Iran - Anfang vorigen Jahres wurde ein britisches Paar, das durch den Iran reiste, festgenommen - nun droht den beiden der Hungertod.
Am 3. Januar 2025 endete die eigentlich so schöne Reise für Lindsay und Craig Foreman in einem Albtraum: Sie wurden verhaftet.
Seitdem sitzen die beiden 53-Jährigen im Evin-Gefängnis hinter Gittern. Die Familie des Paares vermutet nun Schlimmes.
Durch die aktuellen Zuspitzungen des Krieges verließen sämtliche Gefängniswärter den Ort. Die Angst vor einem Angriff der USA sei zu groß, wie Mirror berichtet.
Die Familie sei "äußerst erleichtert", mit Lindsay und Craig gesprochen zu haben, doch man sei noch immer "unglaublich besorgt um ihre Sicherheit".
Angeblich verließen Wärter ihre Posten - Bomben seien überall um sie herum gefallen.
Während des jüngsten Telefonats erzählte das britische Paar von der enormen Lautstärke der Explosionen. Teilweise seien diese so nah gewesen, dass Plastikscheiben hinter den Gitterstäben zersplittert seien.
Die beiden wurden zu zehn Jahren Haft verurteilt, da sie der Spionage beschuldigt worden - sie beteuerten ihre Unschuld.
Sohn ist unglaublich besorgt
"Sie befinden sich derzeit mitten in einem Kriegsgebiet ohne konsularische Unterstützung vor Ort", erklärte Joe, Lindsays Sohn.
"Sie laufen Gefahr, von Querschlägern getroffen, in lokale Gefechte verwickelt oder gar erschossen zu werden. Zudem drohen ihnen Hunger und Wasserknappheit, da sie kein Geld mehr haben, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen, obwohl der Gefängnisladen geöffnet ist", hieß es weiter.
Aktuell hat Joe nur eine dringende Bitte: "Wir appellieren an unsere Regierung und die Regierung der USA, sicherzustellen, dass die Sicherheit und das Wohlergehen dieser Personen sowie aller anderen im Iran festgehaltenen ausländischen Staatsangehörigen derzeit oberste Priorität haben."
Außenministerin Yvette Cooper äußerte sich entsetzt und möchte "diesen Fall unerbittlich gegenüber der iranischen Regierung weiterverfolgen, bis Craig und Lindsay Foreman sicher zurückkehren".