Nahost-Konflikt: USA setzen Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft

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Israel/Iran - Vor der Beerdigung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei (†86) soll dessen Leichnam in einer Prozession durch die Millionenmetropole Teheran geführt werden.

Unzählige Menschen nahmen an den geplanten Zeremonien teil, um Ajatollah Ali Chamenei (†86) zu ehren.
Unzählige Menschen nahmen an den geplanten Zeremonien teil, um Ajatollah Ali Chamenei (†86) zu ehren.  © Altaf Qadri/AP photo/dpa

Der Trauerzug für den früheren Religionsführer beginnt weit im Osten der Hauptstadt und führt über die zentrale Hauptverkehrsachse bis zum Asadi-Turm im Westen der Stadt, wie die Regierung mitteilte.

Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Irans Hauptstadt getötet worden. Anschließend führten die USA und Israel mehr als fünf Wochen Krieg gegen den Iran, bis sich Vertreter aus Washington und Teheran Anfang April auf eine Waffenruhe einigten.

Während hochrangige Vertreter aus Regierung und Militär an den Trauerfeiern teilnahmen und sich teils erstmals seit Kriegsbeginn wieder öffentlich zeigten, kritisierten einige Politiker die Abwesenheit prominenter Persönlichkeiten.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

7. Juli, 21.39 Uhr: USA setzen Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft

Die USA haben die zuvor gelockerten Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft gesetzt.

Eine vor gut zwei Wochen erteilte Ausnahmegenehmigung werde wieder zurückgenommen, teilte das US-Finanzministerium mit.

Es gelten wieder US-Sanktionen auf iranisches Öl. (Symbolfoto)
Es gelten wieder US-Sanktionen auf iranisches Öl. (Symbolfoto)  © Uncredited/AP/dpa

7. Juli, 17.01 Uhr: Angriff auf Tanker in der Straße von Hormus gemeldet

In der Straße von Hormus hat sich ein weiterer Angriff auf mindestens einen Tanker ereignet.

Das Schiff sei in der Meerenge von einer Drohne getroffen und leicht beschädigt worden, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) am Nachmittag unter Berufung auf "Militärbehörden" mit. Opfer habe es aber nicht gegeben und das Schiff setze seine Fahrt fort. Es blieb unklar, welche Behörde und welches Land den Angriff meldete.

Fast zeitgleich meldete die Behörde, dass ein Tanker in der Straße von Hormus von einem "unbekannten Geschoss" getroffen und vermutlich beschädigt worden sei. Es blieb unklar, ob es sich bei beiden Meldungen der Behörde um denselben Vorfall handelte. Unklar blieb auch, wer hinter dem Angriff steckt.

Wieder soll es in der Straße von Hormus zu einem Angriff auf einen Tanker gekommen sein. (Archivbild)
Wieder soll es in der Straße von Hormus zu einem Angriff auf einen Tanker gekommen sein. (Archivbild)  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

7. Juli, 15.59 Uhr: Wadephul warnt vor Schwächung der Palästinensischen Autonomiebehörde

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) hat die Unterstützung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) gegen Kritik aus Israel verteidigt.

"Die PA ist nicht perfekt, sie muss dringend reformiert werden. Aber eine Schwächung der PA dient nicht der Sicherheit Israels, sondern kann ein Vakuum kreieren, das andere, radikalere Gruppen füllen könnten", mahnte der CDU-Politiker in Jerusalem.

Sein Amtskollege Gideon Saar (59) hatte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mögliche Sanktionen gegen Israel auch wegen der Siedlungspolitik des Landes im Westjordanland kritisiert und zugleich moniert, dass es keine Maßnahmen gegen die PA gebe. Israel wirft der Behörde, die Teile des Westjordanlandes verwaltet, vor, Gelder an Häftlinge in israelischen Gefängnissen und an Hinterbliebene von Attentätern zu zahlen. Der politische Druck richte sich nahezu ausschließlich gegen Israel, sagte Saar.

Der israelische Außenminister Gideon Saar (59, r.) hat in Jerusalem seinen deutschen Amtskollegen Johann Wadephul (63, CDU) getroffen.
Der israelische Außenminister Gideon Saar (59, r.) hat in Jerusalem seinen deutschen Amtskollegen Johann Wadephul (63, CDU) getroffen.  © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

7. Juli, 15.43 Uhr: Britisches Paar im Iran laut Bericht seit Wochen im Hungerstreik

Ein im Iran inhaftiertes britisches Paar ist Berichten zufolge seit Wochen im Hungerstreik.

Den beiden werde weiterhin der Kontakt zu ihrer Familie untersagt, berichtete das Menschenrechtsnetzwerk HRANA unter Berufung auf eine mit der Situation vertraute Quelle. Beide hätten seit Beginn ihres Hungerstreiks rund 15 Kilogramm Gewicht verloren.

Dem HRANA-Bericht zufolge hätten sich ihre Haftbedingungen verschlechtert, nachdem sie dem britischen Sender BBC ein Interview gegeben hatten. Seit fast zwei Monaten befindet sich das Paar demnach im Hungerstreik, den die Inhaftierten im Mai begonnen hatten. Damals sei den Briten der telefonische Kontakt zu ihren Familien untersagt worden.

7. Juli, 10.28 Uhr: Explosionen unweit Macron-Hotel

In der Nähe des Hotels in der syrischen Hauptstadt Damaskus, in dem der französische Präsident Emmanuel Macron (48) während seines Syrien-Besuchs die Nacht verbracht hat, sind am Dienstag nach Angaben aus Sicherheitskreisen zwei Bomben explodiert.

Eine Bombe sei in einem Müllcontainer platziert worden, die andere in einem Fahrzeug in der Nähe des Hotels, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus den syrischen Sicherheitskreisen. Macron sei zum Zeitpunkt der Explosionen bereits nicht mehr im Hotel gewesen.

Der Elysée-Palast bestätigte, dass der französische Präsident sicher und wohlauf sei. Macron werde seinen Besuch in Syrien fortsetzen, teilte das französische Präsidialamt mit. Rettungskräfte und Krankenwagen seien umgehend zum Ort des Geschehens gefahren. Zudem hätten Sicherheitskräfte das umliegende Gebiet abgesperrt. Offizielle Angaben zur Ursache der Explosionen sowie zu möglichen Schäden oder Opfern lagen zunächst nicht vor.

Bereits am Morgen nach den Explosionen lässt sich Emmanuel Macron (48) bei seinem Treffen mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa (43) nichts mehr anmerken.
Bereits am Morgen nach den Explosionen lässt sich Emmanuel Macron (48) bei seinem Treffen mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa (43) nichts mehr anmerken.  © LUDOVIC MARIN / POOL / AFP

6. Juli, 22.25 Uhr: Hamas löst De-facto-Regierung im Gazastreifen auf

Die islamistische Hamas im Gazastreifen kündigt die Auflösung eines Komitees an, das bislang als De-facto-Regierung die zivile Verwaltung koordiniert hat.

Das teilte die Hamas auf einer Pressekonferenz in Gaza mit. Demnach sollen die Aufgaben an eine mit unabhängigen Technokraten besetzte neue Verwaltung übergeben werden. Die Mitarbeiter blieben weiter im Dienst.

Die Ankündigung bedeutet keinen vollständigen Machtverzicht der Hamas. Sie signalisiert zwar ihre Bereitschaft, die zivile Verwaltung abzugeben, lehnt aber eine bedingungslose Entwaffnung ab. Ob damit eine neue Verwaltung ihre Arbeit überhaupt aufnehmen kann, bleibt unklar. Ebenso offen ist, welchen Einfluss die Hamas im Hintergrund ausüben wird und wer die Verantwortung für die Sicherheitsstrukturen übernehmen soll.

Eine Entwaffnung der Hamas ist bislang die zentrale Bedingung dafür, dass eine neue Verwaltung eingesetzt werden kann. Für den Wiederaufbau des weitgehend zerstörten Gazastreifens mit seinen rund zwei Millionen Einwohnern wäre eine solche Verwaltung für Geberstaaten und internationale Organisationen eher akzeptabel als eine Hamas-Herrschaft.

Der Gazastreifen soll unter neue Verwaltung gestellt werden. (Symbolbild)
Der Gazastreifen soll unter neue Verwaltung gestellt werden. (Symbolbild)  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

6. Juli, 20.43 Uhr: Netanjahu warnt USA vor Kampfjet-Deals mit Türkei

Kurz vor dem Beginn des zweitägigen Nato-Gipfels hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) eindringlich vor einem Kampfjet-Deal zwischen den USA und der Türkei gewarnt.

Er glaube nicht, dass Washington Ankara F-35-Kampfjets oder Triebwerke für ihre Kampfflugzeuge liefern solle, sagte er im Gespräch des US-Senders Fox News. "Das würde das Gleichgewicht der Kräfte im Nahen Osten stören", führte Netanjahu weiter aus. Bislang garantierten Israel und das US-Militär diese Balance.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76).
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76).  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

6. Juli, 14.30 Uhr: Millionen Menschen bei Trauerzug für Chamenei in Teheran

Im Iran sind nach staatlichen Angaben mehrere Millionen Menschen der Trauerprozession für den getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei (†86) gefolgt.

Die Staatsagentur Irna sprach am Montag von Millionen Teilnehmern, nannte jedoch keine genaue Zahl. In der Stadtmitte zog der Sarg des Ende Februar getöteten Staatsoberhaupts bei Temperaturen von weit über 30 Grad über die Hauptverkehrsachse vom Osten in den Westen der Stadt, begleitet von Menschenmassen.

Viele Teilnehmer der Prozession skandierten "Rache, Rache" sowie "Tod für Amerika" und "Tod für Israel". Einige Anhänger hielten Plakate hoch, auf denen US-Präsident Donald Trump als Zielscheibe dargestellt war.

6. Juli, 11.59 Uhr: Gemeinden im Libanon widersprechen Netanjahu

Im Südlibanon haben christliche Grenzgemeinden Äußerungen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) zurückgewiesen, wonach örtliche christliche Vertreter um eine "Annektierung" ihrer Dörfer durch Israel gebeten hätten.

Netanjahu hatte dem US-Sender Fox News am Sonntag gesagt, "einige christliche Dörfer im Libanon haben tatsächlich darum gebeten, von Israel annektiert zu werden." Sie wollten sich vor der Hisbollah schützen, so Netanjahu.

Die Hisbollah hat vor allem im Süden des Libanon eine starke Präsenz. Israel hält dort Gebiete besetzt und kämpft weiter gegen die Miliz.

In einer gemeinsamen Erklärung wiesen die christlichen Grenzgemeinden die Aussagen Netanjahus kategorisch zurück. Sie hätten keinen Bezug zur Realität. Die Gemeinden hätten während des Krieges stets zum libanesischen Staat und dessen legitimen Institutionen gestanden.

6. Juli, 6.20 Uhr: Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen bei Chameneis Trauerfeiern

Im Zuge der Beerdigung des oberstem Führers Irans, Ajatollah Ali Chamenei (†86), sperrte das Land aus Sicherheitsgründen den Luftraum über Teheran ab.

Auch für Dienstag und bis zu Chameneis Beerdigung am Donnerstag wurden zeitweise und örtlich begrenzte Einschränkungen beim Flugverkehr verkündet.

Das ehemalige Staatsoberhaupt soll in seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Landes beigesetzt werden. Davor sind Zeremonien in der Pilgerstadt Ghom und im Nachbarland Irak geplant.

Für Chameneis Anhänger und die iranische Führung ist die Staatstrauer Abschied und Demonstration zugleich.

Aus Sicherheitsgründen sperrte der Iran bis einschließlich Donnerstag den Luftraum über Teheran ab.
Aus Sicherheitsgründen sperrte der Iran bis einschließlich Donnerstag den Luftraum über Teheran ab.  © Altaf Qadri/AP/dpa

5. Juli, 16.52 Uhr: US-Marine stoppt Suche nach vermisstem Matrosen

Wenige Tage nach der Notlandung eines Helikopters im Arabischen Meer hat die US-Marine die Suche nach einem vermissten Besatzungsmitglied eingestellt.

Die Rettungsaktion sei "nach einer umfassenden Suche" am Sonntag um 15 Uhr Ortszeit (14 Uhr MESZ) beendet worden. Das teilten die Marine-Streitkräfte des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos (Centcom) auf X mit. Über einen Zeitraum von mehr als 102 Stunden habe die Marine auf einer Fläche von gut 14.000 Quadratmeilen (rund 36.000 Quadratkilometern)erfolglos nach dem Soldaten gesucht. Dieser war am 1. Juli als vermisst gemeldet worden. Hinweise auf eine feindliche Attacke gab es damals nicht.

Die anderen drei Besatzungsmitglieder des MH-60S Sea Hawkseien nach dem Zwischenfall gefunden worden, hieß es. Sie befanden sich demnach in stabilem Zustand auf dem Flugzeugträger "USS George H.W. Bush". Diesen hatten die USA im Zuge des Iran-Kriegs in die Region verlegt.

Nach der Notlandung eines US-Helikopters im Arabischen Meer wurde die Suche nach einem Besatzungsmitglied nach über 100 Stunden eingestellt. (Symbolbild)
Nach der Notlandung eines US-Helikopters im Arabischen Meer wurde die Suche nach einem Besatzungsmitglied nach über 100 Stunden eingestellt. (Symbolbild)  © Uncredited/U.S. Central Command/dpa

5. Juli, 13.36 Uhr: Angriff der jemenitischen Houthis fordert 14 Todesopfer

Die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen im Jemen haben bei einem Angriff südlich der Hafenstadt Hodeidah 14 Soldaten getötet, wie zwei Militärvertreter der international anerkannten Regierung des Landes am Sonntag gegenüber AFP mitteilten.

Ein Offizier der regierungstreuen Streitkräfte im Jabal Dubas im Bezirk Hays, wo die Zusammenstöße stattfanden, bestätigte, dass bei "heftigen Kämpfen" 14 Soldaten getötet und 23 verletzt worden seien.

Er sagte, die Houthis hätten bei den Zusammenstößen, die am späten Freitagabend begannen, kurzzeitig die Kontrolle über regierungstreue Stellungen übernommen, bevor ein Gegenangriff zur Rückeroberung dieser Stellungen am Samstagmorgen endete.

"Dies war der tödlichste Angriff der Houthis seit Jahren", sagte der Offizier. Er beschrieb, wie die vom Iran unterstützten Rebellen zunächst mit Scharfschützen angegriffen hatten – auf die der Großteil der Opfer zurückzuführen war –, bevor sie Drohnen- und Mörserangriffe starteten.

Jemeniten feuerten vor wenigen Tagen während einer Solidaritätskundgebung mit schweren Maschinengewehren.
Jemeniten feuerten vor wenigen Tagen während einer Solidaritätskundgebung mit schweren Maschinengewehren.  © MOHAMMED HUWAIS / AFP

4. Juli, 9.46 Uhr: Trauerfeiern für Chamenei - Machtdemonstration in Teheran

Für Chameneis Anhänger und die iranische Führung ist die Staatstrauer zugleich Abschied und Demonstration politischer Geschlossenheit.

Banner, die an den "Märtyrer" Chamenei erinnern, prägen an diesen Tagen das Stadtbild der Millionenmetropole Teheran. Für die Staatsspitze bietet die Großveranstaltung die Gelegenheit, Einheit und Handlungsfähigkeit zu demonstrieren.

Seit Wochen betont die Regierung, den Krieg gegen die militärisch weit überlegenen USA und Israel überstanden zu haben.

Titelfoto: Uncredited/AP/dpa

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