Nackte Hafenrundfahrt sorgt in Sydney für Aufsehen - Was steckt dahinter?

Sydney (Australien) - Wer schon immer mal nackt auf einem Boot feiern wollte, sollte sich schnellstens auf den Weg zum Sydney Hafen machen! Das Konzept soll eine gesunde Beziehung zum eigenen Körper fördern und das Selbstbewusstsein stärken, sagt der Veranstalter.

Viele Teilnehmende sind von den befreienden und offenen Veranstaltungen von Get Naked Australia begeistert.
Viele Teilnehmende sind von den befreienden und offenen Veranstaltungen von Get Naked Australia begeistert.  © @anetas_manifestations/Instagram

Eine nackte Bootsfahrt sorgte am vergangenen Wochenende für viel Aufsehen in Australien.

Get Naked Australia (Deutsch: "Macht euch nackig, Australien"), die Veranstalter der freizügigen Kreuzfahrten, sagen, dass diese das eigene Körperbewusstsein und die allgemeine Sicht gegenüber Nacktheit verändern soll.

Auch wenn Teilnehmende der Fahrt dieses Vorhaben als spaßigen und befreienden Ausflug sehen, gab es wohl einige negative Stimmen im Netz zu der Veranstaltung, berichtete news.com.au.

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Brendan Jones, der Begründer von Get Naked Australia, sagte dem Nachrichtenportal, dass "Menschen es lieben, sich über Dinge aufzuregen, die sie gar nicht betreffen". Trotzdem sei das meiste Feedback, was er zu seinem Vorhaben bekommt, "unglaublich" positiv.

Für seine nächste Schifffahrt im Dezember hätten sich sogar schon 125 Leute angemeldet, sagte er gegenüber 7 News Australia. "Das ultimative Ziel ist, ein richtiges Kreuzfahrtschiff zu bekommen", fuhr er fort.

Projekt soll Vorurteile und Scham über Nacktheit abbauen

Für die nächste Bootsfahrt im Dezember im Hafen Sydneys haben sich schon 125 Menschen angemeldet.
Für die nächste Bootsfahrt im Dezember im Hafen Sydneys haben sich schon 125 Menschen angemeldet.  © anekoho/123RF

Die Fahrt am vergangenen Wochenende war die zehnte und größte Bootsfahrt, die Get Naked Australia (GNA) seit ihrem Anfang 2017 organisiert hat, berichtete The Project.

"Wir begannen als Gruppe, die zusammen wanderte und nackt an versteckten Orten badete", so Jones.

Wider manchen Vorstellungen spielt sexuelle Erregung bei den nackten Treffen keine Rolle.

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"[...] Nacktheit wird sofort mit Sex in Verbindung gebracht", schrieb Jones dazu auf der offiziellen Website von GNA. Genau deswegen veranstaltet er diese Treffen, um Vorurteile und Scham abzubauen.

Besonders das Selbstbewusstsein und die Verbindung zum eigenen Körper soll gestärkt werden, was viele Teilnehmende herzlich begrüßen.

"Es sind Menschen hier, die alle verschiedene Körper haben", sagte ein Mitfahrer gegenüber The Project. "Es geht nicht darum, wer die beste Figur hat, es geht darum, mit sich selbst zufrieden zu sein - und das ist gut für die eigene Psyche."

Die wenigsten Teilnehmenden sehen sich selbst als Nudisten, schreibt Jones auf seiner Website. "Ich will keine Welt, wo man niemals Klamotten tragen soll", fuhr er fort. "Ich möchte, dass alle sich in ihrem eigenen Körper wohlfühlen können, und ich glaube, GNA bietet eine lustige Art, sich zu überwinden und Freikörperkultur zu entdecken."

Titelfoto: anekoho/123RF @anetas_manifestations/Instagram

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