Nahost-Konflikt: Trump sieht schon wieder Iran-Deal nah, Teheran dementiert

Israel/Iran - US-Präsident Donald Trump (79) hat einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beilegung des Krieges in Aussicht gestellt.

Polizisten stehen Wache auf dem Platz der Islamischen Revolution in Teheran. (Archivbild)  © Vahid Salemi/AP/dpa

"Wir haben gerade eine großartige Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt", behauptete Trump im Weißen Haus. Die Dokumente sollten in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende in Europa unterzeichnet werden.

Aus dem Iran kam jedoch prompt ein Dementi: Bislang sei kein Text finalisiert worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, unter Berufung auf eine mit dem Verhandlungsteam verbundene Quelle. Ranghohe iranische Politiker äußerten sich zunächst nicht zu Trumps Einlassungen.

Der Republikaner hatte schon mehrere Male behauptet, eine Einigung auf einen Deal mit dem Iran sei nahe - der US-Fernsehsender CNN zählte genau 39 Mal. Doch die Verhandlungen gerieten später immer wieder ins Stocken.

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12. Juni, 6.09 Uhr: Trump sieht schon wieder Iran-Deal nah, Teheran dementiert

US-Präsident Donald Trump (79) hat einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beilegung des Krieges in Aussicht gestellt.

"Wir haben gerade eine großartige Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt", behauptete Trump im Weißen Haus. Die Dokumente sollten in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende in Europa unterzeichnet werden.

Aus dem Iran kam jedoch prompt ein Dementi: Bislang sei kein Text finalisiert worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, unter Berufung auf eine mit dem Verhandlungsteam verbundene Quelle.

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US-Präsident Donald Trump (79) hat einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beilegung des Krieges in Aussicht gestellt. (Archivbild)  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

12. Juni, 6.08 Uhr: Israel - Haben Zusicherung von Trump zu US-Iran-Deal bekommen

Angesichts einer möglichen Einigung der USA mit dem Iran auf ein Rahmenabkommen hat die israelische Regierung nach eigenen Angaben von Washington die Zusicherung bekommen, dass israelische Sicherheitsinteressen bei einem späteren Deal berücksichtigt werden.

Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am späten Abend mit, US-Präsident Donald Trump habe zugesagt, dass ein endgültiges Abkommen mit Teheran die Entfernung des vom Iran angereicherten Urans sowie den Abbau der iranischen Anlagen zur Urananreicherung umfassen werde.

11. Juni, 20.09 Uhr: Ölpreise fallen mit Aussichten auf Einigung

Die Ölpreise sind nach der Absage von geplanten Angriffen der USA auf den Iran deutlich gefallen.

Die Nordseesorte Brent fiel am Abend unter die Marke von 90 US-Dollar je Barrel. Das waren fast 4 Prozent weniger als am Vorabend. In der Nacht hatte die weltweite Referenzsorte noch bis zu 95,50 Dollar gekostet.

11. Juni, 20.03 Uhr: Trump bläst angekündigte Iran-Angriffe ab

US-Präsident Donald Trump (79) hat die für diesen Abend angekündigten schweren Angriffe auf den Iran abgesagt.

Der Republikaner begründete das auf der Plattform Truth Social mit Gesprächen, die die höchste Ebene der iranischen Führung erreicht hätten.

Nach Trumps Darstellung sind Verhandlungen über eine Befriedung des Konflikts einem Durchbruch nahe. Er schrieb, dass Gespräche und endgültige Punkte im Detail von allen beteiligten Parteien gebilligt worden seien, darunter die Vereinigten Staaten, Israel, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, die Türkei, Pakistan, Bahrain, Kuwait, Jordanien, Ägypten und andere. Trump stellte sogar eine Unterzeichnung in Aussicht - Zeitpunkt und Ort würden in Kürze bekanntgegeben.

Laut US-Präsident Donald Trump (79) finden die für den Abend angekündigten schweren Angriffe auf den Iran nicht statt.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

11. Juni, 19.30 Uhr: Libanon meldet sechs Tote und weitere Verletzte bei Angriffen Israels

Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach dortigen Angaben weitere Menschen getötet und verletzt worden.

Die libanesische Staatsagentur NNA meldete am Donnerstag unter anderem vier Tote nach einem Angriff im Ort Abassija im Süden. Zwei weitere Tote habe es nach israelischen Angriffen in der Küstenstadt Tyrus sowie in Baalbek im Osten gegeben.

Israels Bodentruppen rückten unterdessen im südlichen Libanon vor. Diese hätten die "operative Kontrolle" im Tal Wadi Saluki übernommen, teilte die israelische Armee mit. Das Gebiet liegt zwischen dem Fluss Litani - eine wichtige Trennlinie im Konflikt Israels mit der proiranischen Hisbollah-Miliz - und der libanesisch-israelischen Grenze. Das Tal war bereits im Krieg beider Seiten im Jahr 2006 umkämpft. Libanesische Sicherheitskreise berichteten von erneut schweren Angriffen im Süden des Landes.

11. Juni, 15.53 Uhr: Trump droht mit "vollständiger Kontrolle" über Irans Öl

US-Präsident Donald Trump (79) hat mit der Übernahme der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg gedroht.

Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werde man die Insel und andere Öl-Infrastrukturpunkte übernehmen und die "vollständige Kontrolle" über Irans Öl- und Gasmärkte erlangen, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social und kündigte zugleich schwere Angriffe auf den Iran für die Nacht an.

Damit erhöht die US-Regierung den Druck auf den Iran in den stockenden Gesprächen um ein mögliches Rahmenabkommen über ein Ende des Krieges. Das Abkommen würde zunächst vertiefte Verhandlungen bedeuten. Obwohl eine Waffenruhe gilt, kam es in den vergangenen Tagen zu heftigen Angriffen. Am Wochenende beschossen sich der Iran und Israel gegenseitig, in der Nacht zu Mittwoch und Donnerstag attackierten sich der Iran und die USA.

US-Präsident Donald Trump (79) droht mit der "vollständigen Kontrolle" über Irans Öl.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

11. Juni, 11.37 Uhr: Saudi-Arabien beendet Importverbot aus dem Libanon

Nach fünf Jahren hat Saudi-Arabien ein Verbot für Importe aus dem Libanon aufgehoben.

Riad begründete den Schritt mit ermutigenden Maßnahmen der libanesischen Regierung zur Stärkung staatlicher Institutionen, wie die saudische Nachrichtenagentur SPA am Mittwochabend berichtete.

11. Juni, 11.36 Uhr: Drei Verletzte nach US-Angriffen in Provinz Teheran

Bei den US-Angriffen im Iran in der Nacht sind einem lokalen Medienbericht zufolge drei Menschen in der Provinz Teheran verletzt worden.

Diese seien in Krankenhäuser eingeliefert worden, berichtete das Portal "Mehr" unter Berufung auf die Notdienstzentrale weiter.

11. Juni, 11.32 Uhr: Merz - Bereit für Einsatz in Hormus-Straße nach Kriegsende

Kanzler Friedrich Merz (CDU, 70) unterstreicht die Bereitschaft der Bundesregierung, sich an der Sicherung der für die weltweite Öl- und Energieversorgung wichtigen Straße von Hormus zu beteiligen.

Dies gelte, "sobald die Voraussetzungen dafür vorliegen", betonte der CDU-Chef in einer Regierungserklärung im Bundestag vor dem Hintergrund anhaltender gegenseitiger Angriffe der USA und Irans. "Bis dahin gilt: Wir setzen uns für eine diplomatische Lösung des Konfliktes ein."

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskaliert. Der Kanzler signalisiert erneut die Bereitschaft, dass Deutschland sich für die Sicherung der Straße von Hormus engagiert. (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa

11. Juni, 11.31 Uhr: Jordanien: - 20 iranische Raketen abgefangen

Jordanien hat nach eigenen Angaben in der Nacht 20 aus dem Iran abgefeuerte Raketen abgefangen.

Dabei seien Trümmer herabgefallen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf das Militär. Es habe aber weder Verletzte noch Sachschaden gegeben. Das Militär beobachte die regionale Sicherheitslage fortlaufend, hieß es weiter. Verletzungen des jordanischen Luftraums würden nicht toleriert.

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