Nahost-Konflikt: USA und Iran einigen sich auf Zeitplan für Friedenslösung

Israel/Iran - Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für ein umfassendes Abkommen zur Beilegung des Kriegs nehmen Fahrt auf.

Irans Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf (64) am Flughafen von Zürich.  © - / OFFICE OF IRANIAN PARLIAMENT SPEAKER / AFP

Nach dem Auftakt der Gespräche auf Ebene der Verhandlungsführer in der Schweiz soll es nun unmittelbar im Anschluss die ganze Woche weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben. Die Gespräche finden den Vermittlern zufolge weiter im Luxusresort Bürgenstock bei Luzern statt. 

Ziel sei es, wie im Rahmenabkommen vorgesehen innerhalb von 60 Tagen ein "finales Abkommen" zu erreichen, hieß es am frühen Morgen in einer gemeinsamen Erklärung der Vermittler Katar und Pakistan. Es werde unter anderem Arbeitsgruppen zu Irans Atomprogramm und den westlichen Sanktionen geben. 

Die Gespräche seit Sonntag hätten in einer "positiven und konstruktiven Atmosphäre" stattgefunden.

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"Es wurden ermutigende Fortschritte erzielt, inklusive der Schaffung eines Mechanismus für weitere Gespräche", hieß es in der von den Vermittlern auf der Plattform X verbreiteten Erklärung weiter.

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22. Juni, 6.28 Uhr: USA und Iran einigen sich auf Zeitplan für Friedenslösung

Die USA und der Iran haben sich bei ihren Gesprächen in der Schweiz auf einen Zeitplan verständig, um innerhalb von 60 Tagen eine dauerhafte Friedenslösung zu erzielen.

Das erklärten die Vermittler aus Pakistan und Katar in der Nacht auf Montag nach Ende der ersten Verhandlungsrunde im Luxushotel Bürgenstock.

Delegationen der USA und des Iran hatten am Sonntag in der Schweiz Gespräche für eine dauerhafte Friedenslösung begonnen. Washington und Teheran hatten am Mittwoch ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das eine Verhandlungsperiode von 60 Tagen für eine Friedenslösung vorsieht.

Diese Frist kann im gegenseitigen Einvernehmen verlängert werden. Eines der zentralen Konfliktthemen ist das iranische Atomprogramm.

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Mitarbeiter der Delegationen in der Lobby des Bürgenstock Resorts am Vierwaldstättersee in der Schweiz im Rahmen des Treffens zwischen den USA, dem Iran, Pakistan und Katar.  © Nathan Howard/Pool Reuters/AP/dpa

22. Juni, 5 Uhr: USA und Iran richten Kommunikationskanal zur Straße von Hormus ein

Die USA und der Iran haben sich bei ihren Gesprächen in der Schweiz auf die Einrichtung eines Kommunikationskanals zur Straße von Hormus verständigt.

Damit sollten "Vorfälle und Kommunikationspannen" verhindert und eine "sichere" Handelsschifffahrt in der Meerenge ermöglicht werden, erklärten die Vermittlerstaaten Pakistan und Katar in der Nacht auf Montag nach einer ersten Verhandlungsrunde. Außerdem sollen die Bemühungen für ein Ende der Kämpfe im Libanon verstärkt werden.

Dazu wollen die USA und der Iran zusammen mit dem Libanon einen Konfliktlösungsstab einrichten, wie es in einer gemeinsamen Erklärung von Pakistan und Katar hieß. Im Libanon bekämpfen sich Israel und die pro-iranische Hisbollah-Miliz, der Konflikt war im Zuge des Iran-Kriegs neu eskaliert. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sprach nun auf X von einem "großen Erfolg" für ein Ende des "Libanon-Kriegs".

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