Nahost-Konflikt: Straße von Hormus laut Trump offen

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Israel/Iran - Nach nächtlichen Angriffen des US-Militärs gegen den Iran herrschte in den frühen Morgenstunden in mehreren mit den USA verbündeten Golfstaaten Alarm.

In mehreren Golfstaaten wie hier in Bahrain ertönten in den frühen Morgenstunden die Warnsirenen.
In mehreren Golfstaaten wie hier in Bahrain ertönten in den frühen Morgenstunden die Warnsirenen.  © Cindy Riechau/dpa

Die Attacke sei ein Vergeltungsschlag für den Angriff auf ein weiteres Handelsschiff in der Straße von Hormus gewesen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Nach einer früheren Centcom-Mitteilung handelte es sich dabei um das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff "GFS Galaxy".

Irans Revolutionsgarden hatten eigenen Angaben zufolge Warnschüsse gegen das Schiff abgegeben und es gestoppt, weil es sich auf einer nicht genehmigten Route befunden habe. An Bord des Schiffes brach laut Centcom ein Feuer aus. Wegen erheblicher Schäden konnte es seine Fahrt demnach nicht fortsetzen.

Die US-Streitkräfte griffen in der vergangenen Nacht eigenen Angaben zufolge rund 140 iranische Militärziele mit Präzisionsmunition an, die von land- und seegestützten Kampfflugzeugen, Drohnen und Marineschiffen abgefeuert wurde. Zu den Zielen gehörten demnach iranische Raketen- und Drohnenstellungen, Marineeinrichtungen, Munitionslager, Kommunikationsnetze und Küstenüberwachungsstandorte.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

12. Juli, 16.56 Uhr: Straße von Hormus laut Trump offen

US-Präsident Donald Trump (80) hat die Straße von Hormus entgegen iranischer Aussagen als offen für den Schiffsverkehr erklärt.

"Sie ist offen", sagte Trump am Sonntag in der NBC-Sendung "Meet the Press". Auch das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom schrieb in einem Post auf der Plattform X, die für den Handel wichtige Meerenge bleibe eine internationale Wasserstraße, die der Iran nicht kontrolliere.

US-Präsident Donald Trump (80) hat eine andere Meinung zur Straße von Hormus als der Iran.
US-Präsident Donald Trump (80) hat eine andere Meinung zur Straße von Hormus als der Iran.  © Alex Brandon/AP photo/dpa

12. Juli, 16.44 Uhr: Berichte über Tote bei neuen Angriffen in Gaza

Bei einem israelischen Drohnenangriff hat es palästinensischen Medienberichten zufolge trotz geltender Waffenruhe mehrere Tote in der Stadt Gaza gegeben.

Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete vier Todesopfer und mehrere Verletzte. Sie sprach von "einer Metallwerkstatt", die am Nachmittag in der Stadt im Norden des Küstengebiets getroffen worden sei. Eine israelische Armeesprecherin bestätigte auf Anfrage, dass das Militär in der Gegend eine "terroristische Infrastruktur" ins Visier genommen habe. Details dazu nannte sie zunächst nicht.

Sie können nichts dafür und müssen so sehr leiden: Vertriebene palästinensische Kinder tragen in Deir al-Balah im zentralen Gazastreifen gefüllte Wasserbehälter.
Sie können nichts dafür und müssen so sehr leiden: Vertriebene palästinensische Kinder tragen in Deir al-Balah im zentralen Gazastreifen gefüllte Wasserbehälter.  © Abdel Kareem Hana/AP/dpa

12. Juli, 13.40 Uhr: Soldat bei US-Angriff auf Hafen getötet

Bei den jüngsten US-Angriffen auf den Iran wurde nach Angaben Teherans ein iranischer Soldat getötet.

Der Marinesoldat sei einem Angriff auf den Hafen von Dschask im Süden des Landes zum Opfer gefallen, meldeten die Nachrichtenagenturen Mehr und Tasnim am Sonntag unter Berufung auf einen Behördenvertreter.

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran war in der Nacht zum Sonntag erneut militärisch eskaliert. Die USA starteten neue Angriffe auf den Iran, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus unter Beschuss genommen hatten.

12. Juli, 12.52 Uhr: Oman meldet Drohnenangriffe nahe Straße von Hormus

Der Oman hat Drohnenangriffe nahe der Straße von Hormus gemeldet. In der nördlichen Provinz Musandam seien mehrere Ziele mit Drohnen angegriffen worden, berichtete die Staatsagentur ONA unter Berufung auf Militärkreise.

Der Oman verurteilte die Attacken und erklärte, man werde alle notwendigen Schritte zum Schutz des Landes und der Bevölkerung ergreifen. Die zum Oman gehörende Enklave Musandam ragt in die Straße von Hormus hinein und grenzt an die Vereinigten Arabischen Emirate.

12. Juli, 8.48 Uhr: Gespräche über Straße von Hormus enden ohne Durchbruch

Der Iran und der Oman haben ihre Gespräche über die Straße von Hormus ohne Durchbruch beendet.

Beide Länder hätten beschlossen, die Gespräche auf politischer sowie technischer Ebene fortzusetzen, "um zu einer gemeinsamen Verständigung über die Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt" in der Meerenge zu gelangen, hieß es in einer Erklärung des iranischen Außenministeriums.

Nach Angaben aus Teheran nahm auch eine Delegation des Golfstaats Katar an dem Format in der omanischen Hauptstadt Maskat teil. Katar trat den Angaben nach als Vermittler zwischen dem Iran und den USA auf.

12. Juli, 7.06 Uhr: US-Militär greift rund 140 militärische Ziele im Iran an

Die US-Armee hat bei ihren neuen Attacken auf den Iran nach eigenen Angaben rund 140 militärische Ziele angegriffen.

Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X mit. Die neuen US-Angriffe auf den Iran waren nach Centcom-Angaben erfolgt, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten.

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, sie hätten Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine "nicht genehmigte Route" befahren habe. Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden, erklärten die Revolutionsgarden. Das Schiff habe wiederholt Anweisungen zur Nutzung eines genehmigten Schifffahrtskorridors ignoriert. Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten zudem die Sperrung der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus.

Die US-Armee hat bei ihren neuen Attacken auf den Iran nach eigenen Angaben rund 140 militärische Ziele angegriffen.
Die US-Armee hat bei ihren neuen Attacken auf den Iran nach eigenen Angaben rund 140 militärische Ziele angegriffen.  © Uncredited/Iranian Defense Ministry/AP/dpa

11. Juli, 14.15 Uhr: Irans oberster Führer droht mit Rache für Tötung seines Vaters

Irans oberster Führer Modschtaba Chamenei (56) hat Vergeltung angekündigt für die Tötung seines Vaters Ali Chamenei bei den US-israelischen Angriffen Ende Februar.

"Diese Rache ist der Wille unserer Nation und muss unweigerlich vollzogen werden", schrieb er in einem am Samstag veröffentlichten Brief.

In dem auf Freitag datierten Schreiben kündigte Chamenei an, das "Blut" seines Vaters und Vorgängers und aller "Märtyrer" der "beiden Kriege" gegen Israel und die USA zu rächen. Es gebe eine Liste mit den Namen der Zielpersonen.

"Diese Angelegenheit hängt weder von meiner persönlichen Existenz noch von der anderer Amtsträger ab. Ob wir nun da sind oder nicht, sie wird geschehen", fügte Chamenei hinzu. Der Brief war seine erste öffentliche Wortmeldung seit der Beerdigung seines Vaters.

Ayatollah Ali Chamenei, der seit 1989 an der Spitze der Islamischen Republik gestanden hatte, war am 28. Februar bei einem Luftangriff auf seine Residenz in Teheran getötet worden.

Nein, das ist nicht der echte Modschtaba Chamenei (56). Ein Demonstrant hielt das Konterfei des obersten iranischen Führers in eine Kamera.
Nein, das ist nicht der echte Modschtaba Chamenei (56). Ein Demonstrant hielt das Konterfei des obersten iranischen Führers in eine Kamera.  © Francisco Seco/AP/dpa

11. Juli, 9.01 Uhr: Trump droht Iran im Falle eines Mordanschlags mit "vollständiger" Vernichtung

"1000 Raketen sind scharf gemacht und auf die Islamische Republik Iran gerichtet", erklärte Trump am Freitag.

Das US-Militär sei bereit, willens und in der Lage, sämtliche Gebiete des Iran über den Zeitraum von mindestens einem Jahr "vollständig zu vernichten und zu zerstören".

Trump hatte am Rande des Nato-Gipfels in Ankara am Mittwoch gesagt, der Iran trachte ihm nach dem Leben. "Ich bin Nummer eins auf der Todesliste", sagte er.

11. Juli, 7.25 Uhr: USA fordern von Iran Öffnung der Straße von Hormus

Die USA fordern Medienberichten zufolge ein Bekenntnis des Irans zu einer freien und sicheren Schifffahrt in der Straße von Hormus.

Bis Samstag solle die iranische Führung öffentlich versichern, dass die Meerenge offen sei und der Iran von Angriffen auf Handelsschiffe absehe, schrieben unter anderem das Portal "Axios" und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Die Botschaft sei dem Iran direkt und über die Vermittler überbracht worden.

Welche Konsequenzen der iranischen Führung drohen, sollte sie der Forderung nicht nachkommen, blieb zunächst unklar. Die USA hatten in den vergangenen Tagen Ziele im Iran angegriffen und das mit Angriffen auf Handelsschiffe begründet.

Die USA fordern Medienberichten zufolge ein Bekenntnis des Irans zu einer freien und sicheren Schifffahrt in der Straße von Hormus.
Die USA fordern Medienberichten zufolge ein Bekenntnis des Irans zu einer freien und sicheren Schifffahrt in der Straße von Hormus.  © Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP/dpa

11. Juli, 5 Uhr: Forscher vermuten Reparaturen an Militärforschungsanlage im Iran

Satellitenbilder legen Forschern zufolge die Vermutung nahe, dass der Iran eine bekannte Militärforschungsanlage wieder aufbaut. Entsprechende Aktivitäten seien in den vergangenen Wochen etwa an dem Militärkomplex in Partschin zu sehen gewesen, wie das auf Nuklearthemen spezialisierte Institute for Science and International Security berichtet.

Den Forschern zufolge war die Anlage zu Beginn des Krieges mehrfach getroffen worden. Nachdem Satellitenbilder anfangs Aufräumarbeiten zeigten, mehrten sich demnach in den vergangenen Wochen Hinweise auf dauerhafte Reparaturen. Dazu zählen mehrere Betonmischer und andere Vorrichtungen, um die Einschlaglöcher dauerhaft zu versiegeln.

Titelfoto: Alex Brandon/AP photo/dpa

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