Berg-Dramen in Österreich: Zwei Deutsche stürzen im Urlaub in den Tod
Vorarlberg/Sölden (Österreich) - Es sollte ein unbeschwerter Urlaub in Österreich werden, doch für zwei deutsche Bergsteiger endeten ihre Klettertouren am Samstag in einer Tragödie.
Wie die Landespolizeidirektion Vorarlberg mitteilt, waren ein Deutscher aus Fürth (Bayern) und seine Begleiterin auf dem Mindelheimer Klettersteig nahe der deutschen Grenze unterwegs, als sich das Unglück ereignete.
Demnach verlor der Mann gegen 12.50 Uhr im Bereich des Südlichen Schafalpenkopfs plötzlich das Gleichgewicht, nachdem er sein Klettersteigset ausgehängt hatte.
Er stürzte zunächst über steiles Gelände und anschließend rund 100 Meter über eine senkrechte Felswand ab.
Dabei erlitt er tödliche Verletzungen. Jede Hilfe kam zu spät - er verstarb noch an der Unfallstelle.
Ersten Ermittlungen zufolge soll der Mann bereits zuvor geäußert haben, dass seine Kräfte nachließen und er den Klettersteig unterschätzt habe.
Der Verstorbene wurde mit dem Polizeihubschrauber geborgen.
Auch ein 63-jähriger Deutscher aus Baden-Württemberg stürzte in den Tod
Wie die Landespolizeidirektion Tirol berichtet, kam es auch im Gemeindegebiet von Sölden in den Ötztaler Alpen zu einem tödlichen Bergunfall.
Demnach war eine fünfköpfige Gruppe unter der Führung eines 36-jährigen DAV-Trainers vom Taschachhaus über den Taschachferner in Richtung der 3774 Meter hohen Wildspitze unterwegs.
Beim anschließenden Abstieg war die gesamte Gruppe ohne Seilsicherung unterwegs. Auf einer Höhe von rund 3700 Metern verlor ein als Dritter gehender 63-jähriger Bergsteiger aus Baden-Württemberg aus bislang unbekannter Ursache das Gleichgewicht und stürzte durch extrem steiles Gelände etwa 200 Meter ab.
Bei dem Absturz erlitt der 63-Jährige tödliche Verletzungen. Auch für ihn kam jede Hilfe zu spät - er verstarb noch an der Unfallstelle. Der Leichnam wurde anschließend mit einem Polizeihubschrauber geborgen.
Die übrigen Mitglieder der Gruppe stiegen gemeinsam zum Taschachhaus ab und wurden dort von einem Kriseninterventionsteam betreut.
Titelfoto: Bildmontage: Karl-Josef Hildenbrand/dpa, 123RF/zefart

