Nahost-Konflikt: Iranische Medien melden erneut Explosionen im Süden

Israel/Iran - Während das US-Militär im eskalierenden Konflikt um die Straße von Hormus weiter Ziele im Iran bombardiert, hat der Iran in der Meerenge zwei Tanker mit Marschflugkörpern attackiert.

Eine schwimmende US-Kampfdrohne vom Typ "Corsair" steuert auf einen iranischen Marinestützpunkt zu. Kurz darauf fliegt alles in die Luft.  © Uncredited/U.S. Central Command/dpa

Bei der Attacke auf die Schiffe der mit den USA verbündeten Vereinigten Arabischen Emirate wurde nach Angaben des dortigen Verteidigungsministeriums ein indisches Besatzungsmitglied getötet, zudem habe es acht Verletzte gegeben.

Derweil meldeten iranische Medien in der Nacht mehrfache Explosionen an der Südküste der Islamischen Republik.

Neben Kampfflugzeugen und Flugdrohnen wurden demnach erstmals auch schwimmende Kampfdrohnen eingesetzt.

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14. Juli, 14.44 Uhr: US-Militär stoppt offenbar Abzug von Tankflugzeugen aus Israel

Angesichts der Eskalation im Iran-Konflikt setzen die USA nach Medienberichten ihren geplanten Abzug von Tankflugzeugen vom israelischen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv aus. Dies könnte laut Flughafenbehörde zur Stornierung von bis zu 50.000 Tickets während der Hauptreisezeit im Sommer führen, berichtete die Times of Israel.

Nach Angaben des Nachrichtenportals "ynet" belegen derzeit 33 US-Tankflugzeuge Standplätze auf dem wichtigsten israelischen Flughafen. Diese würden sonst von zivilen Flugzeugen genutzt.

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Tank- und Transportflugzeuge vom Typ Boeing KC-135 Stratotanker der US-Luftwaffe zur Luftbetankung stehen auf dem Rollfeld des Ben-Gurion-Flughafens.  © Gil Cohen-Magen/dpa

14. Juli, 14.35 Uhr: Israel und Libanon reden in Rom miteinander

In Rom haben neue direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon begonnen.

Die Unterhändler der zwei Nachbarländer kamen in der italienischen Hauptstadt auf dem Gelände der US-Botschaft zusammen. Beide Länder hatten sich Ende Juni unter Vermittlung der USA auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen ebnen soll. Die Gespräche in Rom sollen zwei Tage dauern.

14. Juli, 13.04 Uhr: Iranische Medien melden erneut Explosionen im Süden

Iranische Medien haben erneut Explosionen an der Südküste gemeldet.

Der staatliche Rundfunk berichtete über fünf Detonationen im Westen der Hafenstadt Bandar Abbas. Kurz darauf sei die Stadt Buschehr unter Beschuss geraten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Vier Ortsteile seien Ziel von Angriffen gewesen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der gleichnamigen Provinz.

Über Schäden oder Opfer gab es zunächst keine Details.

Iranische Medien haben erneut Explosionen an der Südküste gemeldet. (Archivbild)  © Razieh Poudat/ISNA via AP/dpa

14. Juli, 8.59 Uhr: Irans Revolutionsgarden appellieren an jordanisches Volk

Irans Die iranischen Revolutionsgarden haben Jordanien aufgefordert, die Zusammenarbeit mit dem US-Militär einzustellen.

In einer Mitteilung appellierte die im Iran mächtige Militärorganisation an das jordanische Volk. "Ihr wisst sehr gut, dass wir eurem Land nicht nur keinerlei Feindschaft entgegenbringen, sondern euch, das edle Volk Jordaniens, sehr schätzen", hieß es.

Eine entschlossene Forderung nach der Auflösung der US-Stützpunkte "wäre eine große Hilfe" für die "Wiederherstellung der Sicherheit in der Region", warnten die Revolutionsgarden jedoch. "Jordaniens Würde und Erfolg sind unser Wunsch."

14. Juli, 6.12 Uhr: Trump kündigt neue Seeblockade gegen iranische Häfen an

US-Präsident Donald Trump (80) hatte für Montagabend und heute weitere harte Angriffe auf den Iran sowie eine Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren.

Nach Militärangaben gilt die Blockade ab heute 22.00 Uhr deutscher Zeit. Die Ölpreise schossen daraufhin wieder nach oben.

In einem Radiointerview deutete Trump zudem an, dass die USA eine tief unter der Erde im Zentrum des Irans gelegene Einrichtung angreifen könnten, die auch als "Pickaxe Mountain" bekannt ist. Über ihren Zweck wird vor allem wegen der Nähe zur Atomanlage Natans schon länger spekuliert. Eine These lautet, dass der Iran dort eine geheime Anlage zur Anreicherung von Uran errichten wolle, das für den Bau von Atomwaffen verwendet werden könnte.

Pickaxe sei "ein mögliches Ziel" für einen "großen, fetten" Angriff sagte Trump. Wahrscheinlich werde es "relativ bald" passieren.

US-Präsident Donald Trump (80).  © Alex Brandon/AP photo/dpa

13. Juli, 21.32 Uhr: Trump kündigt Rede an die Nation an

US-Präsident Donald Trump (80) will sich mit einer Rede an seine Landsleute richten.

Freitagfrüh um 3 Uhr deutscher Zeit (Donnerstagabend 21 Uhr US-Ostküstenzeit) ist eine Rede an die Nation geplant, wie auf seinem Truth-Social-Account angekündigt wurde.

Eine Rede an die Nation hält ein Präsident dann, wenn er wichtige Ankündigungen machen will oder ein bedeutender Moment für die Amerikaner eingetreten ist. Ein Thema nannte Trump nicht.

Es ist damit unklar, ob er sich zum Iran-Krieg, der seit Monaten die Schlagzeilen in den USA beherrscht, äußern wird. In den vergangenen Tagen eskalierte der Konflikt wieder.

In wenigen Tagen möchte sich US-Präsident Donald Trump (80) mit einer Rede an seine Bürger wenden.  © Alex Brandon/AP/dpa

13. Juli, 21.29 Uhr: IMO pocht auf gebührenfreie Durchfahrt der Straße von Hormus

Die Weltschifffahrtsorganisation IMO pocht auf eine gebührenfreie Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus.

Gemäß internationalem Recht müsse die Passage weiterhin zoll- und gebührenfrei bleiben, teilte die UN-Sonderorganisation mit Sitz in London mit. Die IMO betonte, jede Vereinbarung zwischen den Anrainerstaaten der Region müsse die diskriminierungsfreie und ungehinderte Durchfahrtsrecht aller Schiffe sicherstellen.

13. Juli, 19.33 Uhr: EU-Außenbeauftragte erwägt Sondertreffen zu Israel-Sanktionen

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (49) sieht trotz der Ablehnung Deutschlands und anderer Staaten Chancen für eine Einschränkung des Handels mit Waren von israelischen Siedlern im Westjordanland.

Die größte Unterstützung unter den Mitgliedstaaten habe die Option gefunden, Maßnahmen gegen den Handel mit Produkten aus den israelischen Siedlungen zu ergreifen, sagte sie am Montagabend nach einem Außenministertreffen in Brüssel.

Man habe nun die Botschafter der Mitgliedstaaten beauftragt, die Arbeiten voranzubringen. Wahrscheinlich werde es zu dem Thema auch eine außerordentliche Sitzung der Außenminister geben.

Wie viele EU-Staaten sich für Handelseinschränkungen aussprachen und wie viele dagegen, sagte Kallas nicht.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (49) ist sich sicher, dass eine Einschränkung möglich ist.  © Michael Brandt/dpa

13. Juli, 16.40 Uhr: Trump kündigt Wiederaufnahme der Seeblockade gegen iranische Häfen an

Im Konflikt um die Straße von Hormus hat US-Präsident Donald Trump (80) die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren.

Allen anderen Ländern solle ein "fairer und offener" Zugang zur Meerenge möglich sein, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.

Der US-Präsident Donald Trump (80) kündigte nun eine Seeblockade an.  © Alex Brandon/AP photo/dpa

13. Juli, 14.55 Uhr: Iran meldet neue US-Angriffe im Südwesten

Der Iran hat neue Angriffe im Südwesten des Landes gemeldet.

In der Industriestadt Abadan an der Grenze zum Irak wurden dabei zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt, wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete.

Laut dem Vizegouverneur der betroffenen Provinz Chusestan ereigneten sich die Angriffe kurz nach Mittag (Ortszeit). Die Behörden machten die USA für die Luftangriffe verantwortlich.

Eigentlich hatte das US-Militär seine jüngste Angriffswelle am frühen Montagmorgen für beendet erklärt.

Im Iran kam es vor wenigen Stunden zu erneuten Angriffen.  © Razieh Poudat/ISNA via AP/dpa

12. Juli, 18.53 Uhr: Iran meldet erneut Explosionen an der Südküste

Der Iran hat nach den US-Angriffen in der vergangenen Nacht erneut Explosionen an der Südküste gemeldet.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Sonntagabend über Detonationen in der Hafenstadt Bandar Abbas und unweit der Insel Gheschm im Persischen Golf. Details zur Ursache der Explosionen gab es zunächst nicht.

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