TV-Moderator berichtet von "furchtbarer Situation" im Iran
Hamburg - Er verfolgt den Nahost-Konflikt in Israel und dem Iran mit großer Sorge: TV-Moderator Michel Abdollahi (44) hat sich am Montag sichtlich angeschlagen bei seinen Fans auf Instagram gemeldet.
Der Wahl-Hamburger, der in Irans Hauptstadt Teheran geboren wurde, berichtete, dass es ihm "unfassbar schlecht" gehe, wenn er an die Lage in seinem Heimatland denke.
Er habe mit ein paar Leuten vor Ort gesprochen, die ihm von einer "furchtbaren Situation" berichtet hätten. "Die erzählen mir, dass es eine absolute Starre in ihrem Leben gibt", verdeutlichte der 44-Jährige.
So hätten einige bereits ihre Jobs verloren, einige Arbeitgeber würde keine Löhne mehr auszahlen. Zahlreichen Menschen seien in Geldnot und könnten sich nichts mehr zu essen leisten. "Die Menschen erzählen mir, dass eine gespenstische Ruhe in den Straßen von Teheran herrscht, dass keiner weiß, was in Zukunft passiert", betonte er.
Diese Erzählungen seien für ihn schwer auszuhalten. "Das zermürbt mich und es macht mich absolut kaputt", ergänzte Abdollahi, der als kleiner Junge mit seiner Familie nach Deutschland gekommen war.
Michel Abdollahi verfolgt die Situation im Iran mit großer Sorge
Michel Abdollahi macht sich Sorgen wegen der aktuellen Verhandlungen
Auch die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA machten ihm Sorgen. "Natürlich wollen wir, dass der Krieg aufhört. Natürlich wollen wir, dass keine Menschen mehr sterben. Natürlich möchte ich, dass Frieden in diesem Land ist. Aber wir haben doch nicht gekämpft (...), damit die USA einen besseren Deal mit der Islamischen Republik aushandeln", bekräftigte er.
Stattdessen wolle die iranische Bevölkerung "endlich frei leben und frei atmen können", wie es der TV-Moderator ausdrückte. Es sei nur möglich, wenn das machthabende Mullah-Regime zerschlagen werde.
"Ich weiß aktuell überhaupt nicht weiter, aber ich weiß, dass wir weiterkämpfen müssen, dass wir die Aufmerksamkeit auf das Thema halten müssen und dass wir den Menschen dort drüben im Iran weiter eine Stimme geben müssen. Und das tue ich hiermit", unterstrich Abdollahi abschließend.
Titelfoto: Fotomontage: 123RF/bornamir, Instagram/michelabdollahi
