Teheran - US-Präsident Donald Trump (80) hat eine Einigung auf eine "vollständige Entwaffnung" der mit Israel verfeindeten Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen verkündet.
Im Gegenzug würden die israelischen Streitkräfte aus dem Küstengebiet abziehen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der genaue Zeitplan für die Umsetzung ist jedoch offen, ein Erfolg des Vorhabens fraglich.
Zwar sollen die für den Terroranschlag am 7. Oktober 2023 in Israel verantwortlichen Islamisten laut US-Kreisen einer Entwaffnung zugestimmt haben.
Eine offizielle Stellungnahme der Hamas gab es zunächst jedoch ebenso wenig wie eine Reaktion des jüdischen Staates. Zuvor hatten sich israelische Regierungsvertreter skeptisch zu angeblichen Fortschritten in den jüngsten Verhandlungen geäußert.
Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.
31. Juli, 15.34 Uhr: Iran könnte hinter Cyberangriff auf US-Infrastruktur stecken
In den USA wird es Medienberichten zufolge für wahrscheinlich gehalten, dass iranische Hacker hinter einem koordinierten Cyberangriff auf Dutzende Wasserversorgungssysteme im US-Bundesstaat Minnesota stecken.
Die Washington Post berichtete, Geheimdienste gingen davon aus - die New York Times bezog sich auf Ermittler. Beide Zeitungen stützten sich dabei auf US-Beamte und wiesen jeweils darauf hin, dass die Befunde noch nicht endgültig seien.
31. Juli, 15.10 Uhr: Hamas äußert sich negativ zu Trumps Entwaffnungs-Ankündigung
Die Terrororganisation Hamas hat sich erstmals nach einer von US-Präsident Donald Trump (80) verkündeten Einigung über ihre Entwaffnung geäußert. Sie bestätigte in einer Mitteilung aber nicht, dass es einen Durchbruch bei den Verhandlungen gegeben habe. Stattdessen stellte sie Bedingungen.
Die Umsetzung der zweiten Phase des von den USA vorangetriebenen Friedensplan hänge davon ab, dass Israel alle Bedingungen der ersten Phase einhalte, hieß es. Dazu zähle das Ende der militärischen Einsätze Israels. Die zweite Phase des Plans sieht die vollständige Entwaffnung der Hamas vor.
Die Islamistenorganisation sagte weiter, der Umstand, dass schwere Waffen Teil des Abkommens seien, sei an weitere Forderungen geknüpft, darunter unter anderem Israels Abzug aus dem Gazastreifen sowie die Gründung eines palästinensischen Staats.
31. Juli, 11.14 Uhr: Israel zerstört Hisbollah-Tunnel bei Burg Beaufort
Nach einem Angriff der libanesischen Hisbollah hat Israel eigenen Angaben zufolge Tunnel der Miliz im Gebiet der Burg Beaufort im Südlibanon zerstört.
Die Einnahme der historisch und strategisch wichtigen Burg Ende Mai hatte für Aufsehen gesorgt. In einer Erklärung von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz in der Nacht hieß es, die Hisbollah habe die unterirdische Struktur nutzen wollen, um nach Israel einzudringen.
Die Armee habe rund 700 Tonnen Sprengstoff für die Zerstörung der Tunnel gebraucht, teilten beide weiter mit. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, die Explosionen seien im gesamten Südlibanon zu hören gewesen. Ein Einwohner der südlibanesischen Stadt Nabatija sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass in dem Ort einige Fenster zersplittert seien. Es war zunächst unklar, ob auch die Burg beschädigt wurde.
Die Sprengung der Struktur sei nach dem "eklatanten Verstoß" der Hisbollah gegen die Waffenruhe erfolgt, hieß es in der Mitteilung von Netanjahu und Katz. Jeder Versuch der Hisbollah, israelische Soldaten oder Bürgern etwas anzutun, werde eine "heftige und entschiedene Antwort" zur Folge haben.
31. Juli, 9.04 Uhr: Iran spricht von Angriffen auf US-Stützpunkte in der Nacht
Der Iran will nach eigenen Angaben US-Militärstützpunkte im Nahen Osten angegriffen haben. Die Armee habe Ziele in den Golfstaaten Kuwait und Bahrain mit Drohnen angegriffen, hieß es in Mitteilungen des Militärs.
Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Weder aus Bahrain noch aus Kuwait lagen zunächst Berichte über eine Aktivierung der Luftabwehr aufgrund der iranischen Angriffe vor. In der Nacht wurden auch keine neuen Angriffe des US-Militärs auf Ziele im Iran bekannt
31. Juli, 6.15 Uhr: Hilfsorganisationen schlagen Alarm
Der Terroranschlag der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober 2023, bei dem rund 1200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden, hatte den verheerenden Gaza-Krieg ausgelöst.
Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden seitdem mehr als 73.300 Palästinenser getötet - wobei die Zahl nicht zwischen Zivilisten und Kämpfern unterscheidet. Israels Regierung und Militär weisen Vorwürfe zurück, Kriegsverbrechen oder einen Völkermord begangen zu haben.
Internationale Hilfsorganisationen schlagen weiterhin Alarm wegen der prekären humanitären Lage im Gazastreifen. Viele der rund zwei Millionen Einwohner sind angesichts der massiven Zerstörungen nach wie vor gezwungen, in überfüllten Zeltlagern zu leben, in denen es an vielen grundlegenden Dingen des täglichen Bedarfs fehlt.
31. Juli, 6.12 Uhr: 15-Punkte-Plan aus Israels Sicht nicht ausreichend
Ein israelischer Regierungsvertreter hatte vor Trumps Post am Donnerstagabend mitgeteilt, Israel fordere eine vollständige Entwaffnung der Hamas, "einschließlich des Abtransports sämtlicher Waffen aus dem Gazastreifen und einer vollständigen Entmilitarisierung des Küstengebiets als Voraussetzung für jeden weiteren politischen Prozess".
Der diskutierte 15-Punkte-Plan erfülle diese Forderungen nach israelischer Auffassung nicht ausreichend, hieß es. Bis zur vollständigen Entwaffnung der Hamas und Entmilitarisierung des Gazastreifens werde es keinen Abzug der israelischen Armee von der "gelben Linie" geben.
Israel kontrolliert weiterhin mehr als die Hälfte des abgeriegelten Küstengebiets. Der Hamas gelang es seit Beginn der Waffenruhe aber, ihre Herrschaft im von ihr weiterhin kontrollierten Rest des Gazastreifens wieder zu festigen.
31. Juli, 6.10 Uhr: Bereits zuvor Berichte über Fortschritte
Zuvor hatte es Berichte darüber gegeben, dass es bei Gesprächen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo über eine Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen Fortschritte gegeben haben solle. Bei intensiven Verhandlungen sei weitgehende Einigkeit über einen 15-Punkte-Fahrplan erzielt worden.
Die Hamas hatte sich eigenen Kreisen zufolge bereit gezeigt, ihre Waffen unter Aufsicht der palästinensischen Übergangsverwaltung sowie der internationalen Vermittler zu stellen. Eine Übergabe an Israel sei nicht vorgesehen. Im Gegenzug müsse Israel seine Truppen komplett aus dem Gazastreifen abziehen und gezielte Tötungen in dem Palästinensergebiet einstellen.
31. Juli, 6.07 Uhr: Trump spricht von "monumentalem Schritt"
Als Knackpunkt bei den Gesprächen galt vor allem die in Trumps Friedensplan vorgesehene Entwaffnung der Hamas, die von den Extremisten bislang abgelehnt wurde.
Nun verkündete der US-Präsident, die durch den Friedensrat erzielte Einigung sei "ein monumentaler Schritt" hin zu dauerhaftem Frieden und Sicherheit. Auch alle anderen islamistischen Gruppen im Gazastreifen würden entwaffnet. Trump bezeichnete die Vereinbarung als "Meilenstein" und dankte den Vermittlerstaaten Katar, Ägypten und der Türkei.
Eine internationale Stabilisierungstruppe solle mit "einer neuen palästinensischen Polizei" zusammenarbeiten, um die Sicherheit der Bewohner des Küstengebiets und der Nachbarn zu gewährleisten, schrieb Trump weiter. Israel solle die Garantie erhalten, dass der "Gazastreifen nicht länger als Basis für Terroranschläge missbraucht wird".
31. Juli, 6.05 Uhr: Umstrittener Friedensrat ganz auf Trump zugeschnitten
Obwohl seit Oktober 2025 formell eine Waffenruhe im Gaza-Krieg herrscht, kommt es immer wieder zu tödlichen Konfrontationen und Angriffen.
Im Zuge eines von Trump vermittelten Friedensplans wurde zu Jahresbeginn ein international besetztes "Board of Peace" ins Leben gerufen, das gemäß seiner Charta den Wiederaufbau des Gazastreifens und die Nachkriegsordnung in dem großflächig zerstörten Küstengebiet überwachen soll.
Sichtbare Fortschritte blieben jedoch aus - zumal die Legitimität des ganz auf die Person Trumps und sein alleiniges Vetorecht zugeschnittenen Gremiums höchst umstritten ist: Viele europäische Staaten wie Deutschland sehen es als Konkurrenz zu den Vereinten Nationen und lehnen es deswegen ab. Mit dabei sind dagegen Israel und Länder wie Belarus, Katar, Saudi-Arabien und die Türkei.
30. Juli, 22.30 Uhr: Nach Angriff auf Hafen von Damietta: Ägyptens Präsident warnt vor Eskalation
Nach dem Einschlag einer Drohne im ägyptischen Mittelmeerhafen Damietta hat Präsident Abdel Fattah al-Sisi vor einer Eskalation des Konflikts in der Region gewarnt. In einem Telefonat mit dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez habe al-Sisi die Notwendigkeit einer internationalen Zusammenarbeit betont, um "diese Eskalation zu stoppen", sagte sein Sprecher am Donnerstag.
Zuvor hatte die ägyptische Regierung einen Drohnenangriff für den Ausbruch eines Feuers auf zwei Flüssiggastankern im Hafen von Damietta verantwortlich gemacht. Laut dem auf Schifffahrtsdaten spezialisierten Dienstleister Kpler handelte es sich bei den beschädigten Schiffen um das Gasspeicherschiff einer US-Firma und um einen griechischen LNG-Tanker. Der Angriff war der erste in Ägypten seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar. Die jemenitische Huthi-Miliz wies jede Verantwortung für die Attacke von sich und erklärte, "ausschließlich das saudiarabische Regime ins Visier" zu nehmen.
30. Juli, 20.40 Uhr: Saudi-Arabien kündigt Militärbündnis zum Schutz der Schifffahrt an
Saudi-Arabien hat nach Angriffen auf seine Schiffe ein Militärbündnis zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer und um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab angekündigt.
Teil der Allianz sind nach saudischen Angaben 14 Länder, darunter die Golfstaaten Kuwait, Katar und Bahrain sowie Pakistan, die Türkei, Ägypten und Jordanien. Das Bündnis solle die Freiheit der Schifffahrt sowie internationale Routen für Handel und die weltweite Energieversorgung schützen, teilte das saudische Verteidigungsministerium am Donnerstagabend nach einem Treffen zur Allianz in Riad mit.
Die Ankündigung folgt auf Angriffe der Huthi-Miliz im Jemen vergangene Woche gegen saudische Schiffe. Die Miliz hatte Handelsschiffe im Roten Meer aber schon ab 2023 massiv attackiert. Daraufhin wurde zum Schutz der Schifffahrt bereits die EU-geführte Mission Aspides ins Leben gerufen und der US-geführte Einsatz Prosperity Guardian.
30. Juli, 15.08 Uhr: Offenbar Fortschritte bei Gesprächen über Hamas-Entwaffnung
Bei Gesprächen in Kairo über eine Entwaffnung der palästinensischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen soll es Fortschritte gegeben haben.
Dies bestätigten auch Hamas-Kreise. Eine offizielle Stellungnahme könnte demnach bis Freitag veröffentlicht werden. Bei intensiven Verhandlungen in der ägyptischen Hauptstadt sei weitgehende Einigkeit über einen 15-Punkte-Fahrplan erzielt worden, hieß es. Auch israelische Medien berichteten über entsprechende Fortschritte. Dafür gab es von israelischer Seite und auch von den Vermittlern noch keine offizielle Bestätigung.
30. Juli, 10.58 Uhr: Ein Toter in Kuwait nach iranischem Angriff
Bei einem iranischen Angriff auf ein Gebäude eines chinesischen Unternehmens im Norden des Golfstaats Kuwait ist nach Regierungsangaben ein Arbeiter getötet worden.
Das Gebäude sei zudem erheblich beschädigt worden, teilten die kuwaitischen Streitkräfte unter Berufung auf das Verteidigungsministerium mit. Die zuständigen Behörden hätten unmittelbar nach dem Vorfall mit den notwendigen Maßnahmen zur Bewältigung der Lage begonnen, hieß es in der Mitteilung.
30. Juli, 6.12 Uhr: US-Militär beendet Angriffswelle gegen Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seine Angriffswelle gegen Ziele im Iran "erfolgreich" beendet.
Es seien unter anderem militärische Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenanlagen sowie Küstenüberwachungs- und Verteidigungsanlagen bombardiert worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen (MESZ) auf der Plattform X mit.
Die "schwere" Angriffswelle sei eine Antwort auf die am Vortag versuchten Raketenangriffe des Irans auf US-Truppen in der Region gewesen, hieß es.
29. Juli, 20.02 Uhr: Proiranische Milizen im Irak drohen mit Vergeltung
Iran-nahe Milizen im Irak haben nach den jüngsten Angriffen der USA und Saudi-Arabiens auf Stellungen der schiitischen Volksmobilisierungskräfte (PMF) mit Vergeltung gedroht.
Eine Reaktion gegen die USA sei "unvermeidlich", teilte die proiranische Gruppierung "Islamischer Widerstand im Irak" mit. Sie könne sich unter Umständen auch gegen deren "Instrumente in Saudi-Arabien" richten.
29. Juli, 15.59 Uhr: Bagdad verurteilt Luftangriffe auf irakisches Territorium
Die irakische Präsidentschaft hat die Angriffe auf Iran-treue Milizen im Land scharf verurteilt.
Die Bombardierungen seien ein inakzeptabler Angriff und ein eklatanter Verstoß gegen die Souveränität des Irak, erklärte das Präsidialamt auf X. Zudem richteten sie sich gegen offizielle Sicherheitsinstitutionen des Landes und verstießen gegen das Völkerrecht.
29. Juli, 15.57 Uhr: Erneut Drohnenangriffe im nordirakischen Erbil gemeldet
Im Nordirak hat es lokalen Angaben zufolge erneut Drohnenangriffe auf Stellungen iranisch-kurdischer Oppositionsgruppen gegeben. Die Demokratische Partei Kurdistan-Iran (PDKI) teilte mit, innerhalb weniger Tage zweimal Ziel von Drohnenangriffen geworden zu sein. Der jüngste Angriff erfolgte demnach am Mittag.
Es habe keine Verletzten gegeben. Es seien lediglich Gras- und Weideflächen in Brand geraten. Die Partei äußerte sich zunächst nicht dazu, wer für die Angriffe verantwortlich ist.
29. Juli, 15.55 Uhr: Trump kündigt nach neuer iranischer Attacke Vergeltung an
Nach einem neuen iranischen Angriff auf US-Ziele im Nahen Osten hat US-Präsident Donald Trump (80) Vergeltung angekündigt.
"Wir werden sie hart treffen. Sie werden ordentlich Prügel kriegen", zitierte der Sender Fox News Trump nach einem Gespräch. Trump hat dem Iran im Zuge des monatelangen Kriegs immer wieder mit schweren Angriffen gedroht, wobei auf seine teils martialischen Worte nicht immer Taten folgten.
29. Juli, 14.50 Uhr: Laut Israel erstmals seit neuer Waffenruhe Hisbollah-Drohnenangriff
Die libanesische Hisbollah hat laut israelischen Angaben erstmals seit mehr als einem Monat wieder eine mit Sprengstoff beladene Drohne auf ein Fahrzeug der israelischen Armee im Südlibanon gesteuert.
Zuletzt hatte die vom Iran unterstützte Miliz solche Drohnen vor Inkrafttreten der neuen Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon im Juni eingesetzt und dabei auch immer wieder israelische Soldaten getötet.
29. Juli, 14.37 Uhr: Erneut viele Tote bei Anti-Terrormission in Pakistan
Pakistanische Streitkräfte haben in einer laufenden Anti-Terrormission im Westen des Landes nach eigenen Angaben erneut viele Mitglieder von Terrororganisationen eliminiert.
In den Grenzgebieten zum Nachbarland Afghanistan seien zuletzt 32 Terroristen getötet worden, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme.
29. Juli, 12.49 Uhr: Preise im Iran steigen weiter stark
Nach Wirtschaftsprotesten im Januar und nunmehr fast fünf Monaten Konflikt mit den USA wird das Leben für Menschen im Iran immer teurer.
Die Preise seien im vergangenen Jahr um 66 Prozent gestiegen, berichtete der staatliche Rundfunk Irib.
Die steigenden Kosten, fehlende Perspektiven und eine verschlechtere Versorgungslage belasten Menschen im Iran deutlich. In einem aktuellen Bericht schreibt die Nachrichtenagentur Tasnim von einem starken Preisanstieg für medizinische Dienstleistungen. Krankenhäuser seien überfüllt und vor Fachambulanzen bildeten sich lange Warteschlangen.
29. Juli, 12.42 Uhr: Krisensitzung im Irak nach US-saudischen Angriffen
Im Irak hat Ministerpräsident Ali al-Saidi (40) nach den Angriffen der USA und Saudi-Arabiens gegen Iran-treue Milizen eine Krisensitzung des Sicherheitsrats einberufen.
Das Treffen in Bagdad solle sich um die Sicherheitslage und die Luftangriffe drehen, berichtete die Staatsagentur INA. Die Angriffe in der Nacht zielten nach US-Angaben auf mit dem Iran verbündete Milizen im Irak.
Die sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF), ein Bündnis aus vorwiegend schiitischen und Iran-treuen Milizen im Irak, meldeten, dass 20 ihrer Kämpfer getötet und 32 weitere verletzt worden seien. Die US-saudischen Luftangriffe hätten in mehreren Teilen des Landes unter anderem Ziele im Raum Bagdad sowie im südlichen Basra und Ninive im Norden getroffen. Dabei seien auch Gebäude, Fahrzeuge und Militärausrüstung beschädigt worden.
29. Juli, 10.32 Uhr: China widerspricht Bericht zu geplanter Waffenlieferung an den Iran
China hat einem Medienbericht über eine bevorstehende Waffenlieferung an den Iran widersprochen.
Die Berichte seien gegenstandslos, erklärte das Außenministerium in Peking auf Nachfrage. China habe konsequent eine Rolle dabei gespielt, den Frieden und eine Beendigung des Konflikts zu fördern, hieß es weiter.
Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet, dass der Iran in den kommenden Wochen tragbare Flugabwehrraketen aus chinesischer Produktion erwarte. Es seien die ersten aus der bis zu 400 Stück großen Lieferung.
29. Juli, 6.35 Uhr: US-Militär greift "Terroristen" im Irak an
US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Verbündeten Saudi-Arabien im Irak "Terroristen" angegriffen, die dem Iran nahestünden.
Amerikanische und saudi-arabische Kampfflugzeuge hätten mehrere Logistik- und Waffenlager der nicht näher genannten Gruppierung im Osten des Iraks angegriffen, teilte Centcom mit. Dies sei eine Reaktion auf angeblich mehr als 30, von den iranischen Revolutionsgarden angeordnete Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden gewesen, hieß es zur Begründung.
Die Revolutionsgarden sollen demnach die "Terroristen" zu Angriffen auf in Saudi-Arabien stationierte US-Truppen und Energieinfrastruktur in dem Land angestiftet haben. Die Angriffe auf US-Streitkräfte seien "erfolglos" gewesen.
29. Juli, 6.20 Uhr: Erstmals neue iranische Attacken nach US-Angriffsstopp
Erstmals seit dem vorläufigen Stopp der US-Angriffe auf Ziele im Iran haben Teherans Streitkräfte nach Darstellung des US-Militärs mehrere ballistische Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgefeuert.
Alle Geschosse seien abgefangen worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit, ohne Angabe des Ziels der Angriffe. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals "Axios" flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien. Es sei das erste Mal, dass der Iran angegriffen habe, ohne zuvor von den USA oder Israels selbst attackiert worden zu sein, schrieb der Iran-Experte Hamidreza Azizi auf der Plattform X.
Es könne ein Signal im Kontext des Besuches des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu 89 im Weißen Haus am selben Tag gewesen sein, so der Experte. Der Angriff dürfte demnach als Warnung an die USA gedacht gewesen sein, sich keiner neuen militärischen Kampagne gegen den Iran anzuschließen oder eine solche selbst einzuleiten, hieß es.
28. Juli, 19.13 Uhr: Treffen zwischen Netanjahu und Trump beendet
Im Gespräch mit dem Sender Fox News stellte Trump es so dar, als würde Netanjahu versuchen, ihn davon zu überzeugen, sich nicht vom Krieg im Iran abzuwenden.
Angesprochen auf Berichte, dass Netanjahu bei seinem Treffen mit ihm über Aktivitäten rund um eine mutmaßliche Atomeinrichtung im Iran sprechen wolle, die als "Pickaxe Mountain" bekannt ist, sagte Trump: "Nun, ich brauche Bibi nicht, um mir das zu sagen. Bibi erzählt mir das, weil er möchte, dass ich weiterhin involviert bleibe."
Das US-Boulevardblatt "New York Post" berichtete jüngst unter Berufung auf eine Quelle in Israel, dass Netanjahu bei seinem Treffen mit Trump in Washington voraussichtlich Geheimdienstinformationen vorlegen werde, wonach der Iran Nuklearbestrebungen am Standort "Pickaxe Mountain" im Zentraliran vorantreibe.
Der israelische TV-Sender N12 berichtete, Netanjahu wolle Geheimdienstinformationen über mutmaßliche Bestrebungen des Irans vorlegen, seine militärischen Fähigkeiten wiederaufzubauen. Dazu gehörten auch angebliche Bestrebungen von Irans oberstem Führer, Ajatollah Modschtaba Chamenei, auf eine Atomwaffe hinzuarbeiten. Teheran dementiert solche Berichte schon seit Jahren. Medienberichten zufolge könnte Netanjahu Trump um die Zustimmung zu neuen Angriffen Israels im Iran bitten. Vor einer richtungsweisenden Wahl in Israel im Oktober ist es für Netanjahu allerdings auch entscheidend, Einigkeit mit Trump zu zeigen.
28. Juli, 18.16 Uhr: Treffen zwischen Trump und Netanjahu im Weißen Haus hat begonnen
Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Weißen Haus hat begonnen. Das teilte das Büro des israelischen Regierungschefs mit.
Bei dem Gespräch zwischen den beiden soll es vor allem um den Iran gehen, wie Netanjahu zu Beginn seiner US-Reise klar sagte. Nach Darstellung von Trump versucht der israelische Ministerpräsident die USA davon zu überzeugen, sich nicht vom Krieg im Iran abzuwenden. Berichten zufolge will Netanjahu Trump auch Geheimdienstinformationen über mutmaßliche Bestrebungen des Irans vorlegen, seine militärischen Fähigkeiten wieder aufzubauen.
In den vergangenen Monaten galt das einst gute Verhältnis der beiden wegen der Differenzen im Iran-Krieg als belastet. Während Israel den Krieg Medienberichten zufolge fortsetzen will, lag Trumps Fokus zuletzt auf einer diplomatischen Lösung. Netanjahu hält israelischen Medien zufolge weiter am Sturz der iranischen Führung fest.
Es wird erwartet, dass beide sowie auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, den Trump zuvor getroffen hat, später an einer Gedenkveranstaltung für den kürzlich gestorbenen US-Senator Lindsey Graham teilnehmen. Dieser galt sowohl als wichtiger Unterstützer der Ukraine als auch Israels im US-Kongress.
28. Juli, 16.42 Uhr: Netanjahu möchte laut Trump, dass die USA im Iran involviert bleibt
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu versucht nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump die USA davon zu überzeugen, sich nicht vom Krieg im Iran abzuwenden.
Angesprochen auf Berichte, dass Netanjahu bei seinem Treffen mit Trump heute über Aktivitäten rund um eine mutmaßliche Atomeinrichtung im Iran sprechen wolle, die als "Pickaxe Mountain" bekannt ist, sagte Trump dem Sender Fox News: "Nun, ich brauche Bibi nicht, um mir das zu sagen. Bibi erzählt mir das, weil er möchte, dass ich weiterhin involviert bleibe."
Trumps Aussagen heben die Risse in der einst guten Beziehung zwischen Trump und Netanjahu hervor, die im Iran-Krieg angesichts unterschiedlicher Interessen bereits mehrfach sichtbar wurden. Während Israel den Krieg Medienberichten zufolge fortsetzen wollte, lag Trumps Fokus zuletzt auf einer diplomatischen Lösung.
Das US-Boulevardblatt "New York Post" berichtete jüngst unter Berufung auf eine Quelle in Israel, dass Netanjahu bei seinem Treffen mit Trump in Washington voraussichtlich Geheimdienstinformationen vorlegen werde, wonach der Iran Nuklearbestrebungen am Standort "Pickaxe Mountain" vorantreibe.
28. Juli, 14.07 Uhr: Jordanische Armee meldet abgefangene Drohne über Staatsgebiet
Die jordanische Armee hat eigenen Angaben zufolge eine Drohne über seinem Staatsgebiet abgefangen.
Die Luftwaffe habe die Drohne am frühen Dienstagmorgen "neutralisiert", erklärte ein Sprecher der Armee, ohne die Herkunft des Fluggeräts zu präzisieren. Das Fluggerät wurde demnach über der Wüste im Osten des Landes abgeschossen.
Die israelische Armee teilte derweil mit, sie habe eine Drohne nahe der Grenze zu Jordanien abgefangen, bevor diese in den israelischen Luftraum eindringen konnte. Bereits am Montag hatte sie zwei ähnliche Vorfälle mit Drohnen gemeldet.
28. Juli, 9.22 Uhr: Trump sieht "gute Chance" für Gesprächslösung mit Iran
Nach mehreren Tagen ohne gegenseitige Angriffe zwischen dem Iran und den USA hat sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich über eine mögliche Verhandlungslösung geäußert.
Trump sprach von einer "guten Chance" für eine Einigung mit Teheran - das allerdings direkte Gespräche weiterhin dementierte. Saudi-Arabien meldete unterdessen Drohnenangriffe aus dem Irak.
"Wir werden sehen, was passiert", sagte Trump am Montag an Bord der Air Force One. "Ich denke, es besteht eine gute Chance, dass etwas passieren könnte." Sollten die Bemühungen scheitern, würden die USA "zu dem zurückkehren, was wir vor zwei Tagen gemacht haben", drohte der US-Präsident.
28. Juli, 8.25 Uhr: Zwei Männer im Iran wegen Beteiligung an Protesten im Januar hingerichtet
Im Iran sind erneut zwei Männer hingerichtet worden, die wegen ihrer Beteiligung an den regierungskritischen Protesten im Winter verurteilt worden waren.
Die beiden waren für schuldig befunden worden, am 8. Januar "Polizeibeamte mit Macheten und Messern angegriffen, sie an Verkehrsschilder gefesselt, über den Boden geschleift, mit Benzin übergossen und in Brand gesetzt" zu haben, wie die iranische Justiz am Dienstag über ihre Nachrichtenplattform Misan mitteilte.
Die Männer waren Misan zufolge unter anderem wegen "Korruption auf Erden" und "Krieges gegen Gott" (Moharebeh) angeklagt worden. Die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die Verurteilten seien auf einem Platz in der Stadt Malekschahr in der zentralen Provinz Isfahan öffentlich gehängt worden.
28. Juli, 6.36 Uhr: Israel fängt Drohne nahe Grenze zu Jordanien ab
Die israelische Luftwaffe hat nach Militärangaben erneut eine Drohne nahe der Grenze zu Jordanien abgefangen. Das Fluggerät sei nicht in israelisches Gebiet eingedrungen, erklärte die Armee am Dienstag gegen 6 Uhr Ortszeit im Onlinedienst Telegram. Die Herkunft der Drohne werde untersucht.
Bereits am Montag hatte das israelische Militär nach eigenen Angaben zwei Drohnen nahe der jordanischen Grenze abgefangen. Zu deren Herkunft machte die Armee ebenfalls keine Angaben. Wer die Drohnen gestartet haben könnte und welches mögliche Ziel sie hatten, blieb zunächst unklar.
28. Juli, 6.07 Uhr: Jemens Regierung erklärt sich für Eskalation mit Huthis gerüstet
Die international anerkannte Regierung des Jemen hat sich angesichts neuer Angriffe der Huthi-Miliz auf eine mögliche Verschärfung der Kämpfe vorbereitet gezeigt. "Wir sind auf jede Eskalation vorbereitet", sagte die designierte jemenitische Außenministerin Afrah al-Suba am Montag vor Journalisten in der saudiarabischen Hauptstadt Riad.
Die Regierung sei zunehmend besorgt, dass die vom Iran unterstützten Huthis das Vorgehen Teherans in der Straße von Hormus nachahmen und die Kontrolle über die Meerenge Bab-al-Mandab gewinnen wollten, sagte al-Suba. "Die Huthis wollen die Erfahrungen des Iran in Hormus kopieren." Die Miliz handle "im Einklang" mit der iranischen Eskalation in der Region und glaube, sie könne "die Kontrolle über das Rote Meer erlangen".
27. Juli, 20.03 Uhr: Angriffspause im Iran laut Trump für Verhandlungen
US-Präsident Donald Trump (80) hat nach eigenen Angaben die jüngsten Angriffe im Iran vorerst gestoppt, um laufenden Verhandlungen eine weitere Chance zu geben. "Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit dem Iran", sagte Trump der Website "Axios". Zugleich drohte er mit neuen Attacken für den Fall, dass die Gespräche ergebnislos bleiben: "Wir werden wieder sehr starke militärische Gewalt anwenden."
Er räume den Verhandlungen "nicht viel Zeit" ein, zum Erfolg zu kommen, sagte Trump Axios. Bei den Gesprächen geht es um eine Öffnung der Straße von Hormus sowie eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm. Laut Trump traf er die Entscheidung, die Angriffe zu pausieren, am Freitag auf Anraten der Vermittlerländer. Als Vermittler treten unter anderem Katar und Pakistan auf.
27. Juli, 19.14 Uhr: Mögliche Kriegsverbrechen Israels im Libanon
Das UN-Menschenrechtsbüro hat großflächige Verstöße israelischer Streitkräfte gegen das humanitäre Völkerrecht im Libanon dokumentiert. Einige davon könnten Kriegsverbrechen darstellen, sagte UN-Hochkommissar Volker Türk (61) in der libanesischen Hauptstadt Beirut.
Anhaltende israelische Luftangriffe, Artilleriebeschuss und der Einsatz von Waffen mit Sprengwirkung in dicht besiedelten Gebieten hätten hohe zivile Opferzahlen, weitreichende Zerstörung und Massenvertreibungen verursacht. Zugleich hätten Raketenangriffe der vom Iran unterstützen libanesischen Hisbollah auf bewohnte Gebiete in Israel ebenfalls Zivilisten getötet und zivile Infrastruktur beschädigt.
27. Juli, 15.18 Uhr: Saudi-Arabien meldet Drohnenbeschuss
Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben mehrere Drohnen abgefangen und zerstört, die auf Ölanlagen in der Ostprovinz des Landes sowie in der Hauptstadt Riad gezielt haben sollen. Die Angriffe seien von "iranisch unterstützten terroristischen Milizen" vom irakischen Staatsgebiet aus verübt worden, erklärte der Sprecher des Ministeriums, Turki al-Maliki.
Al-Maliki betonte, Saudi-Arabien habe das Recht, sich und seine Einrichtungen zu verteidigen. Das Königreich behalte sich zudem vor, "zum geeigneten Zeitpunkt und am geeigneten Ort" zu reagieren. Weitere Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten machte das Ministerium zunächst nicht. Bisher reklamierte keine Gruppe den Angriff für sich.
27. Juli, 15.05 Uhr: Drohnenangriff auf kurdische Oppositionsgruppe im Irak
Im Nordirak ist es zu einem Drohnenangriff auf eine iranisch-kurdische Oppositionsgruppe gekommen. Die Partei für Freiheit Kurdistans (PAK) meldete Schäden an ihrem Hauptquartier, Verletzte habe es nicht gegeben.
Vier mit Sprengstoff beladene Drohnen hätten vor Mittag das PAK-Hauptquartier im Gebiet Daraschakran rund 20 Kilometer westlich von Erbil getroffen, teilte die Partei mit. Mehrere Gebäude auf dem Gelände seien beschädigt worden. Wer für den Angriff verantwortlich war, war zunächst nicht klar.
27. Juli, 14.22 Uhr: Derzeit keine Verhandlungen mit den USA
Der Iran hat am Montag erklärt, dass er derzeit keine Verhandlungen mit den USA führe.
"Vermittler mögen Botschaften von amerikanischer Seite an uns übermitteln, die sich auf die aktuellen Entwicklungen in der Region beziehen", sagte Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei in Teheran. "Derzeit stehen wir jedoch in keinerlei Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten."
Bakaei bestritt auch, dass der Iran um neue Verhandlungen mit den USA gebeten habe. Dies seien "Erfindungen, die die Gegenseite von Zeit zu Zeit in Umlauf bringt".
27. Juli, 10.19 Uhr: US-Angriffe treffen Wasserversorgung im Süden
Nach den jüngsten US-Angriffen im Iran sind Behörden zufolge massive Schäden an der Wasserversorgung im Landessüden entstanden.
18 Einrichtungen, darunter Meerwasserentsalzungsanlagen, seien beschädigt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Behördenvertreter der Provinz Hormusgan. Zehn Anlagen seien bei den Luftangriffen vollständig zerstört worden.
Dem Bericht nach wurde gleich zu Beginn der jüngsten Eskalation Anfang Juli eine Meerwasserentsalzungsanlage auf der Insel Gheschm durch die Angriffe außer Betrieb gesetzt. Dadurch sei die Wasserversorgung für gut 120.000 Menschen beeinträchtigt worden.
27. Juli, 6.13 Uhr: Ölpreise fallen wegen Hoffnung auf Entspannung im Iran-Krieg deutlich
Die Ölpreise sind zu Beginn des asiatischen Handels am Montag um mehr als fünf Prozent gefallen. Händler schöpften nach zwei Nächten ohne neue US-Angriffe auf den Iran Hoffnung auf eine Entspannung und mögliche neue Verhandlungen zwischen Washington und Teheran.
Der Preis für ein Barrel der Nordsee-Referenzsorte Brent sank um 5,58 Prozent auf 91,38 Dollar. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich um 5,46 Prozent auf 84,43 Dollar.
26. Juli, 21.11 Uhr: USA bestätigen Verlegung von Militär in den Nahen Osten
Die USA haben inmitten des Iran-Kriegs die Verlegung von weiterem Militär in den Nahen Osten bestätigt.
Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagte in der Polit-Sendung "Face the Nation" des US-Senders CBS News, zusätzliche Kapazitäten würden in die Region verlegt. Genauere Angaben machte er nicht. US-Medien hatten bereits vor rund einer Woche berichtet, dass die USA weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Region verlegen.
26. Juli, 16.06 Uhr: Katar lässt Schifffahrt wieder normal laufen
Der Schiffsverkehr im Golfstaat Katar läuft nach vorigen Warnungen wegen erneuter iranischer Angriffe wieder normal.
Fahrten für alle Arten von Schiffen seien ab heute wieder regulär möglich, teilte das katarische Transportministerium mit. Die Betreiber und Besatzungen von Schiffen sollten sich aber weiterhin an die Vorschriften halten, um ein höchstes Maß an Sicherheit zu garantieren.
Katar hatte nach erneuten iranischen Angriffen zuvor zu einer vorübergehenden Einstellung des Schiffsverkehrs geraten. Für alle Fahrten und andere "meeresbasierte Tätigkeiten" werde empfohlen, diese bis auf weiteres auszusetzen, teilte das Ministerium vor zwei Wochen mit.
26. Juli, 16.01 Uhr: Öltanker in der Straße von Hormus explodiert
In der Straße von Hormus soll nach Berichten iranischer Medien ein Öltanker auf eine Seemine aufgelaufen und explodiert sein.
Der Tanker sei von einer vorgeschriebenen Route abgewichen, berichteten die dem Militär und den Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagenturen Defapress und Tasnim. Der Tanker habe zuvor sein Radarsystem ausgeschaltet. Weitere Angaben wurden nicht gemacht.
Weder das für die Region zuständige US-Kommando Centcom noch die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt UKMTO haben den Zwischenfall bislang bestätigt.
26. Juli, 15.59 Uhr: Israel soll weitere Hamas-Mitglieder in Gaza getötet haben
Israels Armee hat trotz geltender Waffenruhe nach Angaben aus dem Gazastreifen erneut zwei Mitglieder der Terrororganisation Hamas getötet.
Dabei habe es sich um den Leiter einer Abteilung für innere Sicherheit der Hamas und einen weiteren für die Sicherheit des Gebiets zuständigen Funktionär gehandelt, teilte das von der Hamas kontrollierte Innenministerium in Gaza mit. Israels Armee wollte den Angriff auf Anfrage zunächst nicht bestätigen.
Palästinensischen Berichten zufolge wurde bei dem Luftschlag ein Fahrzeug im zentralen Abschnitt des Küstenstreifens getroffen. Laut Angaben der palästinensischen Hilfsorganisation Roter Halbmond wurden dabei sieben Menschen verletzt.
26. Juli, 13.08 Uhr: Iran droht USA mit Ausweitung des Konflikts
Irans Armeesprecher Amir Akraminia droht mit einer Ausweitung des Kriegsgebiets, falls die USA ihre Luftangriffe fortsetzen sollten. Unter Verweis auf Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Schiffe im Roten Meer sagte der Sprecher laut Nachrichtenagentur Mehr, entsprechende Warnungen hätten sich schon vor Ort bewahrheitet.
Das Kriegsgebiet reicht laut Akraminia bereits von Jordanien bis hin zu den Anrainerstaaten des Persischen Golfs. Sollte das US-Militär die Luftangriffe fortsetzen, werde das Gebiet noch weiter ausgedehnt. Das iranische Militär habe entsprechende Strategien vorbereitet.
Nach Angaben Sprechers ist das Militär auch auf andere Szenerien vorbereitet. Er nannte eine großangelegte Luftoperation sowie eine Bodenoffensive des US-Militärs.
26. Juli, 9.54 Uhr: Irans Revolutionsgarden stoppen Schiffe in der Straße von Hormus
Irans Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben sechs Handelsschiffe vor einer Durchfahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus gestoppt.
Die Garden erklärten laut der ihnen nahe stehenden Agentur Tasnim, sie setzten die Kontrolle über ein 240.000 Quadratkilometer großes Gebiet im Persischen Golf und der Straße von Hormus durch. Diese Fläche entspricht etwa zwei Dritteln des deutschen Staatsgebiets.
Kein Schiff könne passieren, ohne die iranischen Vorschriften einzuhalten, hieß es. Versuche des US-Militärs, den Kurs von Schiffen zu ändern, würden mit "einer entschlossenen Reaktion und Warnschüssen beantwortet". Als Folge seien die betroffenen Schiffe gezwungen, umzukehren.
Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai erklärte laut englischsprachigem Staatssender PressTV, es gebe keine Veränderung der Verkehrslage in der Straße von Hormus. Der Sprecher verwies auf bilaterale Gespräche mit Vertretern des Omans, dessen Territorialgewässer einen Teil der internationalen Schifffahrtsroute umfassen.
25. Juli, 22.24 Uhr: Iran verurteilt Angriff der Ukraine
Die iranische Regierung hat gegen einen mutmaßlichen ukrainischen Angriff auf ein Frachtschiff im Kaspischen Meer und den dadurch verursachten Tod eines Matrosen scharf protestiert. Nach Darstellung des Außenministeriums in Teheran soll ein weiterer Matrose bei dem Angriff am Samstag verletzt worden sein.
Die iranische Mitteilung verwies darauf, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenkyj (48) den Angriff ausdrücklich eingeräumt habe. Es handele sich um einen Akt der Aggression, der die Flammen des Krieges weiter anfachen und verbreiten könnte, und um einen Verstoß gegen das Völkerrecht, hieß es in der Mitteilung.
Selenskyj hatte am Vormittag tatsächlich verkündet, dass weitreichende Drohnen Schiffe im Kaspischen Meer getroffen hätten. Auf Facebook teilte er mit, darunter seien Schiffe gewesen, die militärische Güter geladen und Bezug zum Iran gehabt hätten. Weitere Details nannte er nicht.
25. Juli, 14.10 Uhr: Erstmals wieder ein UN-Generalsekretär zu Besuch in Syrien
Zum ersten Mal seit mehr als 15 Jahren ist wieder ein UN-Generalsekretär zu Besuch in Syrien.
Er sei zu einem "Solidaritätsbesuch" in Damaskus, schrieb António Guterres auf der Plattform X. Dort kommt er UN-Angaben zufolge noch im Laufe des Tages unter anderem mit Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa zusammen. Geplant sind darüber hinaus Treffen mit Vertretern der Zivilgesellschaft sowie mit Vertreterinnen von Frauenorganisationen.
25. Juli, 8.30 Uhr: USA sind laut Trump weiterhin mit Iran im Gespräch
Einen Tag darauf sagte Trump vor Journalisten im Weißen Haus, die USA führten derzeit weiter Gespräche mit dem Iran. Dabei ließ er offen, ob es sich um direkte Gesprächskanäle handelt oder über Vermittler kommuniziert wird. Man spreche mit unterschiedlichen Personen, sagte Trump bloß.
Nach Informationen des "Wall Street Journals" ist der US-Präsident in den vergangenen Tagen zunehmend skeptisch geworden, ob Verhandlungen mit dem Iran wirklich zu einem dauerhaften Frieden führen können. Die US-Zeitung zitierte einen ranghohen Regierungsbeamten, wonach Trump der Ansicht sei, dass der Iran nur militärische Gewalt verstehe. Der Präsident sehe außer der Fortsetzung der Luftangriffe kaum gute Optionen.
Die USA hatten gemeinsam mit Israel Ende Februar den Krieg begonnen, in dessen Verlauf erhebliche Spannungen zwischen den Verbündeten zutage traten. Am Dienstag wird Trump den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Weißen Haus empfangen.
25. Juli, 8.28 Uhr: Bislang keine politische Lösung in Sicht
Die Schiitenmiliz hatte 2014 schrittweise den Norden und weitere Landesteile des Jemens förmlich überrannt und das arme Land auf der Arabischen Halbinsel in einen Bürgerkrieg gestürzt.
Saudi-Arabien bekämpft die Miliz zusammen mit Jemens international anerkannter Regierung. Bemühungen um eine politische Lösung scheiterten bisher. Sollte es zu neuen schweren Kämpfen zwischen Saudi-Arabien und den Huthi kommen, könnte sich der Iran-Krieg auf das saudi-arabische Königreich ausweiten. Das wiederum würde womöglich auch dazu führen, dass Pakistan - das bisher als Vermittler im Iran-Krieg auftritt - ebenfalls in den Konflikt hineingezogen wird. Pakistan unterhält seit dem vergangenen Jahr ein Militärbündnis mit Saudi-Arabien.
25. Juli, 8.25 Uhr: Sorge vor Ausweitung des Iran-Kriegs
Die Huthi-Miliz kontrolliert im Jemen vor allem den Norden und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer. Von dort aus kann sie mit ihren Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen.
Es besteht daher die Sorge, dass die Huthi im Falle einer weiteren Eskalation im Iran-Krieg zwischen Washington und Teheran mit ihren Angriffen den Schiffsverkehr durch den Suezkanal zum Erliegen bringen könnten.
Die Miliz hatte Saudi-Arabien Anfang des Monats vorgeworfen, den Flughafen der Hauptstadt Sanaa angegriffen zu haben, um die Ankunft eines iranischen Flugzeugs zu verhindern. Saudi-Arabien erklärte, die Miliz habe später das Königreich attackiert.
25. Juli, 8.22 Uhr: Wieder Angriff auf Schiff im Roten Meer
Zuvor war bei dem Angriff im Roten Meer der Rumpf des unter saudi-arabischer Flagge fahrenden Schiffes "NCC Masa" leicht beschädigt worden, wie die staatliche saudi-arabische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle in der Verkehrsbehörde berichtete.
In der Nacht zum Donnerstag war bereits der saudi-arabische Öltanker "Encelia" angegriffen worden. Die schiitischen Huthi reklamierten zwei Angriffe auf Öltanker des sunnitischen Königreichs für sich.
Die Saudi-Koalition wirft der Miliz "maritimen Terrorismus" vor. Der Konflikt zwischen den Huthi und der Regionalmacht hatte sich zuletzt erneut zugespitzt. Die Huthi hatten am Montag eine "Blockade" für saudi-arabische Schiffe angekündigt - rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem benachbarten Königreich, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Zum erneuten Angriff auf ein Schiff äußerte sich die Miliz zunächst nicht.
25. Juli, 8.19 Uhr: Neue Front im Nahost-Konflikt
Die Eskalation markiert eine neue Front in dem Konflikt im Nahen Osten, der die Region seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran im Februar erfasst hat.
Zusätzlich zur Blockade der Straße von Hormus durch Teheran spitzt sich nun auch die Lage im Roten Meer zu. Als Reaktion auf den erneuten Beschuss eines unter saudi-arabischer Flagge fahrenden Schiffes im Roten Meer attackierte die Saudi-Koalition "legitime militärische Ziele" in der jemenitischen Provinz Hudaida, wie Koalitionssprecher Turki al-Maliki auf X schrieb. Huthi-nahe Medien meldeten Angriffe in der gleichnamigen Hafenstadt Hudaida.
Einrichtungen der staatlichen Telekommunikationsgesellschaft in Hudaida seien ebenso getroffen worden wie die Insel Kamaran. Andere Berichte sprachen auch von Angriffen auf den Hafen, was Al-Maliki verneinte. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur jedoch von mehreren Luftangriffen und Explosionen in der Umgebung des Hafens. Flammen und dichte Rauchwolken seien aufgestiegen, hieß es. Ein den Huthi nahestehender Fernsehsender bezeichnete die Angriffe als "saudi-arabische Aggression".