Nahost-Konflikt: Trump kündigt Rede an die Nation an

Israel/Iran - Im Konflikt um die Straße von Hormus treiben Washington und Teheran die Eskalation am Persischen Golf weiter voran.

Infolge der andauernden Auseinandersetzungen scheint ein Kriegsende in weite Ferne zu rücken.  © Vahid Salemi/AP/dpa

Bereits zum vierten Mal in weniger als einer Woche griff das US-Militär den Iran an. Die im Iran mächtigen Revolutionsgarden reagierten erneut mit Vergeltungsangriffen auf die Golfstaaten Kuwait und Bahrain sowie auf das gut 1000 Kilometer entfernte Jordanien.

Ob es einen diplomatischen Ausweg gibt oder wie eine Rückkehr zur Waffenruhe gelingen soll, ist völlig unklar. 

Das US-Militär attackierte mit ihrer jüngsten Angriffswelle eigenen Angaben nach Dutzende Ziele an mehreren Orten im Iran. Ziel sei, Irans Fähigkeit zu schwächen, Schiffe in der für den weltweiten Energiehandel wichtigen Straße von Hormus anzugreifen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit.

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Neben Kampfflugzeugen und Flugdrohnen wurden demnach erstmals auch schwimmende Kampfdrohnen eingesetzt.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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13. Juli, 21.32 Uhr: Trump kündigt Rede an die Nation an

US-Präsident Donald Trump (80) will sich mit einer Rede an seine Landsleute richten.

Freitagfrüh um 3 Uhr deutscher Zeit (Donnerstagabend 21 Uhr US-Ostküstenzeit) ist eine Rede an die Nation geplant, wie auf seinem Truth-Social-Account angekündigt wurde.

Eine Rede an die Nation hält ein Präsident dann, wenn er wichtige Ankündigungen machen will oder ein bedeutender Moment für die Amerikaner eingetreten ist. Ein Thema nannte Trump nicht.

Es ist damit unklar, ob er sich zum Iran-Krieg, der seit Monaten die Schlagzeilen in den USA beherrscht, äußern wird. In den vergangenen Tagen eskalierte der Konflikt wieder.

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In wenigen Tagen möchte sich US-Präsident Donald Trump (80) mit einer Rede an seine Bürger wenden.  © Alex Brandon/AP/dpa

13. Juli, 21.29 Uhr: IMO pocht auf gebührenfreie Durchfahrt der Straße von Hormus

Die Weltschifffahrtsorganisation IMO pocht auf eine gebührenfreie Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus.

Gemäß internationalem Recht müsse die Passage weiterhin zoll- und gebührenfrei bleiben, teilte die UN-Sonderorganisation mit Sitz in London mit. Die IMO betonte, jede Vereinbarung zwischen den Anrainerstaaten der Region müsse die diskriminierungsfreie und ungehinderte Durchfahrtsrecht aller Schiffe sicherstellen.

13. Juli, 19.33 Uhr: EU-Außenbeauftragte erwägt Sondertreffen zu Israel-Sanktionen

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (49) sieht trotz der Ablehnung Deutschlands und anderer Staaten Chancen für eine Einschränkung des Handels mit Waren von israelischen Siedlern im Westjordanland.

Die größte Unterstützung unter den Mitgliedstaaten habe die Option gefunden, Maßnahmen gegen den Handel mit Produkten aus den israelischen Siedlungen zu ergreifen, sagte sie am Montagabend nach einem Außenministertreffen in Brüssel.

Man habe nun die Botschafter der Mitgliedstaaten beauftragt, die Arbeiten voranzubringen. Wahrscheinlich werde es zu dem Thema auch eine außerordentliche Sitzung der Außenminister geben.

Wie viele EU-Staaten sich für Handelseinschränkungen aussprachen und wie viele dagegen, sagte Kallas nicht.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (49) ist sich sicher, dass eine Einschränkung möglich ist.  © Michael Brandt/dpa

13. Juli, 16.40 Uhr: Trump kündigt Wiederaufnahme der Seeblockade gegen iranische Häfen an

Im Konflikt um die Straße von Hormus hat US-Präsident Donald Trump (80) die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren.

Allen anderen Ländern solle ein "fairer und offener" Zugang zur Meerenge möglich sein, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.

Der US-Präsident Donald Trump (80) kündigte nun eine Seeblockade an.  © Alex Brandon/AP photo/dpa

13. Juli, 14.55 Uhr: Iran meldet neue US-Angriffe im Südwesten

Der Iran hat neue Angriffe im Südwesten des Landes gemeldet.

In der Industriestadt Abadan an der Grenze zum Irak wurden dabei zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt, wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete.

Laut dem Vizegouverneur der betroffenen Provinz Chusestan ereigneten sich die Angriffe kurz nach Mittag (Ortszeit). Die Behörden machten die USA für die Luftangriffe verantwortlich.

Eigentlich hatte das US-Militär seine jüngste Angriffswelle am frühen Montagmorgen für beendet erklärt.

Im Iran kam es vor wenigen Stunden zu erneuten Angriffen.  © Razieh Poudat/ISNA via AP/dpa

12. Juli, 18.53 Uhr: Iran meldet erneut Explosionen an der Südküste

Der Iran hat nach den US-Angriffen in der vergangenen Nacht erneut Explosionen an der Südküste gemeldet.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Sonntagabend über Detonationen in der Hafenstadt Bandar Abbas und unweit der Insel Gheschm im Persischen Golf. Details zur Ursache der Explosionen gab es zunächst nicht.

12. Juli, 16.56 Uhr: Straße von Hormus laut Trump offen

US-Präsident Donald Trump (80) hat die Straße von Hormus entgegen iranischer Aussagen als offen für den Schiffsverkehr erklärt.

"Sie ist offen", sagte Trump am Sonntag in der NBC-Sendung "Meet the Press". Auch das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom schrieb in einem Post auf der Plattform X, die für den Handel wichtige Meerenge bleibe eine internationale Wasserstraße, die der Iran nicht kontrolliere.

US-Präsident Donald Trump (80) hat eine andere Meinung zur Straße von Hormus als der Iran.  © Alex Brandon/AP photo/dpa

12. Juli, 16.44 Uhr: Berichte über Tote bei neuen Angriffen in Gaza

Bei einem israelischen Drohnenangriff hat es palästinensischen Medienberichten zufolge trotz geltender Waffenruhe mehrere Tote in der Stadt Gaza gegeben.

Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete vier Todesopfer und mehrere Verletzte. Sie sprach von "einer Metallwerkstatt", die am Nachmittag in der Stadt im Norden des Küstengebiets getroffen worden sei. Eine israelische Armeesprecherin bestätigte auf Anfrage, dass das Militär in der Gegend eine "terroristische Infrastruktur" ins Visier genommen habe. Details dazu nannte sie zunächst nicht.

Sie können nichts dafür und müssen so sehr leiden: Vertriebene palästinensische Kinder tragen in Deir al-Balah im zentralen Gazastreifen gefüllte Wasserbehälter.  © Abdel Kareem Hana/AP/dpa

12. Juli, 13.40 Uhr: Soldat bei US-Angriff auf Hafen getötet

Bei den jüngsten US-Angriffen auf den Iran wurde nach Angaben Teherans ein iranischer Soldat getötet.

Der Marinesoldat sei einem Angriff auf den Hafen von Dschask im Süden des Landes zum Opfer gefallen, meldeten die Nachrichtenagenturen Mehr und Tasnim am Sonntag unter Berufung auf einen Behördenvertreter.

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran war in der Nacht zum Sonntag erneut militärisch eskaliert. Die USA starteten neue Angriffe auf den Iran, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus unter Beschuss genommen hatten.

12. Juli, 12.52 Uhr: Oman meldet Drohnenangriffe nahe Straße von Hormus

Der Oman hat Drohnenangriffe nahe der Straße von Hormus gemeldet. In der nördlichen Provinz Musandam seien mehrere Ziele mit Drohnen angegriffen worden, berichtete die Staatsagentur ONA unter Berufung auf Militärkreise.

Der Oman verurteilte die Attacken und erklärte, man werde alle notwendigen Schritte zum Schutz des Landes und der Bevölkerung ergreifen. Die zum Oman gehörende Enklave Musandam ragt in die Straße von Hormus hinein und grenzt an die Vereinigten Arabischen Emirate.

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