Nahost-Konflikt: Vermittler wollen neue Waffenruhe im Iran-Krieg

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Israel/Iran - Während die Militärschläge der USA im Iran seit nunmehr zehn Nächten andauern, bemühen sich die Vermittler Berichten zufolge um eine neue Waffenruhe.

Der Konflikt um die Straße von Hormus dauert an. (Archivbild)
Der Konflikt um die Straße von Hormus dauert an. (Archivbild)  © Uncredited/AP/dpa

Katar, Ägypten, Pakistan und andere regionale Vermittler hätten den beiden Kriegsparteien einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet, erfuhr das US-Nachrichtenportal "Axios" aus Quellen. Auch das "Wall Street Journal" berichtete über den Vorschlag. 

Die Vermittler fürchteten, Washington und Teheran könnten in einen Kreislauf geraten, in dem sie den Konflikt zwar unterhalb der Schwelle eines umfassenden Krieges halten, aber die regionalen Volkswirtschaften auf unbestimmte Zeit beeinträchtigen, schrieb die Zeitung. Die US-Regierung prüfe den Vorschlag derzeit und habe Israel aufgefordert, Maßnahmen zu vermeiden, die das diplomatische Fenster schließen könnten, zitierte "Axios" US-Beamte.

US-Präsident Donald Trump empfängt heute Libanons Präsidenten Joseph Aoun. Bei dem ersten Besuch eines libanesischen Staatschefs im Weißen Haus seit 2009 dürfte es vorrangig um eine Festigung der geltenden Waffenruhe zwischen Israel und der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz im Libanon gehen. 

Berg-Dramen in Österreich: Zwei Deutsche stürzen im Urlaub in den Tod
Österreich Berg-Dramen in Österreich: Zwei Deutsche stürzen im Urlaub in den Tod

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

21. Juli, 11.47 Uhr: Israels Finanzminister - Kein Interesse an Beteiligung an Iran-Konflikt

Israel hat nach Angaben von Finanzminister Bezalel Smotrich kein Interesse daran, sich in den gegenwärtigen Konflikt zwischen den USA und Iran hineinziehen zu lassen.

"Die aktuelle Situation, in der es einen begrenzten Konflikt zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten gibt, ist die richtige und beste für uns", sagte Smotrich mehreren israelischen Medien zufolge auf einer Konferenz. Israels oberstes Ziel sei die Schwächung der Führung des Irans, und der beste Weg dorthin seien wirtschaftliche Maßnahmen, so der Minister.

21. Juli, 11.45 Uhr: Libanesische Armee rückt in erste Pilotzone ein

Die libanesische Armee hat nach eigenen Angaben mit der Verlegung von Truppen in die Ortschaft Sautar al-Gharbija im Rahmen einer Sicherheitsvereinbarung mit Israel begonnen.

Die Ortschaft ist eine von mehreren sogenannten Pilotzonen im Südlibanon. Hier soll ein Abzug der weiterhin im Libanon stationierten israelischen Truppen getestet werden.

In diesen Zonen sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah entwaffnen, während sich die israelische Armee gleichzeitig schrittweise zurückzieht. Die Pilotzonen sollen zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniert, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird.

21. Juli, 6.51 Uhr: Vermittler wollen neue Waffenruhe im Iran-Krieg

Während die Militärschläge der USA im Iran seit nunmehr zehn Nächten andauern, bemühen sich die Vermittler Berichten zufolge um eine neue Waffenruhe.

Katar, Ägypten, Pakistan und andere regionale Vermittler hätten den beiden Kriegsparteien einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet, erfuhr das US-Nachrichtenportal "Axios" aus Quellen. Auch das "Wall Street Journal" berichtete über den Vorschlag. 

Die Vermittler fürchteten, Washington und Teheran könnten in einen Kreislauf geraten, in dem sie den Konflikt zwar unterhalb der Schwelle eines umfassenden Krieges halten, aber die regionalen Volkswirtschaften auf unbestimmte Zeit beeinträchtigen, schrieb die Zeitung.

Militärschläge und diplomatische Initiativen laufen parallel. Wird es eine neue Waffenruhe im Iran-Krieg geben oder spitzt sich der Konflikt weiter zu?
Militärschläge und diplomatische Initiativen laufen parallel. Wird es eine neue Waffenruhe im Iran-Krieg geben oder spitzt sich der Konflikt weiter zu?  © Kendall Torres Cortés/dpa

21. Juli, 6.50 Uhr: Trump schließt Netanjahu-Festnahme in USA aus

US-Präsident Donald Trump hat eine mögliche Festnahme des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in den USA ausgeschlossen, sollte dieser im September zur UN-Generaldebatte nach New York reisen.

"Benjamin Netanjahu wird während seines Aufenthalts in den Vereinigten Staaten von Amerika in keiner Weise und unter keinen Umständen festgenommen werden", schrieb US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social - und reagierte damit auf Äußerungen des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani. 

US-Präsident Donald Trump hat eine mögliche Festnahme des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in den USA ausgeschlossen.
US-Präsident Donald Trump hat eine mögliche Festnahme des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in den USA ausgeschlossen.  © Alex Brandon/AP/dpa

21. Juli, 6.48 Uhr: Erste Schritte bei "Pilotzonen" im Südlibanon

In drei Ortschaften im Südlibanon haben erste Maßnahmen zur Umsetzung einer zwischen Israelund dem Libanon vereinbarten Sicherheitsregelung begonnen.

Sogenannte Pilotzonen sei gemäß einem trilateralen Rahmenabkommen in den Orten Frun, Srifa und Sautar al-Gharbija etabliert worden, teilte das US-Außenministerium mit. Die US-Regierung wolle weiterhin mit beiden Parteien zusammenarbeiten, um das Rahmenabkommen umzusetzen, hieß es weiter.

In den sogenannten Pilotzonen sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah entwaffnen, während sich die israelische Armee gleichzeitig schrittweise zurückzieht. Die Pilotzonen sollen zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniert, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird.

Nach jahrzehntelangem Kriegszustand gab es zuletzt Annäherungsversuche zwischen Israel und dem Libanon. Nun verkündet das US-Außenministerium als Vermittler einen weiteren Schritt.
Nach jahrzehntelangem Kriegszustand gab es zuletzt Annäherungsversuche zwischen Israel und dem Libanon. Nun verkündet das US-Außenministerium als Vermittler einen weiteren Schritt.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

20. Juli, 19.32 Uhr: Chalil al-Haja wird neuer Anführer der Hamas

Chalil al-Haja ist nach Angaben der Hamas neuer Chef der Islamistenorganisation.

Zuvor gab es eine interne Wahl über den Posten. Seit Israels Tötung von Jihia al-Sinwar im Oktober 2024 wurde die Hamas von einem fünfköpfigen Führungsrat geleitet, dem auch al-Haja angehörte. Er ist auch Unterhändler bei den Verhandlungen über eine dauerhafte Friedensregelung für den Gazastreifen. 

Al-Haja, geboren im Gazastreifen, hält sich seit einigen Jahren die meiste Zeit in Katar auf. Er war bislang der höchstrangige Hamas-Führer im Ausland. Im vergangenen Jahr hatte Israels Luftwaffe versucht, die Führungsspitze der Hamas in der dortigen Hauptstadt Doha anzugreifen - al-Haja war dabei Berichten zufolge ein Ziel. Nach Hamas-Angaben schlug die Attacke jedoch fehl. Vier seiner Söhne wurden bei israelischen Angriffen getötet, darunter einer bei dem Angriff in Doha.

Nach interner Wahl übernimmt Chalil al-Haja die Führung der Hamas. Er ist auch Unterhändler bei den Verhandlungen über eine Beendigung des Gaza-Kriegs.
Nach interner Wahl übernimmt Chalil al-Haja die Führung der Hamas. Er ist auch Unterhändler bei den Verhandlungen über eine Beendigung des Gaza-Kriegs.  © Khalil Hamra/AP/dpa

20. Juli, 19.31 Uhr: Huthi-Miliz - Bereit für "alle Optionen"

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat erneut mit Angriffen in der Region gedroht und eine "Blockade" für saudische Schiffe angekündigt.

Für Saudi-Arabien gelte ab sofort ein "Verbot der Schifffahrt", sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari in einer Videobotschaft. Die Huthi seien zudem "vollständig bereit für alle Optionen", sagte er mit Verweis auf mögliche neue Angriffe. 

Im Krieg der Huthi mit der international anerkannten Regierung im Jemen, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, gilt seit 2022 eine informelle Waffenruhe. Doch nach einer neuen Konfrontation vor einer Woche gibt es Befürchtungen, dass der Krieg neu entflammen könnte. 

20. Juli, 15.08 Uhr: US-Spritpreis klettert erstmals seit Wochen wieder auf vier Dollar

Infolge der jüngsten Angriffe zwischen den USA und dem Iran ist der Benzinpreis in den Vereinigten Staaten erstmals seit Wochen wieder auf die Marke von vier Dollar geklettert.

Im Durchschnitt bezahlen Amerikaner derzeit pro Gallone (3,785 Liter) Benzin rund 4,00 US-Dollar (fast 3,50 Euro), wie der Automobilverband AAA meldete. So viel habe der Kraftstoff in den Vereinigten Staaten zuletzt etwa Mitte Juni gekostet, also noch vor der neuesten Eskalation.

Bereits vergangene Woche hatte die jüngste Eskalation rund um die Straße von Hormus die Preise wieder nach oben getrieben. Die "Instabilität" in der Meerenge treibe die Rohölpreise in Richtung von 80 US-Dollar pro Barrel, teilte der Branchenverband am Donnerstag mit. Mittlerweile hat ein Barrel der Referenzsorte Brent diese Marke bereits hinter sich gelassen.

Der US-Spritpreis hat nach Wochen wieder die Marke von vier Dollar geknackt. (Symbolfoto)
Der US-Spritpreis hat nach Wochen wieder die Marke von vier Dollar geknackt. (Symbolfoto)  © Sascha Thelen/dpa

20. Juli, 11.32 Uhr: Schiff nahe Omans Küste in Brand

In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden.

Es sei von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Der Vorfall ereignete sich demnach acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordwestlich des omanischen Ortes Kumsar. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, woraufhin die Besatzung evakuiert worden sei. "Der Brand ist nicht gelöscht worden und das Schiff treibt derzeit" auf See, meldete UKMTO. Schiffen wurde empfohlen, die Region mit Vorsicht zu durchfahren.

Irans Revolutionsgarden (IRGC) teilten der Nachrichtenagentur Fars zufolge mit, zwei Öltanker seien in der Meerenge "explodiert". Diese beiden "Abweichler" hätten versucht, in die Straße von Hormus und aus dieser hinaus über "die unsichere Route" zu fahren. Die Schiffe seien unter Druck des US-Militärs gezwungen worden, nicht die "ausgewiesenen sicheren Seewege" zu nutzen. Teheran hatte zuvor wiederholt erklärt, nur eine vom Iran vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher.

Ein Schiff ist nahe der Küste vom Oman in Brand geraten. (Archivbild)
Ein Schiff ist nahe der Küste vom Oman in Brand geraten. (Archivbild)  © Uncredited/AP/dpa

20. Juli, 6.19 Uhr: Sirenen heulen erneut in Bahrain

Im Golfstaat Bahrain haben am Montagmorgen erneut die Sirenen geheult.

Die Einwohner seien aufgerufen, ruhig zu bleiben und sich an einen sicheren Ort zu begeben, teilte das Innenministerium in Manama auf der Plattform X mit.

Die USA attackieren seit Tagen wieder Ziele im Iran, während Teheran Vergeltungsangriffe auf Länder mit US-Militärbasen in der Region durchführt. Bahrain ist ein Verbündeter der USA in der Region.

Die US-Botschaft in Manama hatte in der Nacht mitgeteilt, ihr lägen Informationen vor, die darauf hindeuteten, dass der Iran nicht näher bezeichnete Orte im Zentrum von Bahrains Hauptstadt angreifen könnte. Die Botschaft forderte alle US-Bürger nachdrücklich auf, wachsam zu bleiben und den Anweisungen der örtlichen Behörden zu folgen.

Titelfoto: Kendall Torres Cortés/dpa

Mehr zum Thema Iran: