Nahost-Konflikt: Irans Klerus drängt auf Abbruch der Gespräche mit den USA

Israel/Iran - Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nehmen weiter zu. In der Nacht verübten US-Streitkräfte nach eigenen Angaben erneut einen Vergeltungsschlag.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nehmen weiter zu.  © Uncredited/US Central Command/dpa

Mehrere Ziele – darunter Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur – seien angegriffen worden, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Grund sei ein Angriff des Irans auf einen Frachter gewesen.

Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) reagierten prompt. Eigenen Angaben zufolge griff die iranische Eliteeinheit Ziele in den mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain an.

In den frühen Morgenstunden hätten die Marine und Luftwaffe demnach in einem gemeinsamen Raketen- und Drohneneinsatz acht wichtige Infrastrukturziele der US-Armee in den beiden Ländern zerstört, teilten die Revolutionsgarden über ihren Kanal Sepah News mit.

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Es handle sich um Ziele auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al-Salem in Kuwait und der 5. US-Marineflotte in Mina Salman, Bahrain. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen. Eine Reaktion der USA stand noch aus. Die kuwaitische Armee hatte in der Nacht auf der Plattform X mitgeteilt, die Luftabwehr wehre feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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28. Juni, 20.22 Uhr: Irans Klerus drängt auf Abbruch der Gespräche mit den USA

Der einflussreiche iranische Klerus fordert nach den jüngsten amerikanischen Angriffen einen Abbruch der Verhandlungen mit den USA.

In einer Erklärung der theologischen Zentren in der Pilgerstadt Ghom wurden der Präsident, die Mitglieder des Sicherheitsrats sowie das Verhandlungsteam aufgefordert, bei einem erneuten Vertragsbruch die Gespräche mit den USA unverzüglich zu beenden.

Dies müsse sowohl aus gesetzlichen als auch aus religiösen Erwägungen geschehen, da ein Vertragsbruch eine Missachtung der im Rahmenabkommen festgelegten Bestimmungen darstelle, heißt es in der Erklärung, die über den Staatssender Irib verlesen wurde. 

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28. Juni, 11.28 Uhr: Iran beansprucht alleinige Kontrolle über Straße von Hormus

Der Iran beansprucht die Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus aufs Neue allein für sich.

"Die Straße von Hormus wird innerhalb der kommenden 30 Tage wieder vollständig unter die Verwaltung des Iran gestellt", sagte Außenminister Abbas Araghtschi (63) bei einer Pressekonferenz in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Die Verantwortung für die Meerenge liege allein beim Iran, bekräftige Araghtschi.

"Jegliche Einmischung oder der Versuch, parallele Strukturen zu schaffen, würde die Lage weiter verkomplizieren, zusätzliche Spannungen erzeugen und die Wiedereröffnung dieser strategisch zentralen Wasserstraße verzögern.", sagte Araghtschi.

Die Straße von Hormus gehört zu den bedeutendsten Handelsrouten der Welt.  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

28. Juni, 10.25 Uhr: Israelische Luftwaffe tötet drei Hamas-Kämpfer

Bei Angriffen im Zentrum des Gazastreifens hat die israelische Luftwaffe am Samstag nach eigenen Angaben drei Mitglieder der islamistischen Hamas ausgeschaltet.

Bei einem der Todesopfer soll es sich um einen hochrangigen Kommandanten der Miliz-Polizei handeln, teilte die Luftwaffe am Sonntag mit.

Israels Luftwaffe hat am Samstag Angriffe in Gaza durchgeführt.  © Belal Osama/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

28. Juni, 7.27 Uhr: Ziele in Kuwait und Bahrain angegriffen

Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben nach eigenen Angaben Ziele in den mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain angegriffen.

In den frühen Morgenstunden hätten die Marine und Luftwaffe der iranischen Eliteeinheit in einem gemeinsamen Raketen- und Drohneneinsatz acht wichtige Infrastrukturziele der US-Armee in den beiden Ländern zerstört, hieß es in einer Mitteilung, die über den IRGC-Kanal Sepah News auf Telegram verbreitet wurde. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen. Eine Reaktion der USA stand noch aus.

27. Juni 16.11 Uhr: Naim Kassim bezeichnet Abkommen zwischen Israel und Libanon als "Schande"

Hisbollah-Generalsekretär Naim Kassim hat das Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon als "Erniedrigung", "Schande" und "Verzicht auf die Souveränität" bezeichnet und dessen Aufhebung gefordert.

An die libanesische Regierung gerichtet, sagte Kassim einem Statement des Hisbollah-TV-Senders al-Manar zufolge, es sei an der Zeit von Fehlentscheidungen abzurücken. Diese würden den Libanon zugrunde richten.

Kassim kritisierte insbesondere, dass ein israelischer Rückzug aus dem Südlibanon an die Entwaffnung der Hisbollah geknüpft werde. Dies überschreite "rote Linien", ermögliche Israel Einfluss auf innere Angelegenheiten des Libanon und legitimiere eine fortgesetzte Besatzung.

Die Hisbollah werde ihren "Widerstand" gegen Israel fortsetzen, sagte Kassim. Man werde mit politischen und internationalen Mitteln auf einen vollständigen israelischen Rückzug drängen und "als Widerstand auf dem Schlachtfeld" aktiv bleiben, bis die Besatzung beendet sei.

Laut Naim Kassim (73) werde die Hisbollah ihren Widerstand gegen Israel fortsetzen.  © Bilal Hussein/AP/dpa

27. Juni, 13.10 Uhr: Tanker von Geschoss in Straße von Hormus getroffen

In der Straße von Hormus ist nach Angaben der britischen Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO ein Frachtschiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden.

Die Schiffsbrücke des Tankers sei beschädigt worden. Verletzte habe es nicht gegeben.

27. Juni, 13.07 Uhr: Bahrain meldet iranischen Drohnenangriff

Nach erneuten Angriffen zwischen den USA und dem Iran hat der Golfstaat Bahrain einen iranischen Drohnenangriff gemeldet.

Mehrere iranische Drohnen hätten am frühen Morgen angriffen, teilte das Außenministerium mit. Es handle sich um einen eklatanten Verstoß gegen die Souveränität Bahrains. Ein genauer Angriffsort wurde nicht genannt. Auch zu möglichen Verletzten oder Schäden wurden keine Angaben gemacht.

In Bahrain sind offenbar iranische Drohnen eingeschlagen. (Symbolbild)  © Cindy Riechau/dpa

27. Juni, 11.01 Uhr: Irans Außenministerium verurteilt neue US-Angriffe

Das iranische Außenministerium hat die jüngsten US‑Luftangriffe auf mehrere Ziele an der Südküste des Landes scharf verurteilt.

Es handele sich um einen "offenkundigen Verstoß" gegen das Rahmenabkommen, schrieb das Ministerium in einer Mitteilung, die die Nachrichtenagentur Isna verbreitete. Der Iran werde seine Souveränität, Sicherheit und nationalen Interessen mit aller Kraft verteidigen.

27. Juni, 7.12 Uhr: Neue US-Angriffe trotz Waffenruhe

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben trotz vereinbarter Waffenruhe Angriffe gegen den Iran durchgeführt.

Dies sei eine Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag, die die USA dem Iran zuschreiben, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) mit.

26. Juni, 21.39 Uhr: Netanjahu zu Rahmenabkommen - Schwerer Schlag für den Iran

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) lobt das Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon und sieht darin eine schwere Niederlage für den Iran.

"Das Wichtigste ist, dass Israel eindeutig an der Sicherheitszone im Südlibanon festhält", sagte er in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. "Das ist ein großer Erfolg, und wir werden ihn bewahren, solange die Hisbollah nicht entwaffnet ist und solange eine Gefahr für den Staat Israel besteht."

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) gibt an, mit dem Rahmenabkommen zufrieden zu sein.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/AP/dpa

26. Juni, 21.13 Uhr: Hisbollah lehnt Rahmenabkommen von Israel und Libanon ab

Die proiranische Hisbollah-Miliz fühlt sich nicht an das vom Libanon und Israel geschlossene Rahmenabkommen gebunden.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) solle sich nicht darüber freuen, da es der libanesischen Regierung an verfassungsmäßiger Legitimität und Autorität mangele, um dessen Bedingungen durchzusetzen, sagte Hassan Fadlallah, ein Mitglied der Hisbollah-Fraktion im libanesischen Parlament, dem libanesischen Nachrichtenportal Al Mayadeen. Das Abkommen könne nur durch einen von den USA unterstützten Bürgerkrieg durchgesetzt werden.

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