Nahost-Konflikt: Iran bittet um Treffen mit den USA in Doha

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Israel/Iran - Die jüngsten Angriffe zwischen den USA und dem Iran schüren die Sorge vor einem Wiederaufflammen des Kriegs. Beide wollen nach US-Angaben aber weiter reden.

Um die Straße von Hormus gibt es nach wie vor Streit.
Um die Straße von Hormus gibt es nach wie vor Streit.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

"Beide Seiten werden vorerst von weiteren Maßnahmen absehen", erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus informierten Kreisen in Washington.

Schiffe könnten frei verkehren, während die technischen Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens fortgesetzt werden sollen.

Sie seien für die kommenden Tage geplant, sagte ein ranghoher Beamter. Zudem seien die Kanäle zur Konfliktvermeidung eingerichtet und funktionsfähig.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

29. Juni, 15.01 Uhr: Iran bittet um Treffen mit den USA in Doha

Vertreter der USA und des Irans werden sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump (80) an diesem Dienstag in Katars Hauptstadt Doha treffen.

"Der Iran hat um ein Treffen gebeten", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Weitere Angaben etwa zum Ziel der Gespräche machte Trump nicht. 

Erst kurz zuvor hatte der Iran noch Berichte über einen möglichen weiteren aktuellen Verhandlungstermin mit den USA zurückgewiesen.

Eine Gesprächsrunde werde stattfinden, "sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde", sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna.

Donald Trump (80) bestätigte auf Truth Social, dass sich Vertreter der USA und des Irans am Dienstag treffen werden.
Donald Trump (80) bestätigte auf Truth Social, dass sich Vertreter der USA und des Irans am Dienstag treffen werden.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

29. Juni, 9.51 Uhr: Syrien: Israel greift Ziele im Süden an

Israels Armee hat in Syrien nach dortigen Angaben Ziele in der südlichen Provinz Daraa angegriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, Israels Armee sei mit mehreren Militärfahrzeugen in den Ort Abdin eingefahren.

Anwohner hätten Straßen blockiert und Steine geworfen. Die Aktivisten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichteten, nach der Konfrontation habe Israel das Gebiet mit Artillerie und Maschinengewehren beschossen, woraufhin mehrere Familien geflohen seien.

Die israelische Armee teilte am Sonntag mit, sie habe am Samstag "mehrere bewaffnete Terroristen" im südlichen Syrien getötet.

29. Juni, 7 Uhr: USA setzen trotz Eskalation auf Dialog mit Iran

Die USA und der Iran wollen ihre gegenseitigen Angriffe im Streit um die Straße von Hormus US-Angaben zufolge vorerst einstellen und weiter verhandeln.

"Beide Seiten werden vorerst von weiteren Maßnahmen absehen", erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus informierten Kreisen in Washington. Schiffe könnten frei verkehren, während die technischen Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens fortgesetzt werden sollen. Sie seien für die kommenden Tage geplant, sagte ein ranghoher Beamter. Zudem seien die Kanäle zur Konfliktvermeidung eingerichtet und funktionsfähig.

Nach Informationen des US-Portals "Axios" wollen sich beide Seiten diesen Dienstag in Katars Hauptstadt Doha treffen, um ihren Streit um die Straße von Hormus beizulegen. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht. US-Außenminister Marco Rubio hatte kürzlich technische Gespräche für diesen Montag oder Dienstag in Aussicht gestellt, die erneut in der Schweiz stattfinden sollten.

28. Juni, 20.22 Uhr: Irans Klerus drängt auf Abbruch der Gespräche mit den USA

Der einflussreiche iranische Klerus fordert nach den jüngsten amerikanischen Angriffen einen Abbruch der Verhandlungen mit den USA.

In einer Erklärung der theologischen Zentren in der Pilgerstadt Ghom wurden der Präsident, die Mitglieder des Sicherheitsrats sowie das Verhandlungsteam aufgefordert, bei einem erneuten Vertragsbruch die Gespräche mit den USA unverzüglich zu beenden.

Dies müsse sowohl aus gesetzlichen als auch aus religiösen Erwägungen geschehen, da ein Vertragsbruch eine Missachtung der im Rahmenabkommen festgelegten Bestimmungen darstelle, heißt es in der Erklärung, die über den Staatssender Irib verlesen wurde. 

28. Juni, 11.28 Uhr: Iran beansprucht alleinige Kontrolle über Straße von Hormus

Der Iran beansprucht die Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus aufs Neue allein für sich.

"Die Straße von Hormus wird innerhalb der kommenden 30 Tage wieder vollständig unter die Verwaltung des Iran gestellt", sagte Außenminister Abbas Araghtschi (63) bei einer Pressekonferenz in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Die Verantwortung für die Meerenge liege allein beim Iran, bekräftige Araghtschi.

"Jegliche Einmischung oder der Versuch, parallele Strukturen zu schaffen, würde die Lage weiter verkomplizieren, zusätzliche Spannungen erzeugen und die Wiedereröffnung dieser strategisch zentralen Wasserstraße verzögern.", sagte Araghtschi.

Die Straße von Hormus gehört zu den bedeutendsten Handelsrouten der Welt.
Die Straße von Hormus gehört zu den bedeutendsten Handelsrouten der Welt.  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

28. Juni, 10.25 Uhr: Israelische Luftwaffe tötet drei Hamas-Kämpfer

Bei Angriffen im Zentrum des Gazastreifens hat die israelische Luftwaffe am Samstag nach eigenen Angaben drei Mitglieder der islamistischen Hamas ausgeschaltet.

Bei einem der Todesopfer soll es sich um einen hochrangigen Kommandanten der Miliz-Polizei handeln, teilte die Luftwaffe am Sonntag mit.

Israels Luftwaffe hat am Samstag Angriffe in Gaza durchgeführt.
Israels Luftwaffe hat am Samstag Angriffe in Gaza durchgeführt.  © Belal Osama/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

28. Juni, 7.27 Uhr: Ziele in Kuwait und Bahrain angegriffen

Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben nach eigenen Angaben Ziele in den mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain angegriffen.

In den frühen Morgenstunden hätten die Marine und Luftwaffe der iranischen Eliteeinheit in einem gemeinsamen Raketen- und Drohneneinsatz acht wichtige Infrastrukturziele der US-Armee in den beiden Ländern zerstört, hieß es in einer Mitteilung, die über den IRGC-Kanal Sepah News auf Telegram verbreitet wurde. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen. Eine Reaktion der USA stand noch aus.

27. Juni 16.11 Uhr: Naim Kassim bezeichnet Abkommen zwischen Israel und Libanon als "Schande"

Hisbollah-Generalsekretär Naim Kassim hat das Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon als "Erniedrigung", "Schande" und "Verzicht auf die Souveränität" bezeichnet und dessen Aufhebung gefordert.

An die libanesische Regierung gerichtet, sagte Kassim einem Statement des Hisbollah-TV-Senders al-Manar zufolge, es sei an der Zeit von Fehlentscheidungen abzurücken. Diese würden den Libanon zugrunde richten.

Kassim kritisierte insbesondere, dass ein israelischer Rückzug aus dem Südlibanon an die Entwaffnung der Hisbollah geknüpft werde. Dies überschreite "rote Linien", ermögliche Israel Einfluss auf innere Angelegenheiten des Libanon und legitimiere eine fortgesetzte Besatzung.

Die Hisbollah werde ihren "Widerstand" gegen Israel fortsetzen, sagte Kassim. Man werde mit politischen und internationalen Mitteln auf einen vollständigen israelischen Rückzug drängen und "als Widerstand auf dem Schlachtfeld" aktiv bleiben, bis die Besatzung beendet sei.

Laut Naim Kassim (73) werde die Hisbollah ihren Widerstand gegen Israel fortsetzen.
Laut Naim Kassim (73) werde die Hisbollah ihren Widerstand gegen Israel fortsetzen.  © Bilal Hussein/AP/dpa

27. Juni, 13.10 Uhr: Tanker von Geschoss in Straße von Hormus getroffen

In der Straße von Hormus ist nach Angaben der britischen Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO ein Frachtschiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden.

Die Schiffsbrücke des Tankers sei beschädigt worden. Verletzte habe es nicht gegeben.

27. Juni, 13.07 Uhr: Bahrain meldet iranischen Drohnenangriff

Nach erneuten Angriffen zwischen den USA und dem Iran hat der Golfstaat Bahrain einen iranischen Drohnenangriff gemeldet.

Mehrere iranische Drohnen hätten am frühen Morgen angriffen, teilte das Außenministerium mit. Es handle sich um einen eklatanten Verstoß gegen die Souveränität Bahrains. Ein genauer Angriffsort wurde nicht genannt. Auch zu möglichen Verletzten oder Schäden wurden keine Angaben gemacht.

In Bahrain sind offenbar iranische Drohnen eingeschlagen. (Symbolbild)
In Bahrain sind offenbar iranische Drohnen eingeschlagen. (Symbolbild)  © Cindy Riechau/dpa

27. Juni, 11.01 Uhr: Irans Außenministerium verurteilt neue US-Angriffe

Das iranische Außenministerium hat die jüngsten US‑Luftangriffe auf mehrere Ziele an der Südküste des Landes scharf verurteilt.

Es handele sich um einen "offenkundigen Verstoß" gegen das Rahmenabkommen, schrieb das Ministerium in einer Mitteilung, die die Nachrichtenagentur Isna verbreitete. Der Iran werde seine Souveränität, Sicherheit und nationalen Interessen mit aller Kraft verteidigen.

Titelfoto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

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