ist ein Soldat der staatlichen Armee bei der Explosion eines Sprengsatzes getötet worden.

Ein "verdächtiges Objekt" sei in einem Militärfahrzeug explodiert, teilte die Armee mit. Die israelische Armee, die in dem Gebiet mit Bodentruppen im Einsatz ist, teilte mit, der Sprengsatz sei "höchstwahrscheinlich" von der Hisbollah gelegt worden. Israelische Soldaten seien in dem Ort al-Mansuri nahe der Küstenstadt Tyrus in letzter Zeit nicht im Einsatz gewesen. Die Hisbollah äußerte sich nicht.

Im Süden Libanons ist ein Sprengsatz in einem Militärfahrzeug explodiert.
Im Süden Libanons ist ein Sprengsatz in einem Militärfahrzeug explodiert.  © Hassan Ammar/AP/dpa

19. Juli, 7.14 Uhr: Bisher 16 tote US-Soldaten

Es war das erste Mal seit den Anfangstagen des Iran-Krieges, den die USA und Israel am 28. Februar gemeinsam begonnen hatten, dass das US-Militär wieder Tote durch iranischen Beschuss meldete.

Die beiden Soldaten seien am Freitag in Jordanien ums Leben gekommen, als sich die US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohenangriffe verteidigten, teilte Centcom mit. Ein weiterer Soldat werde noch vermisst. Die offiziell bekannte Zahl der im Krieg gegen den Iran gefallenen US-Soldaten steigt damit auf 16.

Der Iran habe sich auf die US-Abwehrsysteme eingestellt und feuere Raketen ab, die mit extrem hoher Geschwindigkeit fliegen und während ihres Sturzflugs manövrieren könnten, zitierte das "Wall Street Journal" US-Beamte. Die Fähigkeit des Irans, empfindliche Ziele zu treffen, schüre Befürchtungen, dass Teheran bei der Zielerfassung Unterstützung aus China oder Russland erhält.

Titelfoto: Sascha Thelen/dpa

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