Nahost-Konflikt: Laut Israel erstmals seit neuer Waffenruhe Hisbollah-Drohnenangriff

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Teheran - US-Präsident Donald Trump (80) lobte am Dienstagabend sein Gespräch mit Benjamin Netanjahu (76) im Weißen Haus.

Im Oval Office präsentierten sich Benjamin Netanjahu (76, l.) und Donald Trump (80) am Dienstag den Kameras.
Im Oval Office präsentierten sich Benjamin Netanjahu (76, l.) und Donald Trump (80) am Dienstag den Kameras.  © Alex Brandon/AP/dpa

Zum Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten schrieb der Republikaner: "Selbstverständlich wurden viele wichtige Themen besprochen."

Die konkreten Gesprächsinhalte blieben aber weiter unter Verschluss. Trump empfing Netanjahu zuletzt kurz vor Beginn des Iran-Kriegs im Februar im Weißen Haus. Seitdem gab es kein persönliches Treffen mehr.

Der zentrale Konflikt bestand laut Medien darin, dass Israel den Krieg fortsetzen wollte, während Trump auf eine diplomatische Lösung drängte.

Frau parkt neben einem Autohaus, kurz darauf ist sie spurlos verschwunden
USA Frau parkt neben einem Autohaus, kurz darauf ist sie spurlos verschwunden

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

29. Juli, 14.50 Uhr: Laut Israel erstmals seit neuer Waffenruhe Hisbollah-Drohnenangriff

Die libanesische Hisbollah hat laut israelischen Angaben erstmals seit mehr als einem Monat wieder eine mit Sprengstoff beladene Drohne auf ein Fahrzeug der israelischen Armee im Südlibanon gesteuert.

Zuletzt hatte die vom Iran unterstützte Miliz solche Drohnen vor Inkrafttreten der neuen Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon im Juni eingesetzt und dabei auch immer wieder israelische Soldaten getötet.

Israelische Soldaten fahren im Südlibanon, vom Norden Israels aus gesehen.
Israelische Soldaten fahren im Südlibanon, vom Norden Israels aus gesehen.  © Ariel Schalit/AP/dpa

29. Juli, 14.37 Uhr: Erneut viele Tote bei Anti-Terrormission in Pakistan

Pakistanische Streitkräfte haben in einer laufenden Anti-Terrormission im Westen des Landes nach eigenen Angaben erneut viele Mitglieder von Terrororganisationen eliminiert.

In den Grenzgebieten zum Nachbarland Afghanistan seien zuletzt 32 Terroristen getötet worden, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme.

29. Juli, 12.49 Uhr: Preise im Iran steigen weiter stark

Nach Wirtschaftsprotesten im Januar und nunmehr fast fünf Monaten Konflikt mit den USA wird das Leben für Menschen im Iran immer teurer.

Die Preise seien im vergangenen Jahr um 66 Prozent gestiegen, berichtete der staatliche Rundfunk Irib.

Die steigenden Kosten, fehlende Perspektiven und eine verschlechtere Versorgungslage belasten Menschen im Iran deutlich. In einem aktuellen Bericht schreibt die Nachrichtenagentur Tasnim von einem starken Preisanstieg für medizinische Dienstleistungen. Krankenhäuser seien überfüllt und vor Fachambulanzen bildeten sich lange Warteschlangen.

Der Nahost-Konflikt lässt die Preise im Iran weiter stark in die Höhe steigen.
Der Nahost-Konflikt lässt die Preise im Iran weiter stark in die Höhe steigen.  © Vahid Salemi/AP/dpa

29. Juli, 12.42 Uhr: Krisensitzung im Irak nach US-saudischen Angriffen

Im Irak hat Ministerpräsident Ali al-Saidi (40) nach den Angriffen der USA und Saudi-Arabiens gegen Iran-treue Milizen eine Krisensitzung des Sicherheitsrats einberufen.

Das Treffen in Bagdad solle sich um die Sicherheitslage und die Luftangriffe drehen, berichtete die Staatsagentur INA. Die Angriffe in der Nacht zielten nach US-Angaben auf mit dem Iran verbündete Milizen im Irak.

Die sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF), ein Bündnis aus vorwiegend schiitischen und Iran-treuen Milizen im Irak, meldeten, dass 20 ihrer Kämpfer getötet und 32 weitere verletzt worden seien. Die US-saudischen Luftangriffe hätten in mehreren Teilen des Landes unter anderem Ziele im Raum Bagdad sowie im südlichen Basra und Ninive im Norden getroffen. Dabei seien auch Gebäude, Fahrzeuge und Militärausrüstung beschädigt worden.

Iraks Ministerpräsident Ali al-Saidi (40) hat eine Krisensitzung des Sicherheitsrats einberufen.
Iraks Ministerpräsident Ali al-Saidi (40) hat eine Krisensitzung des Sicherheitsrats einberufen.  © Uncredited/Iraqi Presidency Office/dpa

29. Juli, 10.32 Uhr: China widerspricht Bericht zu geplanter Waffenlieferung an den Iran

China hat einem Medienbericht über eine bevorstehende Waffenlieferung an den Iran widersprochen.

Die Berichte seien gegenstandslos, erklärte das Außenministerium in Peking auf Nachfrage. China habe konsequent eine Rolle dabei gespielt, den Frieden und eine Beendigung des Konflikts zu fördern, hieß es weiter.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet, dass der Iran in den kommenden Wochen tragbare Flugabwehrraketen aus chinesischer Produktion erwarte. Es seien die ersten aus der bis zu 400 Stück großen Lieferung.

Das Außenministerium in Peking dementiert einen Medienbericht über eine bevorstehende Waffenlieferung Chinas an den Iran. (Symbolfoto)
Das Außenministerium in Peking dementiert einen Medienbericht über eine bevorstehende Waffenlieferung Chinas an den Iran. (Symbolfoto)  © Johannes Neudecker/dpa

29. Juli, 6.35 Uhr: US-Militär greift "Terroristen" im Irak an

US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Verbündeten Saudi-Arabien im Irak "Terroristen" angegriffen, die dem Iran nahestünden.

Amerikanische und saudi-arabische Kampfflugzeuge hätten mehrere Logistik- und Waffenlager der nicht näher genannten Gruppierung im Osten des Iraks angegriffen, teilte Centcom mit. Dies sei eine Reaktion auf angeblich mehr als 30, von den iranischen Revolutionsgarden angeordnete Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden gewesen, hieß es zur Begründung.

Die Revolutionsgarden sollen demnach die "Terroristen" zu Angriffen auf in Saudi-Arabien stationierte US-Truppen und Energieinfrastruktur in dem Land angestiftet haben. Die Angriffe auf US-Streitkräfte seien "erfolglos" gewesen.

Laut regionalem Hauptkommando des Pentagons sind "Terroristen" im Irak vom US-Militär angegriffen worden.
Laut regionalem Hauptkommando des Pentagons sind "Terroristen" im Irak vom US-Militär angegriffen worden.  © Patrick Semansky/AP/dpa

29. Juli, 6.20 Uhr: Erstmals neue iranische Attacken nach US-Angriffsstopp

Erstmals seit dem vorläufigen Stopp der US-Angriffe auf Ziele im Iran haben Teherans Streitkräfte nach Darstellung des US-Militärs mehrere ballistische Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgefeuert.

Alle Geschosse seien abgefangen worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit, ohne Angabe des Ziels der Angriffe. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals "Axios" flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien. Es sei das erste Mal, dass der Iran angegriffen habe, ohne zuvor von den USA oder Israels selbst attackiert worden zu sein, schrieb der Iran-Experte Hamidreza Azizi auf der Plattform X.

Es könne ein Signal im Kontext des Besuches des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu 89 im Weißen Haus am selben Tag gewesen sein, so der Experte. Der Angriff dürfte demnach als Warnung an die USA gedacht gewesen sein, sich keiner neuen militärischen Kampagne gegen den Iran anzuschließen oder eine solche selbst einzuleiten, hieß es.

Der Iran hat nach US-Angaben eine neue Attacke durchgeführt. (Symbolfoto)
Der Iran hat nach US-Angaben eine neue Attacke durchgeführt. (Symbolfoto)  © Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa

28. Juli, 19.13 Uhr: Treffen zwischen Netanjahu und Trump beendet

Im Gespräch mit dem Sender Fox News stellte Trump es so dar, als würde Netanjahu versuchen, ihn davon zu überzeugen, sich nicht vom Krieg im Iran abzuwenden.

Angesprochen auf Berichte, dass Netanjahu bei seinem Treffen mit ihm über Aktivitäten rund um eine mutmaßliche Atomeinrichtung im Iran sprechen wolle, die als "Pickaxe Mountain" bekannt ist, sagte Trump: "Nun, ich brauche Bibi nicht, um mir das zu sagen. Bibi erzählt mir das, weil er möchte, dass ich weiterhin involviert bleibe."

Das US-Boulevardblatt "New York Post" berichtete jüngst unter Berufung auf eine Quelle in Israel, dass Netanjahu bei seinem Treffen mit Trump in Washington voraussichtlich Geheimdienstinformationen vorlegen werde, wonach der Iran Nuklearbestrebungen am Standort "Pickaxe Mountain" im Zentraliran vorantreibe.

Der israelische TV-Sender N12 berichtete, Netanjahu wolle Geheimdienstinformationen über mutmaßliche Bestrebungen des Irans vorlegen, seine militärischen Fähigkeiten wiederaufzubauen. Dazu gehörten auch angebliche Bestrebungen von Irans oberstem Führer, Ajatollah Modschtaba Chamenei, auf eine Atomwaffe hinzuarbeiten. Teheran dementiert solche Berichte schon seit Jahren. Medienberichten zufolge könnte Netanjahu Trump um die Zustimmung zu neuen Angriffen Israels im Iran bitten. Vor einer richtungsweisenden Wahl in Israel im Oktober ist es für Netanjahu allerdings auch entscheidend, Einigkeit mit Trump zu zeigen.

28. Juli, 18.16 Uhr: Treffen zwischen Trump und Netanjahu im Weißen Haus hat begonnen

Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Weißen Haus hat begonnen. Das teilte das Büro des israelischen Regierungschefs mit.

Bei dem Gespräch zwischen den beiden soll es vor allem um den Iran gehen, wie Netanjahu zu Beginn seiner US-Reise klar sagte. Nach Darstellung von Trump versucht der israelische Ministerpräsident die USA davon zu überzeugen, sich nicht vom Krieg im Iran abzuwenden. Berichten zufolge will Netanjahu Trump auch Geheimdienstinformationen über mutmaßliche Bestrebungen des Irans vorlegen, seine militärischen Fähigkeiten wieder aufzubauen.

In den vergangenen Monaten galt das einst gute Verhältnis der beiden wegen der Differenzen im Iran-Krieg als belastet. Während Israel den Krieg Medienberichten zufolge fortsetzen will, lag Trumps Fokus zuletzt auf einer diplomatischen Lösung. Netanjahu hält israelischen Medien zufolge weiter am Sturz der iranischen Führung fest.

Es wird erwartet, dass beide sowie auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, den Trump zuvor getroffen hat, später an einer Gedenkveranstaltung für den kürzlich gestorbenen US-Senator Lindsey Graham teilnehmen. Dieser galt sowohl als wichtiger Unterstützer der Ukraine als auch Israels im US-Kongress.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) und der US-Präsident Donald Trump (80).
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) und der US-Präsident Donald Trump (80).  © Alex Brandon/AP/dpa

28. Juli, 16.42 Uhr: Netanjahu möchte laut Trump, dass die USA im Iran involviert bleibt

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu versucht nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump die USA davon zu überzeugen, sich nicht vom Krieg im Iran abzuwenden.

Angesprochen auf Berichte, dass Netanjahu bei seinem Treffen mit Trump heute über Aktivitäten rund um eine mutmaßliche Atomeinrichtung im Iran sprechen wolle, die als "Pickaxe Mountain" bekannt ist, sagte Trump dem Sender Fox News: "Nun, ich brauche Bibi nicht, um mir das zu sagen. Bibi erzählt mir das, weil er möchte, dass ich weiterhin involviert bleibe."

Trumps Aussagen heben die Risse in der einst guten Beziehung zwischen Trump und Netanjahu hervor, die im Iran-Krieg angesichts unterschiedlicher Interessen bereits mehrfach sichtbar wurden. Während Israel den Krieg Medienberichten zufolge fortsetzen wollte, lag Trumps Fokus zuletzt auf einer diplomatischen Lösung.

Das US-Boulevardblatt "New York Post" berichtete jüngst unter Berufung auf eine Quelle in Israel, dass Netanjahu bei seinem Treffen mit Trump in Washington voraussichtlich Geheimdienstinformationen vorlegen werde, wonach der Iran Nuklearbestrebungen am Standort "Pickaxe Mountain" vorantreibe.

Titelfoto: Ariel Schalit/AP/dpa

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