Sandsturm: Sechs Tote nach Massen-Crash auf US-Highway

Divernon (USA) - Im US-Bundesstaat Illinois ist am Montag ein Sandsturm über eine Autobahn gefegt. Dadurch wurde eine Massenkarambolage ausgelöst, bei der mindestens sechs Menschen ums Leben kamen.

Die Unfallstelle auf dem Highway 55 glich am Montag einer Trümmerwüste.
Die Unfallstelle auf dem Highway 55 glich am Montag einer Trümmerwüste.  © Uncredited/WICS TV/AP/dpa

Unter Berufung auf Behördenangaben berichten CNN und andere US-Medien übereinstimmend über die bisher angenommene Zahl der Toten.

37 Menschen mussten zudem mit leichten bis lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus. Die Verletzten waren zwischen zwei und 80 Jahre alt, erklärte ein Sprecher der Illinois State Police.

Die Unfälle passierten gegen 11 Uhr Ortszeit entlang eines zwei Kilometer langen Abschnittes der Interstate 55.

Unfall im Nationalpark: Geländewagen mit fünf Insassen stürzt in Geysir
Aus aller Welt Unfall im Nationalpark: Geländewagen mit fünf Insassen stürzt in Geysir

Ein Wind mit einer Geschwindigkeit von 75 km/h hatte Schmutz und Staub von angrenzenden Feldern aufgewirbelt und über den Highway geweht.

Dadurch war die Sicht für die Fahrer plötzlich weg. Viele verloren komplett die Orientierung auf den Fahrstreifen, krachten in die Rückseiten der Autos vor ihnen.

Nach Polizeiangaben waren etwa 40 bis 60 Autos und 20 Nutzfahrzeuge in die Unfallserie verwickelt.

Unfallort glich einem Schlachtfeld

Der Unfallort glich einem Schlachtfeld, überall lagen Trümmerteile. In der Luft lag ein gelblicher Rauch. Der Rauch und der Staub von den angrenzenden Feldern machten den Einsatz für die Retter besonders anspruchsvoll. Und das, obwohl die US-Amerikaner bereits lange Erfahrung mit Sandstürmen haben.

Zudem war ein großer Teil der Unfallopfer in seinen Autos eingeklemmt - und die lagen mitunter weit entfernt von der Fahrbahn.

Die Polizei von Illinois hat eine Notfallhotline für Angehörige der Unfallopfer eingerichtet. Der betroffene Abschnitt der Interstate 55 war wegen der Rettungsarbeiten noch bis in den Montagabend hinein gesperrt.

Titelfoto: Uncredited/WICS TV/AP/dpa

Mehr zum Thema Aus aller Welt: