Nahost-Konflikt: Iranische Revolutionsgarden greifen Stellung im Irak an

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Nahost - Israels Armee wird nach eigenen Angaben während der Parlamentswahl am Dienstag einen Lockdown über das besetzte Westjordanland verhängen.

An Israels Wahltag wird es Zugangssperren für Palästinenser aus dem Westjordanland geben.
An Israels Wahltag wird es Zugangssperren für Palästinenser aus dem Westjordanland geben.  © Mahmoud Illean/AP/dpa

Wie die Armee weiter mitteilte, werde palästinensischen Arbeitern bereits heute und Montag der Zugang zu israelischen Siedlungen im Westjordanland und Jordantal verwehrt. Ausnahme seien Industriezonen und eine "begrenzte Zahl" genehmigter Bereiche. 

Hintergrund ist Israels andauernder Militäreinsatz im Westjordanland, nachdem es am Freitag einen tödlichen Angriff bewaffneter Palästinenser nahe der Stadt Hebron gegeben hatte.

Dabei waren nach Armeeangaben zwei Soldaten getötet und drei weitere verletzt worden. Die zwei mutmaßlich palästinensischen Täter aus Hebron wurden demnach getötet. 

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24 -Newsticker.

25. Oktober, 9.06 Uhr: Iranische Revolutionsgarden greifen Stellung im Irak an

Die iranischen Revolutionsgarden haben einem Bericht zufolge kurdische Stellungen im Nachbarland Irak attackiert.

Der Angriff mit Kampfdrohnen sei auf ein Hauptquartier der Komala-Partei in der teilautonomen Region Kurdistan im Nordirak erfolgt, berichtete die regierungsnahe iranische Nachrichtenagentur Mehr. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor.

Irans Staatsführung stuft viele kurdische Gruppen im Irak als "Terrorgruppen" ein. Die Revolutionsgarden haben in den vergangenen Jahren immer wieder kurdische Ziele im Irak angegriffen. Seit Beginn des Kriegs der USA und Israels haben die Spannungen an der Grenze zugenommen.

Irans Staatsführung stuft viele kurdische Gruppen im Nachbarland Irak als "Terrorgruppen" ein. Nun erfolgte ein neuer Angriff. (Archivfoto)
Irans Staatsführung stuft viele kurdische Gruppen im Nachbarland Irak als "Terrorgruppen" ein. Nun erfolgte ein neuer Angriff. (Archivfoto)  © Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa

25. Oktober, 7.10 Uhr: Huthis melden Angriffe auf saudische Flughäfen und Ölanlagen

Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben mehrere Angriffe auf das benachbarte Saudi-Arabien gestartet.

Die Angriffe seien mit ballistischen Raketen und Drohnen durchgeführt worden - sie hätten ihre Ziele getroffen, teilte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari mit. Die jüngsten Angriffe der Huthi-Rebellen seien eine Vergeltungsmaßnahme für saudische Angriffe auf den Jemen.

Zu den Zielen gehörten demnach der König-Khalid-Flughafen in der saudischen Hauptstadt Riad, eine Anlage des staatlichen Ölgiganten Aramco in der Hafenstadt Janbu sowie eine Ölraffinerie in Rabigh im Westen Saudi-Arabiens. 

Angriffe habe es auch auf Rohölpumpstationen und die wichtige saudische Ost-West-Rohölpipeline sowie den König-Fahd-Flughafen in der östlichen Stadt Dammam gegeben. Nach Angaben des Huthi-Sprechers wurden zudem der Flughafen von Nadschran und ein Luftwaffenstützpunkt in der Großstadt Chamis Muschait angegriffen, die sich im Südwesten Saudi-Arabiens befinden.

Ölanlagen, Flughäfen und eine wichtige Pipeline: Die Huthis zählen zahlreiche Ziele in Saudi-Arabien auf. (Archivfoto)
Ölanlagen, Flughäfen und eine wichtige Pipeline: Die Huthis zählen zahlreiche Ziele in Saudi-Arabien auf. (Archivfoto)  © Uncredited/Ansar Allah Media Office via AP/dpa

24. Oktober, 22.11 Uhr: Demonstration gegen Netanjahu in Tel Aviv drei Tage vor Parlamentswahl

Drei Tage vor der Parlamentswahl in Israel haben in Tel Aviv tausende Menschen gegen Regierungschef Benjamin Netanjahu demonstriert.

Die Menschen folgten am Samstag einem Aufruf der Organisation Oktober-Rat, einer Gruppe von Angehörigen von Todesopfern und Geiseln des Hamas-Angriffs auf Israel vom 7. Oktober 2023. Die Gruppe wirft der Netanjahu-Regierung vor, den Angriff der Islamisten nicht verhindert zu haben.

"Wer auch immer uns in den vergangenen vier Jahren regiert hat, hat einen furchtbaren Job gemacht", sagte eine Demonstrantin mit Blick auf den Amtsantritt der jetzigen Netanjahu-Regierung. "Israel hat sich noch nie in so einer Situation befunden wie jetzt."

Bei der Kundgebung in Tel Aviv wurden auch Oppositionspolitiker wie Gadi Eisenkot erwartet, der Netanjahu bei der Wahl am kommenden Dienstag herausfordert.

Eine schwangere Frau schließt sich auf dem Geiselplatz in Tel Aviv anderen Teilnehmern einer regierungskritischen Demonstration an.
Eine schwangere Frau schließt sich auf dem Geiselplatz in Tel Aviv anderen Teilnehmern einer regierungskritischen Demonstration an.  © JACK GUEZ / AFP

24. Oktober, 14.24 Uhr: Huthi-Rebellen melden mehrere Tote in Sanaa

Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen haben nach einem Luftangriff mehrere Tote gemeldet.

Im Westen der jemenitischen Metropole Sanaa seien vier Menschen ums Leben gekommen und mehrere verwundet worden, berichtete der Fernsehsender Al-Masirah, der von der Miliz betrieben wird. Die Huthi machten Saudi-Arabien für den Angriff verantwortlich.

Augenzeugen berichteten auch von Luftangriffen westlich von Sanaa. Dort seien Rauchwolken zu sehen gewesen, hieß es. In der Hafenstadt Mokka seien rund 20 Luftangriffe erfolgt, berichtete der Huthi-Sender Al-Masirah. Von saudischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für die Angriffe.

Nach einem Luftangriff im Westen von Sanaa melden die Huthi-Rebellen Tote und Verletzte.
Nach einem Luftangriff im Westen von Sanaa melden die Huthi-Rebellen Tote und Verletzte.  © Marzouq Al Jabri/AP/dpa

24. Oktober, 14.22 Uhr: Palästinenser fordern Hilfe nach israelischem Armeeeinsatz

Die palästinensische Autonomiebehörde ruft die internationale Gemeinschaft auf, wegen des Vorgehens israelischer Sicherheitskräfte im besetzten Westjordanland einzugreifen.

Nach Angaben der Autonomiebehörde stellen die Maßnahmen im Raum Hebron - darunter die Vertreibung von Anwohnern, der Abriss von Häusern und Gebäuden sowie die Abriegelung von Städten - eine Kollektivstrafe dar. Diese Eskalation werde niemandem Sicherheit oder Frieden bringen, sondern nur weitere Spannungen schüren, hieß es.

24. Oktober, 14.20 Uhr: Netanjahu erwägt Kryptowährungen gegen mögliche Sanktionen

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bereitet nach eigenen Angaben das Land auf mögliche internationale Bankensanktionen vor und zieht dafür den Einsatz von Kryptowährungen in Betracht.

Netanjahu sagte am Freitag dem israelischen Sender Channel 10, er habe einen entsprechenden Plan in Auftrag gegeben. Israel müsse sich auf ein Wirtschaftssystem vorbereiten, in dem Finanztransaktionen am klassischen Bankensystem vorbeigeleitet würden. Als eine Option nannte er die Blockchain-Technologie. 

Israel gerät nach Angaben westlicher Regierungen vor allem wegen seiner Besatzungs- und Siedlungspolitik im Westjordanland sowie dem Vorgehen im Gazastreifen unter Druck.

Mehrere Staaten verhängten Sanktionen gegen israelische Siedler, Organisationen und einzelne Regierungsmitglieder. Außerdem beschlossen sie Maßnahmen gegen den Handel mit israelischen Siedlungen. Vollständige Beschränkungen gegen das israelische Bankensystem wurden bislang allerdings nicht verhängt.

Aus Sorge vor weltweiten Bankensanktionen sucht Israel laut Ministerpräsident Netanjahu nach Alternativen.
Aus Sorge vor weltweiten Bankensanktionen sucht Israel laut Ministerpräsident Netanjahu nach Alternativen.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

24. Oktober, 7.37 Uhr: Iran nimmt US-Diplomaten in Nahost ins Visier

Der Iran soll laut einem US-Medienbericht amerikanische Diplomaten und Beamte im Nahen Osten verstärkt ins Visier genommen haben. Das berichtet das US-Portal "Axios" unter Berufung auf US-Geheimdienst-Einschätzungen.

Darunter gebe es tödliche Anschlagspläne im fortgeschrittenen Stadium. "Axios" verweist auf ein Nachrichtendienst-Memo von Freitag, das an US-Außenminister Marco Rubio geschickt worden sei.

Dem Medienbericht zufolge sind die Geheimdiensterkenntnisse ein Grund dafür, dass das Außenministerium angesichts wachsender Befürchtungen vor einem umfassenderen regionalen Konflikt Personal an US-Botschaften im Nahen Osten reduziere. "Axios" beruft sich auf Angaben von US-Regierungsbeamten.

Die USA reduzieren ihr Botschaftspersonal im Nahen Osten.
Die USA reduzieren ihr Botschaftspersonal im Nahen Osten.  © Hadi Mizban/AP/dpa

23. Oktober, 20.51 Uhr: Wadephul mahnt Israel zur Einhaltung des Völkerrechts

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) mahnt Israel mit Blick auf die angekündigte Abriegelung des Westjordanlands zur Einhaltung des Völkerrechts.

"Natürlich ist die Sicherheit Israels vor dem Terror der Hamas von entscheidender Bedeutung", sagte der CDU-Politiker in Istanbul. 

"Gleichzeitig verfolgen wir die Zuspitzung der Lage im Westjordanland in den vergangenen Monaten schon mit tiefer Besorgnis", so Wadephul. Israel sei völkerrechtlich verpflichtet, auch die Rechte der Palästinenser zu wahren und zu schützen. "Diesen Verpflichtungen muss konsequent nachgekommen werden."

Bundesaußenminister Johann Wadephul (63, CDU) mahnt Israel zur Einhaltung des Völkerrechts.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (63, CDU) mahnt Israel zur Einhaltung des Völkerrechts.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

23. Oktober, 18.20 Uhr: Acht Staaten wollen sich für freie Schifffahrt einsetzen

Eine Gruppe von Deutschland und sieben weiteren Staaten will sich nach den Worten von Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) gemeinsam für Lösungen im Iran-Konflikt und für freie Schifffahrt im Schwarzen Meer einsetzen.

"Wir sprechen hier mit einer Stimme, wenn wir sagen: Genug ist genug", sagte der CDU-Politiker am Rande eines Treffens in Istanbul. 

Neben Wadephul sowie dem türkischen Außenminister Hakan Fidan (58) als Gastgeber kamen in Istanbul Außenminister aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Ägypten, Pakistan und Saudi-Arabien zusammen. Man habe sich entschlossen, alle diplomatischen Möglichkeiten zu nutzen und mit allen zu reden, die direkt oder indirekt betroffen seien, sagte Wadephul.

Am Freitag fand ein Außenministertreffen in Istanbul statt.
Am Freitag fand ein Außenministertreffen in Istanbul statt.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

23. Oktober, 16.14 Uhr: Lufthansa-Airlines fliegen vorerst doch nicht nach Dubai

Unmittelbar vor der geplanten Wiederaufnahme ihrer Flüge nach Dubai hat die Lufthansa-Gruppe das Ziel in den Arabischen Emiraten doch wieder vom Flugplan gestrichen.

Als Grund wurde die "aktuelle Lage und der Lageausblick im Nahen Osten" genannt. 

Eigentlich war geplant, dass die Gruppen-Airlines Swiss und Lufthansa mit dem Wechsel zum Winterflugplan am 25. Oktober das Ziel wieder anfliegen. Eurowings sollte am 1. November folgen. 

Titelfoto: Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa

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