Ecuador - Nicht erst seit der Weltmeisterschaft ist der Name Erling Haaland (26) in fast allen Ecken des Globus bekannt und ziert dort Trikots und Andenken. Der Polizei in Ecuador ging nun allerdings ein ganz spezieller "Fanartikel" ins Netz: Die Fahnder konfiszierten am Mittwoch fast eine halbe Tonne Kokainpäckchen mit dem Gesicht des norwegischen Stürmers darauf.
Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, stoppten die Beamten an der Grenze zu Kolumbien einen verdächtigen Lkw, der insgesamt 370 Drogenpakete mit einem Gewicht von satten 469 Kilogramm geladen hatte.
Das Rauschmittel war jedoch nicht - wie man vielleicht denken könnte - unauffällig verpackt, sondern in einer grellgrünen Folie eingewickelt. Auf der klebte wiederum ein Sticker mit dem Konterfei des treffsicheren Blondschopfs, dem WM-Pokal und einem Fußball.
Warum ausgerechnet der Angreifer von Manchester City zur unfreiwilligen Werbefigur wurde, erklärte die Polizei demnach nicht, allerdings hätten Droggenschmuggler schon häufiger berühmte Sportler genutzt, um ihre Lieferungen zu markieren.
So soll offenbar deren Zugehörigkeit zu bestimmten kriminellen Banden für Kundschaft und Konkurrenz sichtbar gemacht werden. Auch Drogen mit dem Bild von Lionel Messi (39) seien in der Vergangenheit bereits sichergestellt worden.
Für die Beamten war der Fund passenderweise ein Volltreffer, für die Fahrerin des Lasters eher weniger. Die Kolumbianerin wurde noch vor Ort festgenommen.
Haaland-Kokain soll in Europa 17 Millionen Euro wert sein
Ecuador gilt seit Jahren als bedeutender Umschlagplatz im internationalen Drogenhandel.
Laut Bericht haben die beschlagnahmten Kokainpakete auf dem heimischen Markt lediglich einen Wert von umgerechnet rund 727.000 Euro, in den USA würden sie jedoch geschätzte 9,5 Millionen Euro einbringen und in Europa gar 17 Millionen Euro.
Selbst hat der "Brecher mit dem Babyface" natürlich nichts mit dem Kokain zu tun, auch wenn man es bei seiner Spielweise manchmal denken könnte.