Sex-Film gedreht! Hoher Beamter aus Behörde entlassen

Teheran - Im Iran wurde der Leiter für Kultur und islamische Förderung der Provinz Gilan seines Amtes enthoben. Er soll auf einem Video zu sehen sein, auf dem er Sex mit einem anderen Mann gehabt habe.

Im Iran wurde ein hochrangiger Beamter wegen eines Sex-Videos entlassen. (Symbolbild)
Im Iran wurde ein hochrangiger Beamter wegen eines Sex-Videos entlassen. (Symbolbild)  © 123RF/dmitrimaruta

Dann nahm es jemand mit seinem Amt und dem Glauben wohl nicht so genau: Reza Tsaghati ist unter anderem der Urheber eines Kulturzentrums, dass sich mit Frömmigkeit und der Verschleierung von Frauen beschäftigt, so BBC. Im Netz wurde kürzlich ein Video verbreitet, dass ihn beim Sex mit einem Mann zeigen soll.

Nachdem Tsaghati entlassen wurde, ermitteln nun staatliche Stellen in dem Vorfall. Die Echtheit des Videos, sowie die Identität der beiden Männer wurden allerdings noch nicht geklärt.

Indes sprach laut BBC am 22. Juli die Abteilung für islamische und kulturelle Führung in Gilan in einer Erklärung von einem "mutmaßlichen Fehltritt des Direktors". Kulturminister Mohammad Mehdi Esmaili (48) versuchte zu beschwichtigen: Vor dem Erscheinen des Videos soll es keine Verfehlungen von Reza Tsaghati gegeben habe.

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Das Video wurde von Radio Gilan auf Telegram hochgeladen. Dessen Chefredakteur Peyman Behboudi ließ verlauten, dass der Kanal auch in Zukunft "Korruption unter Regierungsbeamten" ans Licht bringen werde.

Die Regenbogenfahne als Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung. Im Iran ist Homosexualität unter Todesstrafe verboten. (Symbolbild)
Die Regenbogenfahne als Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung. Im Iran ist Homosexualität unter Todesstrafe verboten. (Symbolbild)  © Focke Strangmann/dpa

Im Iran wird die Todesstrafe angewendet - unter anderem für das Ausleben von Homosexualität und für den Straftatbestand der Korruption. Das Land soll nach China die meisten Hinrichtungen jährlich vollstrecken.

Titelfoto: 123RF/dmitrimaruta

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