35-Jähriger wegen Fakeshops festgenommen: Hunderttausende Euro Schaden

Mallorca - Auf Mallorca wurde am Mittwoch ein deutscher mutmaßlicher Fakeshop-Betreiber festgenommen, der einen Schaden von 323.000 Euro verursacht haben soll.

Auf Mallorca hat die Polizei den 35-jährigen Deutschen festgenommen. (Archivbild)  © Ingo Wohlfeil/dpa

Wie die Mallorca Zeitung berichtet, soll der 35-jährige Deutsche aus Nordrhein-Westfalen rund 1000 Menschen über täuschend echt gestaltete Fake-Onlineshops um teils erhebliche Geldsummen gebracht haben.

Der Mann wurde demnach jahrelang gesucht und schließlich am Mittwoch auf Mallorca festgenommen. Dort habe er seit längerer Zeit unter falscher Identität gelebt.

Er befindet sich inzwischen in Auslieferungshaft. Wann genau er nach Deutschland überstellt wird, ist noch unklar.

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Auch in Deutschland kam es im Zuge der Ermittlungen zu Durchsuchungen - unter anderem bei zwei mutmaßlichen Komplizen in Kaltenkirchen (Schleswig-Holstein) und Unna (Nordrhein-Westfalen).

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Der 35-Jährige soll mehrere Fake-Online-Shops betrieben haben

Der 35-jährige Verdächtige soll einer der führenden Köpfe der deutschsprachigen sogenannten Underground Economy im Darknet gewesen sein. (Symbolbild)  © 123rf/mshmeljov

In der Wohnung des Hauptverdächtigen auf Mallorca stellten die Ermittler zudem Bitcoin im Wert von rund 314.000 Euro sicher. Außerdem wurden weitere Datenträger beschlagnahmt.

Der aus Baden-Württemberg stammende Verdächtige soll einer der führenden Köpfe der deutschsprachigen sogenannten Underground Economy im Darknet gewesen sein - einem kriminellen Netzwerk, in dem illegale Waren und Dienstleistungen gehandelt werden.

Zwischen März 2023 und Januar 2025 soll er mehr als 40 täuschend echt gestaltete Online-Shops betrieben haben. Kunden bestellten dort Waren und überwiesen Geld, erhielten jedoch keine Lieferung.

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Nach Angaben der Ermittler trugen insbesondere die Polizeipräsidien Reutlingen und Offenburg maßgeblich zur Identifizierung des Verdächtigen bei.

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