Mindestens sieben Tote und Dutzende Verletzte auf Militärbasis: Kliniken überfordert mit Patientenzahl

Alberta (Kanada) - Auf einem Militärstützpunkt in Kanada ist es nach Behördenangaben am Samstag (Ortszeit) zu einem "ernsthaften Zwischenfall" mit mindestens sieben Toten und vielen Verletzten gekommen. Eine Explosion löste wohl auch einen Großbrand aus.

Es sollen mehrere Menschen gestorben und verletzt worden sein.  © John Ulan/The Canadian Press/AP/dpa

Die Regierung arbeite eng mit der Provinz Alberta und den örtlichen Behörden zusammen, schrieb Premierminister Mark Carney (61) auf der Plattform X. "Unsere Gedanken sind bei all den tapferen Frauen und Männern, die betroffen sind."

Verteidigungsminister David McGuinty (66) sagte, es handle sich um einen "sehr tragischen Vorfall" auf dem Stützpunkt Wainwright. Die Regierung mobilisiere für den Einsatz alle nötigen Ressourcen.

Laut dem kanadischen Sender Global News sollen mindestens sieben Personen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden sein. Die Explosion sei während einer Live-Feuer-Trainingsübung verursacht worden, hieß es. Dabei sei gegen 16 Uhr eine Gasleitung beschädigt worden.

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Minister McGuinty sprach von Toten und Verletzten, nannte hingegen keine Opferzahlen. Man arbeite daran, zu klären, was genau am Samstag auf dem Stützpunkt passiert sei, sagte er zum Vorfall.

Weitere Informationen würden in den kommenden Stunden und Tagen folgen, sobald es gesicherte Erkenntnisse gebe. Die Situation sei schwierig und verändere sich ständig.

Er könne sich aber nicht an einen vergleichbaren Vorfall in der jüngeren Geschichte erinnern, erklärte McGuinty.

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Zahlreiche Einsatzkräfte sind vor Ort.  © John Ulan/The Canadian Press/AP/dpa

Krankenhäuser offenbar überfordert mit Zahl der Patienten

Die örtlichen Behörden erklärten in sozialen Medien, das Feuer breite sich aufgrund starker Winde auch über den Militärstützpunkt hinaus aus. Wainwright liegt rund 210 Kilometer südöstlich der Provinzhauptstadt Edmonton.

Ein Arzt in einem Krankenhaus von Edmonton, Warren Thirsk, sagte dem staatlichen Sender CBC, die medizinischen Einrichtungen in der Kleinstadt Wainwright seien "völlig überfordert" von der Anzahl der Patienten, die zu versorgen seien.

"Es sind mehr Patienten, als irgendjemand von uns jetzt gerade zählen möchte", sagte Thirsk. Es sei eine Katastrophe, wie sie nur alle 15 bis 25 Jahre vorkomme.

Mehrere Kliniken riefen laut Global News Katastrophenalarm aus.

Erstmeldung von 11.02 Uhr, aktualisiert um 14.48 Uhr

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