Nahost-Konflikt: Israelische Soldaten dringen in Dorf unter Kontrolle der Armee ein

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Teheran - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Raketenangriffe der vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien und auf Handelsschiffe aus dem Königreich verurteilt.

Die Mitgliedsländer des mächtigsten UN-Gremiums stellen sich auf die Seite Saudi-Arabiens.
Die Mitgliedsländer des mächtigsten UN-Gremiums stellen sich auf die Seite Saudi-Arabiens.  © Nariman El-Mofty/AP/dpa

Die Attacken bedrohten die Sicherheit in der Region und die Freiheit des Schiffsverkehrs, hieß es in einer in der Nacht veröffentlichten Stellungnahme der Mitgliedsländer des mächtigsten UN-Gremiums.

Die Huthi-Miliz wurde darin aufgefordert, von einer Eskalation abzusehen. Stattdessen sollten bestehende Dialogkanäle genutzt werden. 

Der UN-Sondergesandte für den Jemen, Hans Grundberg, schrieb auf der Plattform X, derzeit sei das Risiko eines neuen Großkonflikts höher als zu jedem anderen Zeitpunkt seit der von den UN vermittelten Waffenruhe im April 2022.

Im Mühlendorf dreht mancher durch: Einwohner von Zaanse Schans wollen jetzt Maut erheben
Niederlande Im Mühlendorf dreht mancher durch: Einwohner von Zaanse Schans wollen jetzt Maut erheben

Es bestehe die Gefahr, dass das Land in eine umfassendere regionale Konfrontation hineingezogen werde - mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

8. August, 22.23 Uhr: Israelische Soldaten dringen in Dorf unter Kontrolle der Armee ein

Israelische Soldaten sind nach libanesischen Angaben in ein Dorf im Süden des Libanon eingedrungen, das einer Vereinbarung zwischen beiden Ländern zufolge unter der Kontrolle der libanesischen Armee steht.

Wie staatliche libanesische Medien und der Bürgermeister des Dorfes am Samstag mitteilten, schichteten die Soldaten dort in der Nacht einen Erdwall auf. Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete, blockiert der Erdwall die Straße am östlichen Ortseingang.

Israel und der Libanon hatten sich im Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das die Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz, einen schrittweisen Abzug der israelischen Truppen aus dem Süden des Libanon und zugleich die Entsendung der libanesischen Armee in die Region vorsieht. Dies sollte zunächst in zwei "Pilotzonen" erfolgen.

Das Dorf Sautar al-Gharbija ist eine der beiden "Pilotzonen". Die libanesische Armee hatte am 21. Juli mit der Stationierung von Soldaten in dem Dorf begonnen. Wie der Bürgermeister Abed Esseddine AFP sagte, kehrten seitdem etwa 50 Familien in das Dorf zurück.

Israelische Soldaten sind nach libanesischen Angaben in ein Dorf im Süden des Libanon eingedrungen, das einer Vereinbarung zwischen beiden Ländern zufolge unter der Kontrolle der libanesischen Armee steht.
Israelische Soldaten sind nach libanesischen Angaben in ein Dorf im Süden des Libanon eingedrungen, das einer Vereinbarung zwischen beiden Ländern zufolge unter der Kontrolle der libanesischen Armee steht.  © Ammar Ammar / AFP

8. August, 18.11 Uhr: Laut Oman - Gespräche zur Straße von Hormus verlaufen konstruktiv

Die Verhandlungen über einen neuen Mechanismus für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus dauern nach Angaben des Omans an. In einer knappen Mitteilung berichtete das Außenministerium von einer "positiven und konstruktiven Atmosphäre" bei den Gesprächen.

Der Oman warnte zudem vor Schritten, die die Gespräche oder die bisherigen Fortschritte gefährden könnten. Details nannte das Außenministerium des Sultanats nicht. Seit Wochen verhandelt der Iran mit dem anderen Anrainerstaat der Meerenge, dem Oman, wie Schiffspassagen in der Straße von Hormus geregelt werden sollen.

8. August, 15.28 Uhr: Iran betont, dass die Öffnung der Straße von Hormus von den USA abhänge

Eine Einigung mit dem Oman über einen neuen Mechanismus für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus bringt aus iranischer Sicht nicht direkt auch eine Öffnung der Meerenge mit sich.

Vielmehr müssten die USA auf iranische Forderungen eingehen, sagte ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarden der Nachrichtenagentur Tasnim. 

Er erklärte, die USA sollten sich aus Verhandlungen zwischen dem Iran und dem Oman heraushalten. Seit Wochen verhandelt der Iran mit dem anderen Anrainerstaat der Meerenge, dem Oman, wie Schiffspassagen in der Straße von Hormus geregelt werden sollen. 

8. August, 7.32 Uhr: Nach Angriffen im Jemen - zehn Menschen sterben, Rebellen nehmen ölreiche Stadt ins Visier

Bei Angriffen der Houthi auf eine strategisch wichtige jemenitische Provinz kamen am Freitag mindestens zehn Menschen ums Leben, wie ein Minister und eine Militärquelle mitteilten.

Die Rebellen hatten ihre Angriffe auf die ölreiche Region verstärkt. Ein für 2022 vereinbarter Waffenstillstand zwischen den vom Iran unterstützten Huthis und der von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierung ist im vergangenen Monat gescheitert.

Bei einem Angriff in Jemen wurden mindestens zehn Menschen getötet. (Symbolfoto)
Bei einem Angriff in Jemen wurden mindestens zehn Menschen getötet. (Symbolfoto)  © Ammar Ammar / AFP

7. August, 18.54 Uhr: Tote nach Huthi-Angriffen im Jemen

Die Huthi-Miliz hat nach Angaben regierungsnaher Medien erneut Ziele in der jemenitischen Provinz Marib mit Raketen und Drohnen angegriffen. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur, sie hätten am Morgen mehrere Explosionen am Stadtrand von Marib gehört. Über einem Militärlager der international anerkannten jemenitischen Regierung seien Rauchwolken aufgestiegen.

Der Gesundheitsminister der jemenitischen Regierung, Kasim Bahibah, teilte auf X mit, die Huthi-Miliz habe Wohngebiete und Lager für Binnenvertriebene in Marib angegriffen. Mindestens zwei Zivilisten seien getötet worden, 14 weitere Menschen verletzt.

7. August, 14.06 Uhr: Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan schmieden Verteidigungspakt

Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben einen Verteidigungspakt geschmiedet. Vertreter der drei Staaten unterzeichneten am Freitag ein entsprechendes Dokument, wie das pakistanische Außenministerium und der Sender Al-Arabija berichteten.

Zu der Unterzeichnung war der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und dem pakistanischen Regierungschef Shebaz Sharif in der Hafenstadt Dschidda am Roten Meer zusammengetroffen.

Das Abkommen legt nach Angaben des pakistanischen Außenministeriums fest, "dass jeder bewaffnete Angriff auf einen der drei Staaten als ein Angriff auf sie alle betrachtet wird". Mit dem Verteidigungspakt solle "die gemeinsame Abschreckung gegen jegliche Aggression" gestärkt werden, hieß es aus Islamabad weiter.

7. August, 11.25 Uhr: Schifffahrt in Straße von Hormus massiv gestört

Trotz ausbleibender gegenseitiger Angriffe zwischen den USA und dem Iran ist die Schifffahrt in der für den weltweiten Handel wichtigen Straße von Hormus weiterhin stark gestört. Am Donnerstag hätten lediglich acht Schiffe die Meerenge passiert, wie aus Informationen des Datenanbieters Kpler hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Etwa 13 Schiffe sind demnach im Schnitt in der vergangenen Woche durch den Engpass zwischen den Küsten des Irans und Omans gefahren.

Während ein zeitweiliges Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA galt, herrschte auch für die Schifffahrt in der Region eine Phase gewisser Entspannung.

Aber nach dem Zusammenbrechen der Vereinbarung und neuerlicher Blockaden hätten sich etwa die Passagen von Frachtern für Trockengüter halbiert, schrieb der Schifffahrtsdienstleister AXS Marine auf der Plattform X. "Dieser Rückgang hat einen Großteil der nach dem Waffenstillstand im Juni zu verzeichneten teilweisen Erholung zunichtegemacht".

Derzeit fahren kaum Schiffe durch die Meerenge.
Derzeit fahren kaum Schiffe durch die Meerenge.  © Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP/dpa

7. August, 6.13 Uhr: Verletzte bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien

Bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien sind nach Militärangaben elf Zivilisten verletzt worden.

Unter ihnen sei auch ein vierjähriges Kind, hieß es in einer am Freitag von der amtlichen Nachrichtenagentur verbreiteten Erklärung. Die Huthi-Angriffe seien am späten Donnerstagabend in der Region Nadschran erfolgt, die an der Grenze zum Jemen liegt.

Die Angriffe erfolgten nur kurz nach einer massiven Zuspitzung der Kämpfe zwischen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz und den Regierungstruppen im Jemen. Bei Huthi-Angriffen mit Drohnen und Raketen auf Regierungskräfte wurden dabei nach Angaben der Armee mindestens 58 Menschen getötet. Es handelte sich um den Angriff mit den meisten Todesopfern seit vier Jahren.

6. August, 18.54 Uhr: Mehrere Tote bei Huthi-Angriffen im Jemen

Bei Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen sind Regierungskreisen zufolge mehrere Menschen getötet und verletzt worden.

Aus Quellen der international anerkannten Regierung hieß es heute, mindestens zehn Menschen seien dabei getötet und fünf weitere verletzt worden. Andere Quellen sprachen von insgesamt 45 Menschen, die getötet oder verletzt worden seien. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

Die Huthi teilten mit, sie hätten "Hunderte" mit Saudi-Arabien verbündete Kämpfer getötet oder verletzt. Zudem hätten sie mehrere Truppen- und Waffenlager zerstört und verbrannt. Weitere Hinweise auf einen solch großen Angriff aus anderen Quellen gab es zunächst nicht.

Bei Huthi-Angriffen im Jemen sind mehrere Menschen zu Tode gekommen. (Symbolfoto)
Bei Huthi-Angriffen im Jemen sind mehrere Menschen zu Tode gekommen. (Symbolfoto)  © Nariman El-Mofty/AP/dpa

6. August, 12.15 Uhr: Israel bestätigt Tod zweier Soldaten im Libanon

Die israelische Armee hat heute den Tod zweier Soldaten bei einem Vorfall im Südlibanon bestätigt.

Vier weitere Reservisten seien dabei schwer verletzt worden, hieß es in einer Mitteilung des Militärs. Sie seien nach dem Vorfall am Mittwoch evakuiert und in ein Krankenhaus gebracht worden. Israelische Medien berichteten, ein Sprengsatz sei in einem Gebäude explodiert, das die Soldaten durchsuchen wollten.

Die Armee hatte am Mittwoch von einem eindeutigen Verstoß der libanesischen Hisbollah-Miliz gegen die im Juni vereinbarte Waffenruhe gesprochen. Israel reagierte mit Beschuss im Südlibanon. Dabei wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut ein Mensch getötet und zwölf weitere verletzt.

Titelfoto: Ammar Ammar / AFP

Mehr zum Thema Iran: