Nahost-Konflikt: Israel bereitet Abriegelung des Westjordanlandes vor

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Nahost - Nach einem Angriff im Westjordanland mit mehreren Verletzten und kurz vor der Parlamentswahl in Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (77) eine Abriegelung des Palästinensergebiets in Aussicht gestellt

Kurz vor der Wahl in Israel sollen zwei Palästinenser nahe Hebron fünf Menschen bei einem Angriff verletzt haben. Israels Ministerpräsident Netanjahu kündigt Maßnahmen an.
Kurz vor der Wahl in Israel sollen zwei Palästinenser nahe Hebron fünf Menschen bei einem Angriff verletzt haben. Israels Ministerpräsident Netanjahu kündigt Maßnahmen an.  © Mahmoud Illean/AP/dpa

Netanjahu habe Israels Sicherheitskräfte angewiesen, sich auf die Abriegelung des gesamten Westjordanlands vorzubereiten, hieß es in einer Mitteilung seines Büros.

Gemeint ist, dass alle Übergänge zu dem Palästinensergebiet geschlossen werden.

Nach einer Lagebesprechung unter anderem mit Verteidigungsminister Israel Katz und Generalstabschef Ejal Zamir habe Netanjahu bereits die Abriegelung der Stadt Hebron angewiesen, hieß es weiter.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24 -Newsticker.

23. Oktober, 11.26 Uhr: Israel bereitet Abriegelung des Westjordanlandes vor

Nach einem Angriff im Westjordanland mit mehreren Verletzten und kurz vor der Parlamentswahl in Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (77) eine Abriegelung des Palästinensergebiets in Aussicht gestellt

Netanjahu habe Israels Sicherheitskräfte angewiesen, sich auf die Abriegelung des gesamten Westjordanlands vorzubereiten, hieß es in einer Mitteilung seines Büros. Gemeint ist, dass alle Übergänge zu dem Palästinensergebiet geschlossen werden.

Nach einer Lagebesprechung unter anderem mit Verteidigungsminister Israel Katz und Generalstabschef Ejal Zamir habe Netanjahu bereits die Abriegelung der Stadt Hebron angewiesen, hieß es weiter.

Nach einem Angriff mit mehreren Verletzten droht Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (77) kurz vor der Parlamentswahl mit einer Abriegelung des Westjordanlands. (Archivbild)
Nach einem Angriff mit mehreren Verletzten droht Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (77) kurz vor der Parlamentswahl mit einer Abriegelung des Westjordanlands. (Archivbild)  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

23. Oktober, 11.28 Uhr: Angriff bei Hebron mit mehreren Verletzten

Am Morgen war es zu einem Angriff mit Schusswaffen in der Nähe von Hebron im Westjordanland gekommen.

Dabei wurden israelischen Angaben zufolge mehrere Israelis teils lebensgefährlich verletzt, die zwei mutmaßlich palästinensischen Täter wurden getötet. 

Die Sicherheitskräfte hätten dadurch einen "schweren Anschlag" verhindert, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros weiter. Israels Einsatzkräfte führen demnach "umfangreiche Verhaftungswellen" durch. "Wir werden die Hamas-Terroristen und ihre Auftraggeber überall und jederzeit verfolgen." Ob die beiden mutmaßlichen Täter Mitglieder der Hamas waren, war zunächst unklar.

Kurz vor der Wahl in Israel sollen zwei Palästinenser nahe Hebron fünf Menschen bei einem Angriff verletzt haben.
Kurz vor der Wahl in Israel sollen zwei Palästinenser nahe Hebron fünf Menschen bei einem Angriff verletzt haben.  © Mahmoud Illean/AP/dpa

22. Oktober, 20.08 Uhr: Mindestens 1500 Tote bei neuen Kämpfen im Jemen

Bei der neuen Gewalt im Jemen sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit August mindestens 1500 Menschen getötet worden.

Mehr als 6900 weitere Menschen seien im selben Zeitraum verletzt worden, teilte die WHO mit. Die UN-Organisation bekommt allerdings keine Opferzahlen aus Gebieten, die von den Huthi-Rebellen kontrolliert werden. Die Zahl der Toten und Verletzten seit der neuen Eskalation vor einigen Monaten dürfte deshalb noch deutlich höher liegen.

Die Gewalt im Jemen kostete seit August mindestens 1500 Menschen das Leben. (Archivfoto)
Die Gewalt im Jemen kostete seit August mindestens 1500 Menschen das Leben. (Archivfoto)  © Osamah Abdulrahman/AP/dpa

22. Oktober, 15.56 Uhr: Huthi melden Angriff auf Verteidigungsministerium in Riad

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben das saudische Verteidigungsministerium in Riad angegriffen.

Das Ministerium sei direkt getroffen worden, teilte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari mit. Die Rebellen hätten mit Raketen und Drohnen auch die Flughäfen im östlichen Dammam sowie in Abha im Süden angegriffen und Einrichtungen des Ölkonzerns Saudi Aramco in der Hafenstadt Janbu am Roten Meer. 

Eine Bestätigung von saudischer Seite für den Angriff auf das Verteidigungsministerium gab es zunächst nicht.

Nahezu täglich beschießt die Huthi-Miliz Ziele in Saudi-Arabien, darunter Flughäfen und Ölanlagen. Nun meldet sie einen weiteren Angriff im Zentrum von Riad.
Nahezu täglich beschießt die Huthi-Miliz Ziele in Saudi-Arabien, darunter Flughäfen und Ölanlagen. Nun meldet sie einen weiteren Angriff im Zentrum von Riad.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

22. Oktober, 13.18 Uhr: Israelischer Experte warnt vor erneutem Iran-Krieg

Angesichts zunehmend kämpferischer Töne hat der israelische Politikexperte Danny Citrinowicz vor einem erneuten Krieg mit dem Iran gewarnt.

Weder die USA noch Israel hätten offenbar die richtigen Lehren aus den bisherigen Kriegsrunden gezogen, schrieb er auf X. Dies sei überraschend und beunruhigend.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Mittwoch den Sturz der iranischen Führung als ausdrückliches Ziel der israelischen Sicherheitskräfte genannt. Nur so lasse sich die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm ein für alle Mal beseitigen, sagte er.

22. Oktober, 12.59 Uhr: Hamas drohte Israel mit Angriff wie am 7. Oktober

Die islamistische Terrororganisation Hamas soll Israel mit ungewöhnlich scharfen Worten vor einem weiteren Angriff wie dem vom 7. Oktober 2023 gewarnt haben.

Die für Palästinenserangelegenheiten zuständige israelische Behörde Cogat bestätigte einen Bericht des Nachrichtenportals "ynet", wonach die Drohung bei einem Treffen des UN-Nahostgesandten Ramiz Alakbarov mit einem Cogat-Vertreter am Mittwoch übermittelt worden sei. Alakbarov habe in der vergangenen Woche Gespräche mit führenden Hamas-Mitgliedern geführt. Die Darstellung lässt sich nicht unabhängig überprüfen.

Hintergrund der Drohung sei unter anderem das Vorgehen der israelischen Armee, die auch ein Jahr nach Verkündung einer Waffenruhe im Gaza-Krieg weiterhin mehr als die Hälfte des Gazastreifens besetzt hält und gezielt gegen mutmaßliche Hamas-Mitglieder vorgeht, berichtete das Portal.

Am 7. Oktober 2023 verübte die Hamas einen großangelegten Terrorangriff auf Israel. (Archivbild)
Am 7. Oktober 2023 verübte die Hamas einen großangelegten Terrorangriff auf Israel. (Archivbild)  © Ilia Yefimovich/dpa

22. Oktober, 6.17 Uhr: Zwei Tote in Saudi-Arabien nach Abwehr von Huthi-Drohne bei Ölfeld

Zwei Menschen sind in Saudi-Arabien durch Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne der Huthi-Miliz getötet worden.

Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete die staatliche saudisch-arabische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf das Energieministerium. Die Luftabwehr habe die Drohne, die auf das Ölfeld Schaiba des staatlichen Konzerns Aramco gezielt habe, abgeschossen. Die Todesopfer sind demnach philippinischer und nepalesische Staatsangehörige. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

22. Oktober, 6.05 Uhr: Toter bei Angriff auf saudischen Flughafen Dammam

Bei einem Angriff auf den Flughafen im saudi-arabischen Dammam ist ein Mensch getötet worden.

Wie die Luftfahrtbehörde auf der Plattform X mitteilte, wurden bei der Attacke am Mittwochabend acht weitere Menschen verletzt. Zudem sei Sachschaden entstanden, dessen Ausmaß noch ermittelt werde. Der Flughafen der Stadt am Persischen Golf war in diesem Monat schon einmal Ziel eines Angriffs der jemenitischen Huthi-Miliz gewesen. Auch dabei war es zu Sachschäden gekommen. 

Die Huthi-Miliz aus dem Jemen greift weiter Ziele in Saudi-Arabien an. Neben einem Ölfeld wird auch der Flughafen Dammam erneut Ziel der vom Iranunterstützten Rebellen. Wieder gibt es Opfer. (Archivbild)
Die Huthi-Miliz aus dem Jemen greift weiter Ziele in Saudi-Arabien an. Neben einem Ölfeld wird auch der Flughafen Dammam erneut Ziel der vom Iranunterstützten Rebellen. Wieder gibt es Opfer. (Archivbild)  © Bernd von Jutrczenka/dpa

21. Oktober, 17.32 Uhr: Macron reist überraschend auch nach Riad

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist während seiner Nahost-Reise überraschend auch in die saudische Hauptstadt Riad gereist. Der saudische Kronprinz und de-facto Herrscher Mohammed bin Salman habe den französischen Staatspräsidenten empfangen, teilte die staatliche Nachrichtenagentur SPA mit. 

Frankreich habe dabei mit Saudi-Arabien eine Verlängerung zusätzlicher Diesel-Lieferungen vereinbart, hieß es aus dem Élysée-Palast. Die zusätzlichen Mengen sollten so lange geliefert werden wie nötig. Weitere Details wurden nicht genannt.

Zudem wolle Frankreich seine Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien zum Schutz kritischer Energieinfrastruktur ausbauen. Beide Länder wollten außerdem Infrastrukturprojekte vorantreiben, um ihre Abhängigkeit von der Straße von Hormus zu verringern, hieß es weiter.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat den französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Riad empfangen.
Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat den französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Riad empfangen.  © SPA via AP/dpa

21. Oktober, 17.30 Uhr: Netanjahu nennt Sturz der iranischen Führung als Ziel

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Sturz der iranischen Führung als ausdrückliches Ziel der israelischen Sicherheitskräfte genannt.

Nur so lasse sich die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm ein für alle Mal beseitigen, sagte Netanjahu bei einer Abschlusszeremonie für Offiziere. 

"Das Regime im Iran hat seine Lektion noch immer nicht gelernt", sagte Netanjahu. Der oberste Führer des Irans, Modschtaba Chamenei, habe beschlossen, "in die Fußstapfen seines Vaters zu treten". Chamenei habe "die Sicherung gelöst" und der Iran versuche "erneut, die Todesbomben zu entwickeln", sagte Netanjahu. Ein Sturz der iranischen Führung sei daher der einzige Weg.

Titelfoto: Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

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