Kahlschlag bei Brauereikonzern: Tausende Arbeitsplätze sollen abgeschafft werden
Amsterdam (Niederlande) - Ein echter Paukenschlag hallt durch die Brauereien des Bierriesen Heineken aus den Niederlanden. Über die nächsten zwei Jahre hinweg sollen zwischen 5000 und 6000 Stellen abgebaut werden.
Das teilt das Unternehmen in einem Jahresbericht mit.
Grund für den drastischen Kahlschlag ist demzufolge der sinkende Umsatz. Menschen auf der ganzen Welt trinken immer weniger Bier, und das bekommt der Brauerei-Riese zu spüren.
So informiert Heineken, dass die Absatzzahlen im vergangenen Jahr einen Rückgang von 1,2 Prozent verzeichnet haben. Zudem soll der Stellenabbau dem Zweck dienen, "die Produktivität zu steigern und erhebliche Einsparungen zu erzielen". Für das kommende Jahr zeigt sich die Unternehmensführung eher bescheiden. Der Gewinn soll lediglich um zwei bis sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen.
Zudem ist die Frage nach einem Nachfolger innerhalb der Geschäftsführung weiterhin ungeklärt.
Bisher ist lediglich bekannt, dass der jetzige CEO Dolf van den Brink (53) zum 31. Mai sein Amt als Vorstandsvorsitzender von Heineken niederlegen wird.
Wird Künstliche Intelligenz die Mitarbeitenden ersetzen?
Das Unternehmen rechnet damit, durch den Stellenabbau zwischen 400 und 500 Millionen Euro einsparen zu können. Dabei wird den betroffenen Mitarbeitern versichert, dass mit "Fürsorge, Respekt und angemessener Unterstützung" geholfen wird.
Bisher schweigt das Unternehmen dazu, welche Stellen in welchen Ländern von den Kürzungen betroffen sind. Klar ist jedoch, dass Heineken insbesondere im Bereich Marketing vermehrt auf Künstliche Intelligenz setzen möchte.
Titelfoto: J. David Ake/AP/dpa
