USA - Anfang der 1940er-Jahre gingen die ersten M&M's über die Ladentheke. Knapp 90 Jahre später müssen sich Liebhaber der bunten Schoko-Kugeln auf einschneidende Änderungen einstellen.
Rot, Gelb, Grün, Blau, Orange und Braun - das sind die typischen Farben der Süßigkeiten. Zwei von ihnen, nämlich Blau und Braun, sollen künftig nicht mehr flächendeckend vertrieben werden.
Hersteller Mars kündigte an, eine spezielle US-Version produzieren und ab diesem Sommer bei Amazon vertreiben zu wollen. M&M's dieser Chargen sollen ohne Zusatz künstlicher Farbstoffe zum Verbraucher gelangen.
Das Unternehmen reagierte damit auf die "Make America Healthy Again"-Kampagne (Macht Amerika wieder gesund) von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. (72). Der hatte zu Amtsantritt unter anderem angekündigt, künstliche Farbstoffe schrittweise abschaffen zu wollen.
Einfach umzusetzen ist der Plan allerdings nicht. Wie Fox Business und Wall Street Journal (WSJ) berichten, sei es schwieriger und kostspieliger als erwartet, natürliche Farbstoffe als Alternative zu finden.
US-Regierung hat sich mit "einer 85 Jahre alten Ikone" angelegt
Mars-Mitarbeiter sollen den Berichten zufolge monatelang über eine neue, "gesunde" Farbkombination aus Rot, Orange und Gelb diskutiert haben. Schlussendlich sei die sogenannte "Sunset"-Farbpalette aber abgelehnt worden.
Anton Vincent, Leiter der nordamerikanischen Snack-Sparte des Unternehmens, beschrieb dem WSJ die Debatte als "beängstigende Situation". Die US-Regierung habe sich "mit einer 85 Jahre alten Ikone" angelegt, so Vincent.
Eingangs beschriebene neue Chargen sollen nun wohl dazu dienen, Gesundheitsminister Kennedy milde zu stimmen. Die komplette Produktion könne laut Mars jedoch erst umgestellt werden, sobald "voll wirksame, skalierbare Lösungen" als Ersatz für künstliche Farbstoffe gefunden sind.
Deutsche Kunden können derweil aufatmen. Hierzulande bleibt in den M&M's-Tüten alles beim Alten!