Nahost-Konflikt: Erstmals neue iranische Attacken nach US-Angriffsstopp

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Teheran - US-Präsident Donald Trump (80) lobte am Dienstagabend sein Gespräch mit Benjamin Netanjahu (76) im Weißen Haus.

Im Oval Office präsentierten sich Benjamin Netanjahu (76, l.) und Donald Trump (80) am Dienstag den Kameras.
Im Oval Office präsentierten sich Benjamin Netanjahu (76, l.) und Donald Trump (80) am Dienstag den Kameras.  © Alex Brandon/AP/dpa

Zum Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten schrieb der Republikaner: "Selbstverständlich wurden viele wichtige Themen besprochen."

Die konkreten Gesprächsinhalte blieben aber weiter unter Verschluss. Trump empfing Netanjahu zuletzt kurz vor Beginn des Iran-Kriegs im Februar im Weißen Haus. Seitdem gab es kein persönliches Treffen mehr.

Der zentrale Konflikt bestand laut Medien darin, dass Israel den Krieg fortsetzen wollte, während Trump auf eine diplomatische Lösung drängte. 

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

29. Juli, 6.35 Uhr: US-Militär greift "Terroristen" im Irak an

US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Verbündeten Saudi-Arabien im Irak "Terroristen" angegriffen, die dem Iran nahestünden.

Amerikanische und saudi-arabische Kampfflugzeuge hätten mehrere Logistik- und Waffenlager der nicht näher genannten Gruppierung im Osten des Iraks angegriffen, teilte Centcom mit. Dies sei eine Reaktion auf angeblich mehr als 30, von den iranischen Revolutionsgarden angeordnete Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden gewesen, hieß es zur Begründung. 

Die Revolutionsgarden sollen demnach die "Terroristen" zu Angriffen auf in Saudi-Arabien stationierte US-Truppen und Energieinfrastruktur in dem Land angestiftet haben. Die Angriffe auf US-Streitkräfte seien "erfolglos" gewesen. 

Laut regionalem Hauptkommando des Pentagons sind "Terroristen" im Irak vom US-Militär angegriffen worden.
Laut regionalem Hauptkommando des Pentagons sind "Terroristen" im Irak vom US-Militär angegriffen worden.  © Patrick Semansky/AP/dpa

29. Juli, 6.20 Uhr: Erstmals neue iranische Attacken nach US-Angriffsstopp

Erstmals seit dem vorläufigen Stopp der US-Angriffe auf Ziele im Iran haben Teherans Streitkräfte nach Darstellung des US-Militärs mehrere ballistische Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgefeuert.

Alle Geschosse seien abgefangen worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit, ohne Angabe des Ziels der Angriffe. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals "Axios" flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien. Es sei das erste Mal, dass der Iran angegriffen habe, ohne zuvor von den USA oder Israels selbst attackiert worden zu sein, schrieb der Iran-Experte Hamidreza Azizi auf der Plattform X. 

Es könne ein Signal im Kontext des Besuches des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu 89 im Weißen Haus am selben Tag gewesen sein, so der Experte. Der Angriff dürfte demnach als Warnung an die USA gedacht gewesen sein, sich keiner neuen militärischen Kampagne gegen den Iran anzuschließen oder eine solche selbst einzuleiten, hieß es.

Der Iran hat nach US-Angaben eine neue Attacke durchgeführt. (Symbolfoto)
Der Iran hat nach US-Angaben eine neue Attacke durchgeführt. (Symbolfoto)  © Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa

28. Juli, 19.13 Uhr: Treffen zwischen Netanjahu und Trump beendet

Im Gespräch mit dem Sender Fox News stellte Trump es so dar, als würde Netanjahu versuchen, ihn davon zu überzeugen, sich nicht vom Krieg im Iran abzuwenden.

Angesprochen auf Berichte, dass Netanjahu bei seinem Treffen mit ihm über Aktivitäten rund um eine mutmaßliche Atomeinrichtung im Iran sprechen wolle, die als "Pickaxe Mountain" bekannt ist, sagte Trump: "Nun, ich brauche Bibi nicht, um mir das zu sagen. Bibi erzählt mir das, weil er möchte, dass ich weiterhin involviert bleibe."

Das US-Boulevardblatt "New York Post" berichtete jüngst unter Berufung auf eine Quelle in Israel, dass Netanjahu bei seinem Treffen mit Trump in Washington voraussichtlich Geheimdienstinformationen vorlegen werde, wonach der Iran Nuklearbestrebungen am Standort "Pickaxe Mountain" im Zentraliran vorantreibe. 

Der israelische TV-Sender N12 berichtete, Netanjahu wolle Geheimdienstinformationen über mutmaßliche Bestrebungen des Irans vorlegen, seine militärischen Fähigkeiten wiederaufzubauen. Dazu gehörten auch angebliche Bestrebungen von Irans oberstem Führer, Ajatollah Modschtaba Chamenei, auf eine Atomwaffe hinzuarbeiten. Teheran dementiert solche Berichte schon seit Jahren. Medienberichten zufolge könnte Netanjahu Trump um die Zustimmung zu neuen Angriffen Israels im Iran bitten. Vor einer richtungsweisenden Wahl in Israel im Oktober ist es für Netanjahu allerdings auch entscheidend, Einigkeit mit Trump zu zeigen. 

28. Juli, 18.16 Uhr: Treffen zwischen Trump und Netanjahu im Weißen Haus hat begonnen

Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Weißen Haus hat begonnen. Das teilte das Büro des israelischen Regierungschefs mit. 

Bei dem Gespräch zwischen den beiden soll es vor allem um den Iran gehen, wie Netanjahu zu Beginn seiner US-Reise klar sagte. Nach Darstellung von Trump versucht der israelische Ministerpräsident die USA davon zu überzeugen, sich nicht vom Krieg im Iran abzuwenden. Berichten zufolge will Netanjahu Trump auch Geheimdienstinformationen über mutmaßliche Bestrebungen des Irans vorlegen, seine militärischen Fähigkeiten wieder aufzubauen. 

In den vergangenen Monaten galt das einst gute Verhältnis der beiden wegen der Differenzen im Iran-Krieg als belastet. Während Israel den Krieg Medienberichten zufolge fortsetzen will, lag Trumps Fokus zuletzt auf einer diplomatischen Lösung. Netanjahu hält israelischen Medien zufolge weiter am Sturz der iranischen Führung fest.

Es wird erwartet, dass beide sowie auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, den Trump zuvor getroffen hat, später an einer Gedenkveranstaltung für den kürzlich gestorbenen US-Senator Lindsey Graham teilnehmen. Dieser galt sowohl als wichtiger Unterstützer der Ukraine als auch Israels im US-Kongress.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) und der US-Präsident Donald Trump (80).
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) und der US-Präsident Donald Trump (80).  © Alex Brandon/AP/dpa

28. Juli, 16.42 Uhr: Netanjahu möchte laut Trump, dass die USA im Iran involviert bleibt

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu versucht nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump die USA davon zu überzeugen, sich nicht vom Krieg im Iran abzuwenden.

Angesprochen auf Berichte, dass Netanjahu bei seinem Treffen mit Trump heute über Aktivitäten rund um eine mutmaßliche Atomeinrichtung im Iran sprechen wolle, die als "Pickaxe Mountain" bekannt ist, sagte Trump dem Sender Fox News: "Nun, ich brauche Bibi nicht, um mir das zu sagen. Bibi erzählt mir das, weil er möchte, dass ich weiterhin involviert bleibe."

Trumps Aussagen heben die Risse in der einst guten Beziehung zwischen Trump und Netanjahu hervor, die im Iran-Krieg angesichts unterschiedlicher Interessen bereits mehrfach sichtbar wurden. Während Israel den Krieg Medienberichten zufolge fortsetzen wollte, lag Trumps Fokus zuletzt auf einer diplomatischen Lösung. 

Das US-Boulevardblatt "New York Post" berichtete jüngst unter Berufung auf eine Quelle in Israel, dass Netanjahu bei seinem Treffen mit Trump in Washington voraussichtlich Geheimdienstinformationen vorlegen werde, wonach der Iran Nuklearbestrebungen am Standort "Pickaxe Mountain" vorantreibe. 

28. Juli, 14.07 Uhr: Jordanische Armee meldet abgefangene Drohne über Staatsgebiet

Die jordanische Armee hat eigenen Angaben zufolge eine Drohne über seinem Staatsgebiet abgefangen.

Die Luftwaffe habe die Drohne am frühen Dienstagmorgen "neutralisiert", erklärte ein Sprecher der Armee, ohne die Herkunft des Fluggeräts zu präzisieren. Das Fluggerät wurde demnach über der Wüste im Osten des Landes abgeschossen.

Die israelische Armee teilte derweil mit, sie habe eine Drohne nahe der Grenze zu Jordanien abgefangen, bevor diese in den israelischen Luftraum eindringen konnte. Bereits am Montag hatte sie zwei ähnliche Vorfälle mit Drohnen gemeldet.

28. Juli, 9.22 Uhr: Trump sieht "gute Chance" für Gesprächslösung mit Iran

Nach mehreren Tagen ohne gegenseitige Angriffe zwischen dem Iran und den USA hat sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich über eine mögliche Verhandlungslösung geäußert.

Trump sprach von einer "guten Chance" für eine Einigung mit Teheran - das allerdings direkte Gespräche weiterhin dementierte. Saudi-Arabien meldete unterdessen Drohnenangriffe aus dem Irak.

"Wir werden sehen, was passiert", sagte Trump am Montag an Bord der Air Force One. "Ich denke, es besteht eine gute Chance, dass etwas passieren könnte." Sollten die Bemühungen scheitern, würden die USA "zu dem zurückkehren, was wir vor zwei Tagen gemacht haben", drohte der US-Präsident.

Donald Trump (80) bekräftigte, Teheran spreche derzeit mit Washington über ein Abkommen.
Donald Trump (80) bekräftigte, Teheran spreche derzeit mit Washington über ein Abkommen.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

28. Juli, 8.25 Uhr: Zwei Männer im Iran wegen Beteiligung an Protesten im Januar hingerichtet

Im Iran sind erneut zwei Männer hingerichtet worden, die wegen ihrer Beteiligung an den regierungskritischen Protesten im Winter verurteilt worden waren.

Die beiden waren für schuldig befunden worden, am 8. Januar "Polizeibeamte mit Macheten und Messern angegriffen, sie an Verkehrsschilder gefesselt, über den Boden geschleift, mit Benzin übergossen und in Brand gesetzt" zu haben, wie die iranische Justiz am Dienstag über ihre Nachrichtenplattform Misan mitteilte.

Die Männer waren Misan zufolge unter anderem wegen "Korruption auf Erden" und "Krieges gegen Gott" (Moharebeh) angeklagt worden. Die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die Verurteilten seien auf einem Platz in der Stadt Malekschahr in der zentralen Provinz Isfahan öffentlich gehängt worden.

28. Juli, 6.36 Uhr: Israel fängt Drohne nahe Grenze zu Jordanien ab

Die israelische Luftwaffe hat nach Militärangaben erneut eine Drohne nahe der Grenze zu Jordanien abgefangen. Das Fluggerät sei nicht in israelisches Gebiet eingedrungen, erklärte die Armee am Dienstag gegen 6 Uhr Ortszeit im Onlinedienst Telegram. Die Herkunft der Drohne werde untersucht.

Bereits am Montag hatte das israelische Militär nach eigenen Angaben zwei Drohnen nahe der jordanischen Grenze abgefangen. Zu deren Herkunft machte die Armee ebenfalls keine Angaben. Wer die Drohnen gestartet haben könnte und welches mögliche Ziel sie hatten, blieb zunächst unklar.

28. Juli, 6.07 Uhr: Jemens Regierung erklärt sich für Eskalation mit Huthis gerüstet

Die international anerkannte Regierung des Jemen hat sich angesichts neuer Angriffe der Huthi-Miliz auf eine mögliche Verschärfung der Kämpfe vorbereitet gezeigt. "Wir sind auf jede Eskalation vorbereitet", sagte die designierte jemenitische Außenministerin Afrah al-Suba am Montag vor Journalisten in der saudiarabischen Hauptstadt Riad.

Die Regierung sei zunehmend besorgt, dass die vom Iran unterstützten Huthis das Vorgehen Teherans in der Straße von Hormus nachahmen und die Kontrolle über die Meerenge Bab-al-Mandab gewinnen wollten, sagte al-Suba. "Die Huthis wollen die Erfahrungen des Iran in Hormus kopieren." Die Miliz handle "im Einklang" mit der iranischen Eskalation in der Region und glaube, sie könne "die Kontrolle über das Rote Meer erlangen".

Titelfoto: Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa

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