Nahost-Konflikt: Trump spricht von "letzter Chance" für Teheran

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Teheran - US-Präsident Donald Trump (80) hat eine Fortsetzung der Seeblockade gegen den Iran bekannt gegeben. Die US-Armee werde die iranischen Häfen so lange blockieren, bis es "ein Abkommen oder eine vollständige Kapitulation" Teherans gebe, erklärte Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social.

US-Präsident Trump (80) will endlich ein Abkommen mit dem Iran.
US-Präsident Trump (80) will endlich ein Abkommen mit dem Iran.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

Die iranische Führung sei "doppelzüngig", wenn sie behaupte, es gebe keine Gespräche mit den USA zur Beendigung des Krieges, schrieb Trump weiter.

"Ob Iran es zugeben will oder nicht - wir sprechen tatsächlich über eine Lösung für ein Problem, das sie seit Jahrzehnten verursacht haben." Er bezog sich damit auf das iranische Atomprogramm. Der Iran werde "niemals" Nuklearwaffen haben, bekräftigte er.

Der Iran hatte zuvor Trumps Angaben zu einer neuen Gesprächsrunde bestritten. Ort und Teilnehmer der Verhandlungen nannte der US-Präsident nicht. Dennoch fielen die Ölpreise nach Trumps Worten deutlich, der Dax stieg auf ein Rekordhoch.

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3. August, 20.49 Uhr: Trump spricht von "letzter Chance" für Teheran

US-Präsident Donald Trump (80) hat neue Gespräche mit dem Iran als "letzte Chance" für Teheran bezeichnet. Man befände sich in Gesprächen - und zwar auf Wunsch des Irans, sagte Trump im Weißen Haus. Er bekräftigte, dass diverse Staaten die USA darum gebeten hätten, der Diplomatie eine letzte Chance zu geben. "Das ist eine letzte Chance für sie, ein gutes Dokument zu unterzeichnen", sagte er mit Blick auf den Iran.

Trumps Darstellung zufolge drehen sich die Gespräche um die Öffnung der für den internationalen Gas- und Ölhandel zentralen Straße von Hormus. Demnach geht es darum, die Meerenge bis diesen Dienstag vollständig zu öffnen. In einer zweiten Phase soll es seiner Darstellung nach dann um die "Denuklearisierung" des Irans gehen - das werde länger dauern, räumte Trump ein.

US-Präsident Donald Trump (80) gibt dem Iran zum xten Mal eine letzte Chance.
US-Präsident Donald Trump (80) gibt dem Iran zum xten Mal eine letzte Chance.  © Alex Brandon/AP/dpa

3. August, 17.21 Uhr: Israel weigert sich, Gaza-Truppen abzuziehen und lehnt Ende von Angriffen ab

Israel lehnt einen Rückzug seiner Truppen aus dem Gazastreifen und einen Stopp von Angriffen in dem Gebiet gegenwärtig ab. "Israel wird sich nicht von der derzeitigen Linie im Gazastreifen zurückziehen und weiterhin jede Bedrohung für unsere Bürger und Soldaten vereiteln", teilte ein ranghoher israelischer Regierungsvertreter mit.

Beide Schritte sind Teil eines Fahrplans des Gaza-Friedensrats, der auch eine Übergabe der Waffen durch die islamistische Terrororganisation Hamas und andere bewaffnete Gruppierungen vorsieht.

Gaza-Stadt: Im Stadtteil Shujaiya sind gelbe Betonblöcke zu sehen, nachdem israelische Truppen in das Gebiet vorgedrungen waren. (Archivbild)
Gaza-Stadt: Im Stadtteil Shujaiya sind gelbe Betonblöcke zu sehen, nachdem israelische Truppen in das Gebiet vorgedrungen waren. (Archivbild)  © Bilal Osama/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

3. August, 16.34 Uhr: Herzog lobt Gaza-Initiative

Der israelische Staatspräsident Izchak Herzog (65) hat die jüngste Initiative des von US-Präsident Donald Trump (80) gegründeten Friedensrats gelobt, den Gaza-Friedensplan voranzutreiben.

"Ich sehe viele positive Aspekte in den Bemühungen des Friedensgremiums", sagte er laut Angaben seines Büros. Zugleich bekräftigte er die Notwendigkeit, dass die Terrororganisation Hamas ihre Waffen abgibt, als Voraussetzung für weitere Fortschritte.

Der israelische Staatspräsident Izchak Herzog (65) findet lobende Worte für Trump.
Der israelische Staatspräsident Izchak Herzog (65) findet lobende Worte für Trump.  © Peter Klaunzer/KEYSTONE/dpa

3. August, 10.29 Uhr: Iran vollstreckt erneut Todesurteile wegen mutmaßlicher Spionage

Im Iran sind zwei weitere Männer wegen mutmaßlicher Spionage für Israel hingerichtet worden.

Nach Angaben der mit der Justiz verbundenen Nachrichtenagentur Misan sollen sie während der militärischen Auseinandersetzungen mit den USA und Israel Koordinaten und Fotos sensibler Militär- und Sicherheitsstandorte an "mit dem israelischen Geheimdienst Mossad verbundene Kanäle" weitergegeben haben. Dabei soll es sich den Angaben zufolge um ein nicht näher bezeichnetes internationales Satellitennetzwerk handeln. Weiter hieß es, der oberste Gerichtshof habe der Todesstrafe zugestimmt.

3. August, 10.28 Uhr: Trump kündigt neue Gespräche mit Iran an

US-Präsident Donald Trump will den seinen Worten nach größten Angriff des US-Militärs "seit dem Zweiten Weltkrieg" vorerst abgesagt haben, um neuen Verhandlungen mit dem Iran eine Chance zu geben.

Die Gespräche sollen am Montagnachmittag stattfinden, wie Trump ankündigte. Es blieb zunächst unklar, wo die Verhandlungen geführt werden sollen, wie lange sie dauern dürften und wer genau daran beteiligt sein wird. Aus dem Iran gab es in der Nacht zunächst keine Bestätigung für geplante Gespräche.

Besondere Bedeutung bei den Verhandlungen dürfte eine Regelung zur Öffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr haben. Zudem soll auch das umstrittene Atomprogramm des Irans Gegenstand der Gespräche sein. Die beiden Themenkomplexe dominierten auch schon vorherige Verhandlungsrunden, die in Pakistan und der Schweiz stattfanden.

US-Präsident Trump zufolge waren vernichtende Angriffe auf den Iran geplant. Er will sie jedoch in letzter Minute gestoppt haben. Heute soll es neue Gespräche mit der Islamischen Republik geben.
US-Präsident Trump zufolge waren vernichtende Angriffe auf den Iran geplant. Er will sie jedoch in letzter Minute gestoppt haben. Heute soll es neue Gespräche mit der Islamischen Republik geben.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

2. August, 22.10 Uhr: Irans Präsident Peseschkian setzt auf Abkommen mit den USA

Irans Präsident Massud Peseschkian (71) sieht das Rahmenabkommen mit den USA als künftigen Schwerpunkt der Außenbeziehungen seines Landes.

"Wir müssen alles daran setzen, den Feind dazu zu zwingen, sich an das zu halten, was er unterzeichnet hat", schrieb Peseschkian auf der Plattform X. Die Sicherheit des Irans, der Region und der Verbündeten Teherans werde durch diese Absichtserklärung gestärkt.

Der Iran und die USA hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges geeinigt. In einer Übergangsfrist von 60 Tagen sollten weitere Details ausgearbeitet werden. In der Zwischenzeit kam es aber immer wieder zu gegenseitigen Angriffen.

US-Präsident Donald Trump (80) hatte zuletzt nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle gegen den Iran abgesagt, da es nun "Umrisse einer Einigung" gebe. Dazu gab es aus dem Iran zunächst keine Bestätigung.

Irans Präsident Massud Peseschkian (71).
Irans Präsident Massud Peseschkian (71).  © Vahid Salemi/AP/dpa

2. August, 21.44 Uhr: Iran und Oman verhandeln über Schifffahrt in der Straße von Hormus

Die Verhandlungen zwischen dem Iran und dem Oman über die Schifffahrt in der Straße von Hormus befinden sich iranischen Angaben zufolge in der Endphase.

Außenminister Abbas Araghtschi habe die Mitglieder des Kabinetts zu Beginn seiner Sitzung am Sonntag entsprechend informiert, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.

Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai betonte unterdessen laut dem Sender Press TV, dass die Lage in der umkämpften Meerenge nicht mehr zu ihrem Vorkriegsstatus zurückkehren werde. Der Iran handele im eigenen Interesse.

Eine Einigung mit dem Oman über eine neue Schifffahrtsroute bedeute aber nicht, dass die Straße von Hormus geöffnet oder geschlossen werde, sagte der Sprecher laut dem staatlichen Sender Irib.

Die Straße von Hormus ist ein Nadelöhr und entscheidend für den weltweiten Handel auf dem Seeweg. (Archivfoto)
Die Straße von Hormus ist ein Nadelöhr und entscheidend für den weltweiten Handel auf dem Seeweg. (Archivfoto)  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

2. August, 5.15 Uhr: Trump: Angriffe auf Iran abgesagt - "Umrisse einer Einigung"

Aufgrund angeblicher Fortschritte bei den Bemühungen um eine diplomatische Einigung mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump eine neue Angriffswelle des Militärs nach eigenen Angaben vorerst abgesagt. Voraussetzung dafür sei, dass schnell eine Einigung erreicht werde, schrieb Trump in der Nacht auf seiner Plattform Truth Social.

Das US-Militär stehe mit all seiner Macht zu einem Angriff bereit, wie es ihn "seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben hat". Aber der Iran und andere Länder in der Region hätten darum gebeten, davon abzusehen, da es nun "Umrisse einer Einigung" gebe.

Dazu gehöre die "komplette" Öffnung der Straße von Hormus und "ein Ende der vom Iran ausgehenden atomaren Bedrohung", schrieb Trump. Auch Israel werde sich an die Vereinbarung halten, den Iran vorerst nicht wieder anzugreifen. Wohl an die Vermittler gerichtet schob er hinterher: "Macht Euch alle an die Arbeit und ERLEDIGT das."

2. August, 3.50 Uhr: Iran: Werden bei neuen US-Angriffen entschlossen reagieren

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat in einem Gespräch mit seinem saudi-arabischen Kollegen Faisal bin Farhan vor einer neuen militärischen Eskalation im Krieg mit den USA gewarnt.

Die schlagkräftigen Streitkräfte seines Landes würden auf jeden Akt der Aggression entschlossen reagieren, schrieb Araghtschi auf der Plattform Telegram. Im Falle neuer Angriffe müssten die USA, Israel sowie beteiligte Staaten in der Golfregion die volle Verantwortung dafür tragen, warnte er.

Angesichts von US-Medienberichten über einen geplanten neuen Großangriff auf Ziele im Iran hat Teheran bereits mit Gegenschlägen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Staaten am Persischen Golf gedroht. Die von US-Präsident Donald Trump erwogene neue Angriffswelle könnte den Berichten zufolge auch Attacken auf Irans Energieinfrastruktur umfassen.

1. August, 20.10 Uhr: Israel tötet nach eigenen Angaben mehrere Hisbollah-Kämpfer im Südlibanon

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehrere Kämpfer der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon getötet. Diese "Terroristen" hätten sich in der "Sicherheitszone" im Gebiet des Gebirgskamms Ali al-Taher befunden und seien in der Nacht "eliminiert" worden, teilte die Armee am Samstag mit.

Bei dem Einsatz sei auch ein israelischer Soldat verletzt worden. Eine Reaktion der pro-iranischen Schiitenmiliz lag zunächst nicht vor.

Immer wieder greift Israel im Libanon an. (Archivbild)
Immer wieder greift Israel im Libanon an. (Archivbild)  © Hassan Ammar/AP/dpa

1. August, 16.51 Uhr: Wieder Angriffe Israels in Gaza - Klinik-Lager getroffen

Israels Armee setzt ihre Angriffe auf Ziele im Gazastreifen fort. Palästinensischen Angaben zufolge gab es dabei im Laufe des Tages drei Tote und mehrere Verletzte.

"Ziel der beiden Angriffe waren Terroristen", teilte ein israelischer Armeesprecher am Nachmittag auf Anfrage mit.

Titelfoto: Alex Brandon/AP/dpa

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