Nahost-Konflikt: USA attackieren Iran - trotz Waffenruhe!

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Israel/Iran - Nach Angriffen auf Tanker in der Straße von Hormus greifen die USA erneut Ziele im Iran an. Einem Bericht zufolge fallen die Attacken deutlich stärker aus als zuvor. Es soll mehrere Verletzte geben.

Kampfflugzeuge der USA: Erneut haben die Vereinigten Staaten den Iran angegriffen - dieses Mal anscheinend deutlich stärker als zuvor. (Archivfoto)
Kampfflugzeuge der USA: Erneut haben die Vereinigten Staaten den Iran angegriffen - dieses Mal anscheinend deutlich stärker als zuvor. (Archivfoto)  © Kendall Torres Cortés/dpa

Das US-Militär hat bei seinen jüngsten Angriffen im Iran Medienberichten zufolge erneut Ziele im Süden des Landes ins Visier genommen. Unter anderem seien Systeme zur Luftabwehr, zur Küstenüberwachung sowie Drohnenstellungen attackiert worden, berichtete "Axios" unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten.

Die Angriffe seien vier oder fünf Mal stärker gewesen als Attacken vor rund anderthalb Wochen.

Iranische Medien berichteten in der Nacht von Explosionen in der Hafenstadt Sirik an der Straße von Hormus sowie auf der Insel Qeschm. Auch aus dem Bereich der Großstadt Bandar Abbas gab es iranische Berichte über Explosionen. Nach Angaben des iranischen Senders Press TV wurden mehrere Menschen verletzt. 

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

8. Juli, 8.09 Uhr: Hisbollah-Mitglied laut IDF im Südlibanon getötet

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einem Schusswechsel im Südlibanon ein Hisbollah-Mitglied getötet.

Der "Terrorist" sei am Vortag erschossen worden, nachdem er im Gebiet Bint Jbail zuvor das Feuer auf israelische Soldaten eröffnet habe, teilten die Streitkräfte (IDF) auf ihrem Telegram-Kanal am Mittwoch mit. Demnach durchsuchte die Armee eine Struktur innerhalb der Sicherheitszone des Areals, wo am vergangenen Donnerstag ein IDF-Reservist schwer verwundet worden war.

8. Juli, 6.20 Uhr: Kuwait erneut unter Beschuss - Alarm auch in Bahrain

Nach den erneuten Angriffen des US-Militärs auf Ziele im Süden des Irans ist der Golfstaat Kuwait laut kuwaitischen Armeeangaben unter Beschuss geraten.

Die Luftabwehr wehre feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab, teilte die Armee des mit Washington verbündeten Landes am frühen Morgen auf X mit. Genauere Angaben gab es zunächst nicht. Auch in Bahrain heulten die Sirenen. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf mit.

In Bahrain heulten in der Nacht die Sirenen auf. (Archivfoto)
In Bahrain heulten in der Nacht die Sirenen auf. (Archivfoto)  © Cindy Riechau/dpa

8. Juli, 6.18 Uhr: US-Militär meldet Angriffe auf über 80 Ziele

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben über 80 Ziele im Iran angegriffen und seine Attacken mittlerweile beendet.

Die Streitkräfte hätten unter anderem Luftabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen sowie mehr als 60 Boote der Revolutionsgarden in oder nahe der Straße von Hormus getroffen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Damit sei die Fähigkeit des Irans beeinträchtigt worden, den Schiffsverkehr in der Meerenge zu stören.

8. Juli, 6.06 Uhr: USA attackieren Iran - trotz Waffenruhe!

Nach den Attacken auf mehrere Tanker in der Straße von Hormus hat das US-Militär Ziele im Iran angegriffen.

Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) teilte mit, es sei eine Serie von heftigen Angriffen gestartet worden. Damit solle Teheran einen hohen Preis für die Angriffe auf Handelsschiffe mit zivilen Besatzungen in einer internationalen Wasserstraße zahlen. Das Vorgehen des Iran sei unbegründet, gefährlich und ein eindeutiger Verstoß gegen die Waffenruhe gewesen.

Zuvor waren mehrere Tanker in der Straße von Hormus beziehungsweise nahe der strategisch wichtigen Meerenge getroffen worden. Nach Angaben der britischen Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO wurde ein Tanker von einer Drohne getroffen und leicht beschädigt. Fast zeitgleich meldete die Behörde einen weiteren Vorfall, bei dem ein Tanker von einem Geschoss getroffen worden sei.

Eine Satellitenaufnahme zeigt den Persischen Golf.
Eine Satellitenaufnahme zeigt den Persischen Golf.  © The Visible Earth/NASA/dpa

7. Juli, 21.39 Uhr: USA setzen Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft

Die USA haben die zuvor gelockerten Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft gesetzt.

Eine vor gut zwei Wochen erteilte Ausnahmegenehmigung werde wieder zurückgenommen, teilte das US-Finanzministerium mit.

Es gelten wieder US-Sanktionen auf iranisches Öl. (Symbolfoto)
Es gelten wieder US-Sanktionen auf iranisches Öl. (Symbolfoto)  © Uncredited/AP/dpa

7. Juli, 17.01 Uhr: Angriff auf Tanker in der Straße von Hormus gemeldet

In der Straße von Hormus hat sich ein weiterer Angriff auf mindestens einen Tanker ereignet.

Das Schiff sei in der Meerenge von einer Drohne getroffen und leicht beschädigt worden, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) am Nachmittag unter Berufung auf "Militärbehörden" mit. Opfer habe es aber nicht gegeben und das Schiff setze seine Fahrt fort. Es blieb unklar, welche Behörde und welches Land den Angriff meldete.

Fast zeitgleich meldete die Behörde, dass ein Tanker in der Straße von Hormus von einem "unbekannten Geschoss" getroffen und vermutlich beschädigt worden sei. Es blieb unklar, ob es sich bei beiden Meldungen der Behörde um denselben Vorfall handelte. Unklar blieb auch, wer hinter dem Angriff steckt.

Wieder soll es in der Straße von Hormus zu einem Angriff auf einen Tanker gekommen sein. (Archivbild)
Wieder soll es in der Straße von Hormus zu einem Angriff auf einen Tanker gekommen sein. (Archivbild)  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

7. Juli, 15.59 Uhr: Wadephul warnt vor Schwächung der Palästinensischen Autonomiebehörde

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) hat die Unterstützung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) gegen Kritik aus Israel verteidigt.

"Die PA ist nicht perfekt, sie muss dringend reformiert werden. Aber eine Schwächung der PA dient nicht der Sicherheit Israels, sondern kann ein Vakuum kreieren, das andere, radikalere Gruppen füllen könnten", mahnte der CDU-Politiker in Jerusalem.

Sein Amtskollege Gideon Saar (59) hatte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mögliche Sanktionen gegen Israel auch wegen der Siedlungspolitik des Landes im Westjordanland kritisiert und zugleich moniert, dass es keine Maßnahmen gegen die PA gebe. Israel wirft der Behörde, die Teile des Westjordanlandes verwaltet, vor, Gelder an Häftlinge in israelischen Gefängnissen und an Hinterbliebene von Attentätern zu zahlen. Der politische Druck richte sich nahezu ausschließlich gegen Israel, sagte Saar.

Der israelische Außenminister Gideon Saar (59, r.) hat in Jerusalem seinen deutschen Amtskollegen Johann Wadephul (63, CDU) getroffen.
Der israelische Außenminister Gideon Saar (59, r.) hat in Jerusalem seinen deutschen Amtskollegen Johann Wadephul (63, CDU) getroffen.  © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

7. Juli, 15.43 Uhr: Britisches Paar im Iran laut Bericht seit Wochen im Hungerstreik

Ein im Iran inhaftiertes britisches Paar ist Berichten zufolge seit Wochen im Hungerstreik.

Den beiden werde weiterhin der Kontakt zu ihrer Familie untersagt, berichtete das Menschenrechtsnetzwerk HRANA unter Berufung auf eine mit der Situation vertraute Quelle. Beide hätten seit Beginn ihres Hungerstreiks rund 15 Kilogramm Gewicht verloren.

Dem HRANA-Bericht zufolge hätten sich ihre Haftbedingungen verschlechtert, nachdem sie dem britischen Sender BBC ein Interview gegeben hatten. Seit fast zwei Monaten befindet sich das Paar demnach im Hungerstreik, den die Inhaftierten im Mai begonnen hatten. Damals sei den Briten der telefonische Kontakt zu ihren Familien untersagt worden.

7. Juli, 10.28 Uhr: Explosionen unweit Macron-Hotel

In der Nähe des Hotels in der syrischen Hauptstadt Damaskus, in dem der französische Präsident Emmanuel Macron (48) während seines Syrien-Besuchs die Nacht verbracht hat, sind am Dienstag nach Angaben aus Sicherheitskreisen zwei Bomben explodiert.

Eine Bombe sei in einem Müllcontainer platziert worden, die andere in einem Fahrzeug in der Nähe des Hotels, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus den syrischen Sicherheitskreisen. Macron sei zum Zeitpunkt der Explosionen bereits nicht mehr im Hotel gewesen.

Der Elysée-Palast bestätigte, dass der französische Präsident sicher und wohlauf sei. Macron werde seinen Besuch in Syrien fortsetzen, teilte das französische Präsidialamt mit. Rettungskräfte und Krankenwagen seien umgehend zum Ort des Geschehens gefahren. Zudem hätten Sicherheitskräfte das umliegende Gebiet abgesperrt. Offizielle Angaben zur Ursache der Explosionen sowie zu möglichen Schäden oder Opfern lagen zunächst nicht vor.

Bereits am Morgen nach den Explosionen lässt sich Emmanuel Macron (48) bei seinem Treffen mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa (43) nichts mehr anmerken.
Bereits am Morgen nach den Explosionen lässt sich Emmanuel Macron (48) bei seinem Treffen mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa (43) nichts mehr anmerken.  © LUDOVIC MARIN / POOL / AFP

6. Juli, 22.25 Uhr: Hamas löst De-facto-Regierung im Gazastreifen auf

Die islamistische Hamas im Gazastreifen kündigt die Auflösung eines Komitees an, das bislang als De-facto-Regierung die zivile Verwaltung koordiniert hat.

Das teilte die Hamas auf einer Pressekonferenz in Gaza mit. Demnach sollen die Aufgaben an eine mit unabhängigen Technokraten besetzte neue Verwaltung übergeben werden. Die Mitarbeiter blieben weiter im Dienst.

Die Ankündigung bedeutet keinen vollständigen Machtverzicht der Hamas. Sie signalisiert zwar ihre Bereitschaft, die zivile Verwaltung abzugeben, lehnt aber eine bedingungslose Entwaffnung ab. Ob damit eine neue Verwaltung ihre Arbeit überhaupt aufnehmen kann, bleibt unklar. Ebenso offen ist, welchen Einfluss die Hamas im Hintergrund ausüben wird und wer die Verantwortung für die Sicherheitsstrukturen übernehmen soll.

Eine Entwaffnung der Hamas ist bislang die zentrale Bedingung dafür, dass eine neue Verwaltung eingesetzt werden kann. Für den Wiederaufbau des weitgehend zerstörten Gazastreifens mit seinen rund zwei Millionen Einwohnern wäre eine solche Verwaltung für Geberstaaten und internationale Organisationen eher akzeptabel als eine Hamas-Herrschaft.

Der Gazastreifen soll unter neue Verwaltung gestellt werden. (Symbolbild)
Der Gazastreifen soll unter neue Verwaltung gestellt werden. (Symbolbild)  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

6. Juli, 20.43 Uhr: Netanjahu warnt USA vor Kampfjet-Deals mit Türkei

Kurz vor dem Beginn des zweitägigen Nato-Gipfels hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) eindringlich vor einem Kampfjet-Deal zwischen den USA und der Türkei gewarnt.

Er glaube nicht, dass Washington Ankara F-35-Kampfjets oder Triebwerke für ihre Kampfflugzeuge liefern solle, sagte er im Gespräch des US-Senders Fox News. "Das würde das Gleichgewicht der Kräfte im Nahen Osten stören", führte Netanjahu weiter aus. Bislang garantierten Israel und das US-Militär diese Balance.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76).
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76).  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

6. Juli, 14.30 Uhr: Millionen Menschen bei Trauerzug für Chamenei in Teheran

Im Iran sind nach staatlichen Angaben mehrere Millionen Menschen der Trauerprozession für den getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei (†86) gefolgt.

Die Staatsagentur Irna sprach am Montag von Millionen Teilnehmern, nannte jedoch keine genaue Zahl. In der Stadtmitte zog der Sarg des Ende Februar getöteten Staatsoberhaupts bei Temperaturen von weit über 30 Grad über die Hauptverkehrsachse vom Osten in den Westen der Stadt, begleitet von Menschenmassen.

Viele Teilnehmer der Prozession skandierten "Rache, Rache" sowie "Tod für Amerika" und "Tod für Israel". Einige Anhänger hielten Plakate hoch, auf denen US-Präsident Donald Trump als Zielscheibe dargestellt war.

Titelfoto: The Visible Earth/NASA/dpa

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