Nahost-Konflikt: Mehrere Tote bei Huthi-Angriffen im Jemen

Teheran - Die an die Straße von Hormus grenzenden Golfstaaten Iran und Oman stehen nach Angaben aus Teheran kurz vor einer Einigung auf eine neue Schifffahrtsroute durch die blockierte Meerenge.

US-Präsident Trump (80) wirbt um ein Abkommen mit dem Iran.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

Die beiden Länder hätten sich auf geografische Koordinaten für die Passage geeinigt, zitierte die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna Außenamtssprecher Ismail Baghai. Auch eine gemeinsame Erklärung sei so gut wie fertig, es dürfe aber niemand mehr dazwischenfunken.

Seitens des Omans gab es zunächst keine öffentliche Stellungnahme zu der angeblich bevorstehenden Einigung der Länder. Die USA sollen nicht daran beteiligt gewesen sein.

Der iranische Machtapparat betont immer wieder, nicht mit den USA verhandeln zu wollen. Er will eine Gebühr von Schiffen kassieren, die die Meerenge passieren - was die USA vehement ablehnen.

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6. August, 18.54 Uhr: Mehrere Tote bei Huthi-Angriffen im Jemen

Bei Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen sind Regierungskreisen zufolge mehrere Menschen getötet und verletzt worden.

Aus Quellen der international anerkannten Regierung hieß es heute, mindestens zehn Menschen seien dabei getötet und fünf weitere verletzt worden. Andere Quellen sprachen von insgesamt 45 Menschen, die getötet oder verletzt worden seien. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. 

Die Huthi teilten mit, sie hätten "Hunderte" mit Saudi-Arabien verbündete Kämpfer getötet oder verletzt. Zudem hätten sie mehrere Truppen- und Waffenlager zerstört und verbrannt. Weitere Hinweise auf einen solch großen Angriff aus anderen Quellen gab es zunächst nicht. 

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Bei Huthi-Angriffen im Jemen sind mehrere Menschen zu Tode gekommen. (Symbolfoto)  © Nariman El-Mofty/AP/dpa

6. August, 12.15 Uhr: Israel bestätigt Tod zweier Soldaten im Libanon

Die israelische Armee hat heute den Tod zweier Soldaten bei einem Vorfall im Südlibanon bestätigt.

Vier weitere Reservisten seien dabei schwer verletzt worden, hieß es in einer Mitteilung des Militärs. Sie seien nach dem Vorfall am Mittwoch evakuiert und in ein Krankenhaus gebracht worden. Israelische Medien berichteten, ein Sprengsatz sei in einem Gebäude explodiert, das die Soldaten durchsuchen wollten. 

Die Armee hatte am Mittwoch von einem eindeutigen Verstoß der libanesischen Hisbollah-Miliz gegen die im Juni vereinbarte Waffenruhe gesprochen. Israel reagierte mit Beschuss im Südlibanon. Dabei wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut ein Mensch getötet und zwölf weitere verletzt.

6. August, 12.14 Uhr: Angriff auf Journalistinnen könnte Kriegsverbrechen sein

Ein israelischer Angriff, bei dem Ende April im Südlibanon eine Journalistin getötet und eine weitere verletzt wurde, könnte nach Einschätzung der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) ein Kriegsverbrechen darstellen.

"Das israelische Militär erklärt, es nehme keine Journalisten ins Visier, doch Fakten und Beweise belegen, dass dies wiederholt geschehen ist", sagte Ramsi Kaiss, Libanon-Experte bei HRW. Die libanesischen Journalistinnen Amal Chalil und Sainab Faradsch seien die jüngsten Opfer einer langen Reihe solcher Angriffe.

6. August, 6.08 Uhr: Trump: Ich würde lieber Deal mit Iran schließen

US-Präsident Donald Trump hat sich erneut für ein Abkommen mit dem Iran ausgesprochen.

"Ich würde lieber einen Deal schließen, weil ich keine Menschen töten will. Ich will keine Menschen töten", sagte der Republikaner in einer Rede vor Anhängern in Las Vegas. Zum aktuellen Stand von möglichen Gesprächen machte er keine Angaben. Trump sagte lediglich, dass man rede. Man werde sehen, was passiere.

Der US-Präsident hatte davor Hoffnungen geweckt, dass an diesem Mittwoch oder Donnerstag die für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus geöffnet werden könnte.

Wo stehen die Iran-Gespräche? Kommt es zu einem Abkommen? Trump macht seit Tagen Andeutungen und bleibt erneut vage.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

6. August, 6.07 Uhr: Iran - Vereinbarung mit Oman zu Straße von Hormus fast fertig

Die an die Straße von Hormus grenzenden Golfstaaten Iran und Oman stehen nach Angaben aus Teheran kurz vor einer Einigung auf eine neue Schifffahrtsroute durch die blockierte Meerenge.

Die beiden Länder hätten sich auf geografische Koordinaten für die Passage geeinigt, zitierte die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna Außenamtssprecher Ismail Baghai. Eine gemeinsame Erklärung sei so gut wie fertig, allerdings dürfe niemand mehr dazwischenfunken

Seitens des Omans gab es zunächst keine öffentliche Stellungnahme zu der angeblich bevorstehenden Einigung. Die USA sollen nicht daran beteiligt gewesen sein. Der iranische Machtapparat betont immer wieder, nicht mit den USA verhandeln zu wollen. Er will eine Gebühr von Schiffen kassieren, die die Meerenge passieren - was die USA vehement ablehnen. Noch vor kurzem hatte US-Präsident Donald Trump den Iran gewarnt, das Land werde sehr hart getroffen, sollte die für den globalen Handel mit Öl, Flüssiggas und Dünger wichtige Meerenge nicht bald geöffnet werden. 

Der Iran und Oman verhandeln über die strategisch bedeutsame Meerenge zwischen beiden Ländern. Laut Teheran steht eine Einigung unmittelbar bevor. (Archivbild)  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

5. August, 19.03 Uhr: Explosion nahe Tanker vor Jemens Küste

Vor der Küste des Jemen ist es in der Nähe eines Tankers zu einer Explosion gekommen. Der Kapitän des Schiffes habe südöstlich der Hafenstadt Aden eine laute Explosion in unmittelbarer Nähe des Tankers gemeldet, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit.

Alle Besatzungsmitglieder seien unverletzt und in Sicherheit. Hinweise auf Umweltschäden gebe es bislang nicht. Die zuständigen Behörden untersuchten den Vorfall.

Nicht nur die Straße von Hormus ist derzeit gefährlich. (Symbolfoto)  © Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

5. August, 16.57 Uhr: Laut Libanon ein Toter und elf Verletzte nach Israels Angriff

Während laufender politischer Gespräche zwischen Israel und dem Libanon greift das israelische Militär weiter im Nachbarland an. Bei einem israelischen Luftangriff auf den Ort Tebnin im Südlibanon ist ein Mensch getötet worden, wie das Gesundheitsministerium in Beirut mitteilte. 12 weitere Menschen seien verletzt worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass der Angriff das Dach der Moschee auf dem Friedhof des Ortes getroffen habe.

Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, sie habe als Reaktion auf einen nach ihrer Darstellung eindeutigen Verstoß der Hisbollah gegen die Waffenruhe mit gezielten Angriffen im Süden des Libanons begonnen. Nähere Angaben zu den angegriffenen Zielen machte das Militär nicht. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht.

Israel greift weiter im Libanon an. (Archivbild)  © Leo Correa/AP/dpa

5. August, 15.03 Uhr: Zweifel über schnelle Öffnung der Straße von Hormus

Nach Ankündigungen der USA und des Irans über Fortschritte hin zu einer Lösung im Konflikt um die Straße von Hormus bleiben Zweifel an einer schnellen Übereinkunft.

US-Präsident Donald Trump (80) hatte am Dienstagabend (Ortszeit) von einer Öffnung der Meerenge am Mittwoch oder Donnerstag gesprochen. Aus Teheran hieß es, man verhandle erfolgreich mit dem anderen Anrainerstaat der Meerenge, dem Oman, wie der Staatssender Press TV berichtete. Zugleich wurde darauf hingewiesen, dass dies noch keine zügige Öffnung der Straße von Hormus bedeute.

5. August, 14.07 Uhr: UNO wegen gestiegener Zahl von Hinrichtungen im Iran "alarmiert"

Die Vereinten Nationen haben sich angesichts der gestiegenen Zahl von Hinrichtungen im Iran alarmiert gezeigt.

Seit dem 19. März seien mindestens 56 Menschen in der Islamischen Republik wegen Anklagen im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit exekutiert worden, erklärte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Mittwoch in Genf. Darunter seien 27 Menschen, die vor dem Hintergrund der Proteste im Winter hingerichtet worden seien.

"Mehr als hundert weitere" Menschen könnten wegen ähnlicher Anklagen exekutiert werden, erklärte Türk weiter. Auch Hinrichtungen wegen Drogendelikten würden "weiter in alarmierendem Tempo vollstreckt". Der Vollzug der Todesstrafe erfolge, um "Angst zu schüren", fügte Türk hinzu. Er forderte Teheran auf, alle Hinrichtungen zu stoppen und auf die Abschaffung der Todesstrafe hinzuarbeiten.

5. August, 6.14 Uhr: Trump droht erneut - Iran wird "sehr hart getroffen"

US-Präsident Donald Trump hat der Führung in Teheran erneut ein Ultimatum gestellt: Entweder der Iran öffne die Straße von Hormus "sehr bald" oder werde "sehr hart getroffen", sagte Trump am Dienstag dem Fernsehsender Fox News. Zugleich betonte er, dass es derzeit "gute Gespräche" mit Teheran gebe.

Der Iran sei sehr interessiert an einem Abkommen, um den monatelangen Krieg zu beenden, fügte Trump hinzu. Zuvor hatte sein Finanzminister Scott Bessent erklärt, dass er eine Einigung mit dem Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus noch bis Mittwoch für möglich halte.

Die für die weltweite Schifffahrt und den Ölhandel enorm wichtige Meerenge ist einer der Hauptstreitpunkte zwischen Teheran und Washington.

US-Präsident Donald Trump (80) hat der Führung in Teheran erneut ein Ultimatum gestellt.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

4. August, 19.18 Uhr: Schiff vor Jemens Küste mit Seedrohne angegriffen

Vor Jemens Küste ist lokalen Angaben zufolge ein hölzernes Schiff mit einem Drohnenboot angegriffen und versenkt worden.

Es handle sich um ein aus Dschibuti in Ostafrika kommendes Frachtschiff, das unter der Flagge Indiens gefahren sei, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der international anerkannten Regierung im Jemen. Die 14 meist indischen Besatzungsmitglieder seien von der Küstenwache und Marinesoldaten gerettet worden.

Der Angriff im Roten Meer vor der Hafenstadt Hudaida habe zu einem Brand an Bord der "Faize Noore Oliya" geführt, woraufhin das Schiff gesunken sei. Es habe Güter in die jemenitische Hafenstadt Mokka bringen sollen. Aus Militärkreisen hieß es, das Drohnenboot stamme aus "iranischer Herstellung".

Vor Jemens Küste soll ein Frachtschiff mit einer Seedrohne attackiert worden sein. (Symbolfoto)  © Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

4. August, 15.32 Uhr: Bessent sieht Chance für Iran-Deal zu Hormus am Dienstag oder Mittwoch

US-Finanzminister Scott Bessent (63) hat eine mögliche Einigung mit dem Iran zur Öffnung der Straße von Hormus für Dienstag oder Mittwoch in Aussicht gestellt.

"Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen", sagte er in einem Interview des US-Senders CNBC.

Angesprochen auf eine mögliche Gebührenerhebung durch den Iran in der für den internationalen Gas- und Ölhandel zentralen Straße von Hormus machte Bessent klar, er gehe davon aus, dass eine freie Durchfahrt möglich sein werde.

US-Finanzminister Scott Bessent (63) rechnet mit einem zeitnahen Iran-Deal zur Öffnung der Straße von Hormus.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

4. August, 6.07 Uhr: Tunnel als Teil der Hisbollah-Militärstruktur

Die Hisbollah hat über Jahrzehnte eine unterirdische Militärstruktur aufgebaut, die Israel als Bedrohung betrachtet.

Das Tunnelnetzwerk der vom Iran unterstützten Organisation umfasst nach Einschätzung von Beobachtern und Experten Kommandozentren, Waffenlager, Abschusspositionen, Versorgungskorridore und geschützte Verbindungen, die Kämpfern Bewegungen unter der Erde ermöglichen.

Die Tunnel seien ein "äußerst wichtiger" Bestandteil der militärischen Infrastruktur der Hisbollah, sagte der Libanon-Experte Nicolas Blanford von der Denkfabrik Atlantic Council in Washington der Deutschen Presse-Agentur.

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