Nahost-Konflikt: Pakistan fliegt erneut Luftangriffe in Afghanistan

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Nahost - In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden.

Eine schwimmende Baggerplattform und Handelsschiffe liegen im Dunst in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas (Iran) vor Anker.
Eine schwimmende Baggerplattform und Handelsschiffe liegen im Dunst in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas (Iran) vor Anker.  © Vahid Salemi/AP/dpa

Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf Militärquellen mitteilte, sei ein in den Persischen Golf einfahrender Tanker von einem Geschoss getroffen worden.

Zwei Besatzungsmitglieder seien leicht verletzt, Schäden für die Umwelt seien derzeit nicht bekannt, hieß es weiter. Das Schiff sei unterwegs zu einem Hafen.

Der Iran blockiert im Konflikt mit den USA mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge weitestgehend.

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Laut US-Medien eskortiert das US-Militär jedoch immer wieder erfolgreich Schiffe entlang der omanischen Küste durch die Passage zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

21. September, 16.52 Uhr: Pakistan fliegt erneut Luftangriffe in Afghanistan

Nach einem schweren Sprengstoffanschlag in Pakistan am Freitag greift das Militär erneut Ziele im Nachbarland Afghanistan aus der Luft an. Man habe drei Ziele im Grenzgebiet mit Afghanistan angegriffen, schrieb das pakistanische Informationsministerium auf X.

28 Terroristen seien getötet worden, hieß es weiter. Die Angriffe erfolgten in den Provinzen Nangarhar, Kunar und Pakitka, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus pakistanischen Sicherheitskreisen. In der Provinz Paktika habe man Hintermänner des Anschlags von Freitag getroffen.

Der Sprecher der in Afghanistan regierenden Taliban, Sabihullah Mudschahid, bestätigte zwei der Luftangriffe auf der Plattform X. In Kunar seien drei Menschen getötet worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Pakistan hat das Nachbarland Afghanistan mit schweren Luftangriffen getroffen.
Pakistan hat das Nachbarland Afghanistan mit schweren Luftangriffen getroffen.  © Shafiullah Kakar/AP/dpa

21. September, 16.50 Uhr: USA wollen Irans Fluggesellschaften weltweit isolieren

Die USA wollen im Zuge ihres Wirtschaftskriegs gegen den Iran deren Fluggesellschaften weltweit isolieren.

"Alle iranischen Fluggesellschaften werden weltweit stillgelegt", sagte US-Finanzminister Scott Bessent dem US-Sender CNBC. Dies werde am Mittwoch geschehen. Seinen Worten nach sollen vor allem Drittstaaten unter Druck gesetzt werden.

"Wenn sie landen, darf man sie nicht mit Treibstoff versorgen, darf man ihnen keine Landedienste bereitstellen, darf man ihnen keine Tickets verkaufen, sonst wird man aus dem Dollarsystem ausgeschlossen", fügte er hinzu.

Bessent sagte weiter, dass die US-Regierung hinter den Kulissen Gespräche darüber geführt habe, den iranischen Luftfahrtsektor weiter zu isolieren. China hätte sich dabei kooperativ gezeigt. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping wird an diesem Mittwoch in Washington erwartet.

Die USA verschärften jüngst ihre Sanktionen gegen iranische Airlines.
Die USA verschärften jüngst ihre Sanktionen gegen iranische Airlines.  © Abedin Taherkenareh/EPA/dpa

21. September, 16.49 Uhr: Schwangere im Jemen benötigen laut UN dringend Geburtshilfe

Die schweren Gefechte im Jemen verschärfen die humanitäre Lage und führen zu weiterer massenhafter Vertreibung. Unter den Geflüchteten seien etwa 2100 schwangere Frauen, von denen mehr als 400 dringend Geburtshilfe benötigten oder die Versorgung von Neugeborenen, teilte der UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA) mit.

Frauen und Kinder seien besonders verwundbar. Es fehle an Notunterkünften und Sanitäranlagen. Wegen der laufenden Kämpfe sei die humanitäre Versorgung schwierig, da Gebiete zu gefährlich und Straßen nicht befahrbar seien.

21. September, 16.47 Uhr: Kämpfe in ölreicher Provinz Marib im Jemen

Regierungstruppen und mit ihnen verbündeten Milizen liefern sich mit den Huthi-Rebellen schwere Kämpfe um die ölreiche Provinz Marib im Jemen.

Bei den Gefechten seien in den vergangenen drei Tagen mehr als 50 Huthi-Kämpfer getötet worden, hieß es aus Militärkreisen. Laut Augenzeugen kam es dort zu gegenseitigem Artilleriefeuer, Geländegewinne konnte allerdings keine der Konfliktparteien erzielen.

Auch in Tais und Lahdsch an Jemens Küsten zum Roten Meer und dem Golf von Aden und im Kahbub-Gebirge im Südwesten wurde Kämpfe gemeldet. 

Mit Artillerie und Drohnen gehen die Angriffe im Jemen weiter. (Archivfoto)
Mit Artillerie und Drohnen gehen die Angriffe im Jemen weiter. (Archivfoto)  © Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

21. September, 11.59 Uhr: Iran schließt französisches Sprachzentrum in Teheran

Die iranischen Behörden haben nach Angaben des justiznahen Nachrichtenportals Misan das französische Sprachzentrum in Teheran geschlossen und versiegelt. Die Behörden begründeten dies damit, die der französischen Botschaft angegliederte Einrichtung habe trotz wiederholter Warnungen keine offizielle Betriebsgenehmigung eingeholt.

Weiterhin wirft die iranische Justiz dem Sprachzentrum vor, es habe seinen Status missbraucht. Laut den Behörden soll die Schule Projekte unterstützt haben, die sich gegen die iranisch-islamische Kultur richten und die nationale Sicherheit gefährden. Zudem soll das Zentrum die iranische Elite vernetzt und deren Auswanderung gefördert haben. Unabhängige Belege oder genaue Einzelheiten für diese Vorwürfe liegen nicht vor.

Frankreich verurteilte die angekündigte Schließung und "das Eindringen der iranischen Sicherheitskräfte", wie das Außenministerium in Paris mitteilte. Der Angriff sei inakzeptabel und nicht zu rechtfertigen. "Frankreich wird angemessene Maßnahmen treffen, um darauf zu antworten." Auch werde man den iranischen Botschafter in Paris einbestellen, hieß es.

20. September, 21.24 Uhr: Regierungstruppen im Jemen erobern Gebiete von Huthi zurück

Im Jemen gehen die schweren Kämpfe zwischen der Huthi-Miliz und Truppen der international anerkannten Regierung weiter. Diese eroberten im Westen der Provinz Tais mehrere Gebiete von den Huthi zurück, wie es aus Kreisen der Regierungstruppen hieß.

Die bergige Region überblickt die wichtige Meerenge Bab al-Mandab. In den umkämpften Gebieten gebe es aber weder für die Huthi noch für die Regierungstruppen und ihre Verbündeten einen Durchbruch oder einen strategischen Erfolg. Auch Beobachter in Tais sprachen von einem "Hin und Her" bei den Gefechten ohne bedeutende Fortschritte.

Ein Armeesprecher teilte mit, die Regierungstruppen hätten unter anderem Artillerie-Stellungen der Huthi-Miliz in der Provinz Marib zerstört.

Saudische Kampfflugzeuge griffen nach Huthi-Angaben einen Sendemast in al-Dschauf im Jemen an. Saudische Streitkräfte hätten auch Ziele in der jemenitischen Provinz Saada nahe der Grenze mit Artillerie beschossen, berichtete die Huthi-Fernsehsender Al-Masirah. Aus Saudi-Arabien gab es dazu keine Angaben. Das Land unterstützt in dem Konflikt die jemenitische Regierung.

Die schweren Kämpfe zwischen der Huthi-Miliz und den Regierungstruppen im Jemen seien ein "Hin und Her" ohne bedeutende Fortschritte. (Archivfoto)
Die schweren Kämpfe zwischen der Huthi-Miliz und den Regierungstruppen im Jemen seien ein "Hin und Her" ohne bedeutende Fortschritte. (Archivfoto)  © Uncredited/Ansar Allah Media Office/AP/dpa

20. September, 16.41 Uhr: Israels Militär tötet erneut Hamas-Mitglieder in Gaza

Israels Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge erneut Mitglieder der Hamas im Gazastreifen getötet.

Darunter seien zwei Terroristen, die mutmaßlich am Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel beteiligt gewesen seien, teilten das Militär und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet mit. Zudem sei ein Hamas-Kommandeur getötet worden.

Die drei hätten zuletzt Angriffe auf israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet. Um diese Bedrohung zu beseitigen, seien sie getötet worden, hieß es in einer Mitteilung des Militärs weiter.

Das israelische Militär hat in Gaza weitere mutmaßliche Terroristen ins Visier genommen. (Archivfoto)
Das israelische Militär hat in Gaza weitere mutmaßliche Terroristen ins Visier genommen. (Archivfoto)  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

20. September, 15.01 Uhr: Neue Gewalt im Westjordanland - Tote und Verletzte

Kurz vor Beginn des höchsten jüdischen Feiertags Jom Kippur eskaliert die Gewalt im Westjordanland.

Die israelischen Streitkräfte teilten mit, Soldaten hätten einen Palästinenser getötet, der versucht habe, sie mit einem Auto zu rammen. Zudem kam laut Polizei ein Israeli durch Schüsse ums Leben.

Ein mutmaßlich palästinensischer Täter schoss offiziellen israelischen Angaben zufolge aus einem Auto heraus auf israelische Siedler. Kurz darauf wurde er demnach von einem Soldaten angeschossen und floh verletzt vom Tatort. Später wurde er in einer Klinik festgenommen, wie das Militär mitteilte.

20. September, 14.57 Uhr: Irans Militär richtet Drohungen an USA und deren Verbündete

Das iranische Militär warnt die USA vor neuen Angriffen auf das Land.

Das militärische Hauptquartier Chatam al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt, erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, alle Stützpunkte und Interessen der USA in der Region würden ohne jegliche Einschränkung oder Rücksichtnahme kontinuierlichen, wirksamen und schmerzhaften Angriffen ausgesetzt sein. Alle Länder in der Region, die einen Angriff der USA unterstützten, würden als Komplizen betrachtet. Sie könnten keine Zurückhaltung oder Nachsicht erwarten.

Das iranische Militär droht den USA mit Schlägen gegen regionale Stützpunkte und Verbündete. Grund dafür sollen unbestätigte Berichte über geplante US-Angriffe sein.
Das iranische Militär droht den USA mit Schlägen gegen regionale Stützpunkte und Verbündete. Grund dafür sollen unbestätigte Berichte über geplante US-Angriffe sein.  © Vahid Salemi/AP/dpa

20. September, 14.56 Uhr: Teheran fordert US-Konzessionen vor neuen Verhandlungen

Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf knüpft eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus an die vorherige Erfüllung aller Bedingungen durch die USA.

Solange dies nicht geschehe, werde es außerdem auch keinen Weg zurück zum früheren Stand von Verhandlungen geben, sagte Irans Chefunterhändler in den Gesprächen mit den USA laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Irans Positionen seien klar und nicht verhandelbar.

Zuvor hatte Irans oberster Sicherheitskoordinator, Mohsen Resai, die Bereitschaft zur Beendigung des Krieges mit den USA auf Grundlage des im Juni abgeschlossenen Rahmenabkommen signalisiert. Der Generalsekretär des mächtigen Nationalen Sicherheitsrats im Iran nannte im Gespräch mit dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera dafür sieben Voraussetzungen.

Titelfoto: Shafiullah Kakar/AP/dpa

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