Messerattacke in Flydubai-Flieger: Copilot hatte bereits früher Job verloren - wegen Sicherheitsbedenken!

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Von Franziska Spiecker 

Abu Dhabi - Der Copilot, der den Piloten des Flydubai-Flugs nach Tel Aviv verletzt haben soll, ist US-Medien zufolge wegen Sicherheitsbedenken zuvor aus seinem früheren Job bei einer Fluggesellschaft im Oman entlassen worden. ABC News berichtet gestützt auf hochrangige Geheimdienst- und Strafverfolgungsbeamte, dass der Mann von Oman Air suspendiert worden sei, nachdem er als Sicherheitsrisiko eingestuft worden sei.

Nach der Gewalttat in einem Cockpit einer Flydubai-Maschine ist einiges noch immer unklar. US-Medien berichten nun über brisante Infos zu dem mutmaßlichen Angreifer.
Nach der Gewalttat in einem Cockpit einer Flydubai-Maschine ist einiges noch immer unklar. US-Medien berichten nun über brisante Infos zu dem mutmaßlichen Angreifer.  © Jamal Awad/dpa

Nach Informationen des US-Senders war bei dem mutmaßlichen Angreifer aus dem Oman extremistisches Material festgestellt worden, als er 2024 als Copilot-Auszubildender bei der Fluggesellschaft beschäftigt war.

Er durfte demnach aber weiterhin in einer Verwaltungsfunktion dort arbeiten. Dem US-Sender CNN liegen ähnliche Informationen vor. 

Das "Wall Street Journal" schreibt unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass der Mann von Oman zu einem früheren Zeitpunkt mit einem Flugverbot belegt worden sei.

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Grund dafür sei die Befürchtung gewesen, dass er radikale ideologische Ansichten habe. 

Dem Sender ABC News zufolge versuchen Ermittler aktuell herauszufinden, wie es ihm anschließend dennoch gestattet worden sei, für Flydubai zu fliegen.

Der festgenommene Copilot, der inzwischen in die Emirate gebracht worden ist, soll demnach mit den Ermittlungsbehörden kooperieren. Er habe angedeutet, dass er die Absicht gehabt habe, das Flydubai-Flugzeug in Israel zum Absturz zu bringen, zitiert der Sender Quellen, die über die Ermittlungen informiert sind.

Israels Regierung geht von dschihadistischem Terroranschlag aus

Passagiere verlassen das Terminal,, nachdem sie mit einem Rückführungsflug der Fluggesellschaft Flydubai auf dem Ben-Gurion-Flughafen gelandet sind. Ein Flug von Dubai nach Tel Aviv wurde nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung im Cockpit nach Saudi-Arabien umgeleitet.
Passagiere verlassen das Terminal,, nachdem sie mit einem Rückführungsflug der Fluggesellschaft Flydubai auf dem Ben-Gurion-Flughafen gelandet sind. Ein Flug von Dubai nach Tel Aviv wurde nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung im Cockpit nach Saudi-Arabien umgeleitet.  © Gil Cohen-Magen/dpa

Der Flug der emiratischen Gesellschaft war am Mittwoch von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es zu einem mutmaßlichen Angriff des Copiloten auf seinen Kollegen kam. Dieser schaffte es nach eigenen Angaben trotz schwerer Verletzungen, die Cockpit-Tür zu öffnen. Mehrere Passagiere drangen ins Cockpit ein und konnten den Angreifer überwältigen.

Die emiratischen Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, Motiv und Absichten des mutmaßlichen Angreifers sind noch immer ungeklärt. Die israelische Regierung geht bereits von einem dschihadistischen Terroranschlag aus - und auch ein hochrangiger Regierungsvertreter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sprach im Zusammenhang mit der Gewalttat jüngst von Terrorismus.

Der US-Sender CNN berichtet über ein LinkedIn-Profil, das unter dem Namen des mutmaßlichen Angreifers existiert haben soll und inzwischen gelöscht sei. Auf diesem sollen Stunden nach der Gewalttat zwei Posts abgesetzt worden sein.

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Wer diese veröffentlicht hat und ob sie im Voraus geplant gewesen waren, ist demnach unklar. In einem der Posts war laut CNN ein Video enthalten, das unter anderem mit einem Foto des früheren Al-Kaida-Chefs Ayman al-Zawahiri endet.

Titelfoto: Jamal Awad/dpa

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