Nahost-Konflikt: Trump kassiert Gebührenidee für Straße von Hormus wieder ein

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Israel/Iran - Während das US-Militär im eskalierenden Konflikt um die Straße von Hormus weiter Ziele im Iran bombardiert, hat der Iran in der Meerenge zwei Tanker mit Marschflugkörpern attackiert.

Eine schwimmende US-Kampfdrohne vom Typ "Corsair" steuert auf einen iranischen Marinestützpunkt zu. Kurz darauf fliegt alles in die Luft.
Eine schwimmende US-Kampfdrohne vom Typ "Corsair" steuert auf einen iranischen Marinestützpunkt zu. Kurz darauf fliegt alles in die Luft.  © Uncredited/U.S. Central Command/dpa

Bei der Attacke auf die Schiffe der mit den USA verbündeten Vereinigten Arabischen Emirate wurde nach Angaben des dortigen Verteidigungsministeriums ein indisches Besatzungsmitglied getötet, zudem habe es acht Verletzte gegeben.

Derweil meldeten iranische Medien in der Nacht mehrfache Explosionen an der Südküste der Islamischen Republik.

Neben Kampfflugzeugen und Flugdrohnen wurden demnach erstmals auch schwimmende Kampfdrohnen eingesetzt.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

14. Juli, 17.39 Uhr: Trump kassiert Gebührenidee für Straße von Hormus wieder ein

Nur einen Tag nach der Ankündigung einer Gebühr für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus rückt US-Präsident Donald Trump (80) wieder von seiner Idee ab.

Nach "äußerst produktiven Gesprächen" mit nicht namentlich genannten Vertretern von Staaten im Nahen Osten wolle er stattdessen Investitionen von Golfstaaten in den USA vorantreiben, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

US-Präsident Donald Trump (80) hat mal wieder eine neue Idee.
US-Präsident Donald Trump (80) hat mal wieder eine neue Idee.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

14. Juli, 17.01 Uhr: Netanjahu droht dem Iran

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) droht dem Iran im Falle eines Angriffs mit großer Härte. Israel sei auf jedes Szenario vorbereitet, sagte Netanjahu laut Regierungspresseamt.

Die Führung in Teheran solle nicht damit rechnen, dass es nach einem Angriff ruhig bleibe. "Die Zeiten, in denen uns jemand Schaden zufügt und wir nicht doppelt zurückschlagen, sind vorbei", sagte Netanjahu. Der Iran müsse mit einer viel stärkeren Reaktion rechnen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) warnt mal wieder den Iran.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) warnt mal wieder den Iran.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

14. Juli, 16.06 Uhr: Abgeordnete im Iran fordern Rache

Eine große Mehrheit des iranischen Parlaments hat "Blutrache" für den im Krieg getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei gefordert. Bei ihrer ersten Sitzung in Präsenz mehr als vier Monate nach Kriegsbeginn forderten mehr als 180 der 290 Abgeordneten Vergeltung, wie die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine Stellungnahme der Politiker berichtete.

Die Abgeordneten kritisierten auch die Verhandlungen mit den USA scharf. Die Lösung der Probleme zwischen dem Iran und den USA sei durch Verhandlungen nicht möglich, hieß es in der bei Fars veröffentlichten Mitteilung. Beim Auftakt der Sitzung am Montagabend schwenkten die Abgeordneten rote Flaggen mit Vergeltungsaufrufen, wie auf Bildern iranischer Medien zu sehen ist.

Im Iran sieht es alles andere als nach Frieden aus.
Im Iran sieht es alles andere als nach Frieden aus.  © Vahid Salemi/AP/dpa

14. Juli, 15.21 Uhr: Erneut Tanker vor Küste Omans angegriffen

Erneut ist ein Tanker vor der Küste des Omans angegriffen worden. Am Chemikalien- und Öltanker "Stolt Magnesium" habe sich in der Nacht eine Explosion ereignet, die von einem "nicht identifizierten externen Mittel" verursacht worden sei, teilte der Mutterkonzern Stolt-Nielsen der Reederei in den Niederlanden mit.

Durch die Explosion sei im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen. Die Besatzung sei sicher und habe begonnen, den Brand zu löschen. Die britische Behörde UKMTO meldete, das Schiff sei von einem "unbekannten Projektil" getroffen worden.

14. Juli, 14.44 Uhr: US-Militär stoppt offenbar Abzug von Tankflugzeugen aus Israel

Angesichts der Eskalation im Iran-Konflikt setzen die USA nach Medienberichten ihren geplanten Abzug von Tankflugzeugen vom israelischen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv aus. Dies könnte laut Flughafenbehörde zur Stornierung von bis zu 50.000 Tickets während der Hauptreisezeit im Sommer führen, berichtete die Times of Israel.

Nach Angaben des Nachrichtenportals "ynet" belegen derzeit 33 US-Tankflugzeuge Standplätze auf dem wichtigsten israelischen Flughafen. Diese würden sonst von zivilen Flugzeugen genutzt.

Tank- und Transportflugzeuge vom Typ Boeing KC-135 Stratotanker der US-Luftwaffe zur Luftbetankung stehen auf dem Rollfeld des Ben-Gurion-Flughafens.
Tank- und Transportflugzeuge vom Typ Boeing KC-135 Stratotanker der US-Luftwaffe zur Luftbetankung stehen auf dem Rollfeld des Ben-Gurion-Flughafens.  © Gil Cohen-Magen/dpa

14. Juli, 14.35 Uhr: Israel und Libanon reden in Rom miteinander

In Rom haben neue direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon begonnen.

Die Unterhändler der zwei Nachbarländer kamen in der italienischen Hauptstadt auf dem Gelände der US-Botschaft zusammen. Beide Länder hatten sich Ende Juni unter Vermittlung der USA auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen ebnen soll. Die Gespräche in Rom sollen zwei Tage dauern.

14. Juli, 13.04 Uhr: Iranische Medien melden erneut Explosionen im Süden

Iranische Medien haben erneut Explosionen an der Südküste gemeldet.

Der staatliche Rundfunk berichtete über fünf Detonationen im Westen der Hafenstadt Bandar Abbas. Kurz darauf sei die Stadt Buschehr unter Beschuss geraten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Vier Ortsteile seien Ziel von Angriffen gewesen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der gleichnamigen Provinz.

Über Schäden oder Opfer gab es zunächst keine Details.

Iranische Medien haben erneut Explosionen an der Südküste gemeldet. (Archivbild)
Iranische Medien haben erneut Explosionen an der Südküste gemeldet. (Archivbild)  © Razieh Poudat/ISNA via AP/dpa

14. Juli, 8.59 Uhr: Irans Revolutionsgarden appellieren an jordanisches Volk

Irans Die iranischen Revolutionsgarden haben Jordanien aufgefordert, die Zusammenarbeit mit dem US-Militär einzustellen.

In einer Mitteilung appellierte die im Iran mächtige Militärorganisation an das jordanische Volk. "Ihr wisst sehr gut, dass wir eurem Land nicht nur keinerlei Feindschaft entgegenbringen, sondern euch, das edle Volk Jordaniens, sehr schätzen", hieß es.

Eine entschlossene Forderung nach der Auflösung der US-Stützpunkte "wäre eine große Hilfe" für die "Wiederherstellung der Sicherheit in der Region", warnten die Revolutionsgarden jedoch. "Jordaniens Würde und Erfolg sind unser Wunsch."

14. Juli, 6.12 Uhr: Trump kündigt neue Seeblockade gegen iranische Häfen an

US-Präsident Donald Trump (80) hatte für Montagabend und heute weitere harte Angriffe auf den Iran sowie eine Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren.

Nach Militärangaben gilt die Blockade ab heute 22.00 Uhr deutscher Zeit. Die Ölpreise schossen daraufhin wieder nach oben.

In einem Radiointerview deutete Trump zudem an, dass die USA eine tief unter der Erde im Zentrum des Irans gelegene Einrichtung angreifen könnten, die auch als "Pickaxe Mountain" bekannt ist. Über ihren Zweck wird vor allem wegen der Nähe zur Atomanlage Natans schon länger spekuliert. Eine These lautet, dass der Iran dort eine geheime Anlage zur Anreicherung von Uran errichten wolle, das für den Bau von Atomwaffen verwendet werden könnte.

Pickaxe sei "ein mögliches Ziel" für einen "großen, fetten" Angriff sagte Trump. Wahrscheinlich werde es "relativ bald" passieren.

US-Präsident Donald Trump (80).
US-Präsident Donald Trump (80).  © Alex Brandon/AP photo/dpa

13. Juli, 21.32 Uhr: Trump kündigt Rede an die Nation an

US-Präsident Donald Trump (80) will sich mit einer Rede an seine Landsleute richten.

Freitagfrüh um 3 Uhr deutscher Zeit (Donnerstagabend 21 Uhr US-Ostküstenzeit) ist eine Rede an die Nation geplant, wie auf seinem Truth-Social-Account angekündigt wurde.

Eine Rede an die Nation hält ein Präsident dann, wenn er wichtige Ankündigungen machen will oder ein bedeutender Moment für die Amerikaner eingetreten ist. Ein Thema nannte Trump nicht.

Es ist damit unklar, ob er sich zum Iran-Krieg, der seit Monaten die Schlagzeilen in den USA beherrscht, äußern wird. In den vergangenen Tagen eskalierte der Konflikt wieder.

In wenigen Tagen möchte sich US-Präsident Donald Trump (80) mit einer Rede an seine Bürger wenden.
In wenigen Tagen möchte sich US-Präsident Donald Trump (80) mit einer Rede an seine Bürger wenden.  © Alex Brandon/AP/dpa

13. Juli, 21.29 Uhr: IMO pocht auf gebührenfreie Durchfahrt der Straße von Hormus

Die Weltschifffahrtsorganisation IMO pocht auf eine gebührenfreie Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus.

Gemäß internationalem Recht müsse die Passage weiterhin zoll- und gebührenfrei bleiben, teilte die UN-Sonderorganisation mit Sitz in London mit. Die IMO betonte, jede Vereinbarung zwischen den Anrainerstaaten der Region müsse die diskriminierungsfreie und ungehinderte Durchfahrtsrecht aller Schiffe sicherstellen.

Titelfoto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

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