Nahost-Konflikt: Neue US-Angriffswelle auf Iran hat begonnen

Israel/Iran - Das US-Militär hat nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle auf den Iran gestartet. Diese habe um 15 US-Ostküstenzeit (21 Uhr deutscher Zeit) begonnen, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit.

Eine schwimmende US-Kampfdrohne vom Typ "Corsair" steuert auf einen iranischen Marinestützpunkt zu. Kurz darauf fliegt alles in die Luft.  © Uncredited/U.S. Central Command/dpa

Ziel sei es, die Möglichkeiten des Irans weiter zu schwächen, Attacken auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus auszuüben, hieß es.

"Die Angriffe finden statt, während sich die amerikanischen Streitkräfte darauf vorbereiten, die Seeblockade gegen iranische Häfen und Küstengebiete wieder aufzunehmen." Die Blockade trete um 16 Uhr US-Ostküstenzeit (22 Uhr deutscher Zeit) in Kraft, bekräftigte das US-Militär die schon am Vortag kommunizierte Startzeit.

Ein US-Beamter hatte der Deutschen Presse-Agentur bereits etwa eine halbe Stunde vor dem nun verkündeten Beginn neuer Angriffe mitgeteilt, dass US- Streitkräfte auch an diesem Dienstag einige militärische Ziele im Iran attackiert hätten, "um aufkommende Bedrohungen zu beseitigen".

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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14. Juli, 20.57 Uhr: Erneut Angriffe in Kuwait und Warnsirenen in Bahrain

Kuwait hat erneute Angriffe aus dem Iran gemeldet. Die Flugabwehr fange Raketen und Drohnen ab, teilten die Streitkräfte des Golfstaats mit. Explosionen im Land stammten von den Abwehreinsätzen, hieß es. Einwohner wurden wie zuvor aufgerufen, sich keinen Trümmerteilen zu nähern und diese auch nicht anzufassen oder zu fotografieren.

Auch in Bahrain ertönten wieder die Warnsirenen. Bürger wurden aufgerufen, Anweisungen der Behörden zu befolgen und sich in Sicherheit zu begeben, wie das Innenministerium mitteilte.

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14. Juli, 20.51 Uhr: Neue US-Angriffswelle auf Iran hat begonnen

Das US-Militär hat seine Angriffe auf den Iran US-Kreisen zufolge auch an diesem Dienstag fortgesetzt.

Die Streitkräfte hätten dabei einige militärische Ziele in dem Land ins Visier genommen, "um aufkommende Bedrohungen zu beseitigen", teilte ein US-Beamter der Deutschen Presse-Agentur mit. Konkrete Angaben dazu - etwa zur Dauer der Angriffe und ob diese noch laufen oder bereits beendet sind - machte er nicht.

Die USA wollen neue Angriffe geflogen haben. (Archivbild)  © Kendall Torres Cortés/dpa

14. Juli, 17.39 Uhr: Trump kassiert Gebührenidee für Straße von Hormus wieder ein

Nur einen Tag nach der Ankündigung einer Gebühr für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus rückt US-Präsident Donald Trump (80) wieder von seiner Idee ab.

Nach "äußerst produktiven Gesprächen" mit nicht namentlich genannten Vertretern von Staaten im Nahen Osten wolle er stattdessen Investitionen von Golfstaaten in den USA vorantreiben, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

US-Präsident Donald Trump (80) hat mal wieder eine neue Idee.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

14. Juli, 17.01 Uhr: Netanjahu droht dem Iran

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) droht dem Iran im Falle eines Angriffs mit großer Härte. Israel sei auf jedes Szenario vorbereitet, sagte Netanjahu laut Regierungspresseamt.

Die Führung in Teheran solle nicht damit rechnen, dass es nach einem Angriff ruhig bleibe. "Die Zeiten, in denen uns jemand Schaden zufügt und wir nicht doppelt zurückschlagen, sind vorbei", sagte Netanjahu. Der Iran müsse mit einer viel stärkeren Reaktion rechnen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) warnt mal wieder den Iran.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

14. Juli, 16.06 Uhr: Abgeordnete im Iran fordern Rache

Eine große Mehrheit des iranischen Parlaments hat "Blutrache" für den im Krieg getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei gefordert. Bei ihrer ersten Sitzung in Präsenz mehr als vier Monate nach Kriegsbeginn forderten mehr als 180 der 290 Abgeordneten Vergeltung, wie die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine Stellungnahme der Politiker berichtete.

Die Abgeordneten kritisierten auch die Verhandlungen mit den USA scharf. Die Lösung der Probleme zwischen dem Iran und den USA sei durch Verhandlungen nicht möglich, hieß es in der bei Fars veröffentlichten Mitteilung. Beim Auftakt der Sitzung am Montagabend schwenkten die Abgeordneten rote Flaggen mit Vergeltungsaufrufen, wie auf Bildern iranischer Medien zu sehen ist.

Im Iran sieht es alles andere als nach Frieden aus.  © Vahid Salemi/AP/dpa

14. Juli, 15.21 Uhr: Erneut Tanker vor Küste Omans angegriffen

Erneut ist ein Tanker vor der Küste des Omans angegriffen worden. Am Chemikalien- und Öltanker "Stolt Magnesium" habe sich in der Nacht eine Explosion ereignet, die von einem "nicht identifizierten externen Mittel" verursacht worden sei, teilte der Mutterkonzern Stolt-Nielsen der Reederei in den Niederlanden mit.

Durch die Explosion sei im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen. Die Besatzung sei sicher und habe begonnen, den Brand zu löschen. Die britische Behörde UKMTO meldete, das Schiff sei von einem "unbekannten Projektil" getroffen worden.

14. Juli, 14.44 Uhr: US-Militär stoppt offenbar Abzug von Tankflugzeugen aus Israel

Angesichts der Eskalation im Iran-Konflikt setzen die USA nach Medienberichten ihren geplanten Abzug von Tankflugzeugen vom israelischen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv aus. Dies könnte laut Flughafenbehörde zur Stornierung von bis zu 50.000 Tickets während der Hauptreisezeit im Sommer führen, berichtete die Times of Israel.

Nach Angaben des Nachrichtenportals "ynet" belegen derzeit 33 US-Tankflugzeuge Standplätze auf dem wichtigsten israelischen Flughafen. Diese würden sonst von zivilen Flugzeugen genutzt.

Tank- und Transportflugzeuge vom Typ Boeing KC-135 Stratotanker der US-Luftwaffe zur Luftbetankung stehen auf dem Rollfeld des Ben-Gurion-Flughafens.  © Gil Cohen-Magen/dpa

14. Juli, 14.35 Uhr: Israel und Libanon reden in Rom miteinander

In Rom haben neue direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon begonnen.

Die Unterhändler der zwei Nachbarländer kamen in der italienischen Hauptstadt auf dem Gelände der US-Botschaft zusammen. Beide Länder hatten sich Ende Juni unter Vermittlung der USA auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen ebnen soll. Die Gespräche in Rom sollen zwei Tage dauern.

14. Juli, 13.04 Uhr: Iranische Medien melden erneut Explosionen im Süden

Iranische Medien haben erneut Explosionen an der Südküste gemeldet.

Der staatliche Rundfunk berichtete über fünf Detonationen im Westen der Hafenstadt Bandar Abbas. Kurz darauf sei die Stadt Buschehr unter Beschuss geraten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Vier Ortsteile seien Ziel von Angriffen gewesen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der gleichnamigen Provinz.

Über Schäden oder Opfer gab es zunächst keine Details.

Iranische Medien haben erneut Explosionen an der Südküste gemeldet. (Archivbild)  © Razieh Poudat/ISNA via AP/dpa

14. Juli, 8.59 Uhr: Irans Revolutionsgarden appellieren an jordanisches Volk

Irans Die iranischen Revolutionsgarden haben Jordanien aufgefordert, die Zusammenarbeit mit dem US-Militär einzustellen.

In einer Mitteilung appellierte die im Iran mächtige Militärorganisation an das jordanische Volk. "Ihr wisst sehr gut, dass wir eurem Land nicht nur keinerlei Feindschaft entgegenbringen, sondern euch, das edle Volk Jordaniens, sehr schätzen", hieß es.

Eine entschlossene Forderung nach der Auflösung der US-Stützpunkte "wäre eine große Hilfe" für die "Wiederherstellung der Sicherheit in der Region", warnten die Revolutionsgarden jedoch. "Jordaniens Würde und Erfolg sind unser Wunsch."

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