Tragödie, kurz vor dem Ziel: 15-Jährige stirbt bei Halbmarathon
Leiden (Niederlande) - Ein Marathon-Wochenende versetzt oft eine ganze Stadt in Ekstase. Wer nicht selbst läuft, feuert an, und so ist die Stimmung während dieser Läufe bei allen Beteiligten heiter und ausgelassen. Doch der Tod einer 15-jährigen Hobbysportlerin überschattet die Veranstaltung, die am vergangenen Wochenende in den Niederlanden stattfand.
Wie der Veranstalter selbst in einem Beitrag auf Instagram mitteilte, nahm das Mädchen am Sonntag an dem Halbmarathon in der Stadt Leiden zwischen Den Haag und Amsterdam teil.
Die 15-Jährige, die selbst aus einem Nachbarort stammte, absolvierte laut einem Bericht der niederländischen Tageszeitung "De Telegraaf" den ersten Teil der 21,0975 Kilometer tadellos, als sie plötzlich rund vier Kilometer vor dem Ziel kollabierte.
Sofort eilten Mediziner dem bewusstlosen Mädchen zu Hilfe, doch sein Zustand verschlechterte sich zunehmend. Mit weißen Planen schirmten die Einsatzkräfte die Szene vor den Augen Tausender Zuschauer ab, während weitere Helfer hinter der Plane um das Leben des Teenagers kämpften - vergeblich. Das Mädchen starb noch auf der Strecke des Halbmarathons.
Woran die 15-Jährige starb, ist noch unklar, jedoch geht die Polizei davon aus, dass ihr Tod eine gesundheitliche Ursache hatte, weswegen keine weiteren Ermittlungen eingeleitet werden.
Die offizielle Altersgrenze für den Halbmarathon lag bei 16 Jahren. Doch in einer Stellungnahme gegenüber der Tageszeitung erklärte eine Organisatorin, dass das "System auf dem Alter basiert, das die Teilnehmer selbst angeben".
Veranstalter hat nachfolgende Rennen abgesagt
Im Zuge des tragischen Zwischenfalls während des Halbmarathons hat sich der Veranstalter dazu entschieden, alle noch kommenden Läufe wie den 10-Kilometer-Lauf und den Kids-Run nicht stattfinden zu lassen. Alle Teilnehmer des Halbmarathons und Marathons, die sich zum Zeitpunkt des dramatischen Zwischenfalls noch auf der Strecke befanden, konnten ihren Lauf jedoch noch beenden.
Doch der Tod der 15-Jährigen blieb auch bei den Zuschauern und Sportlern nicht unbemerkt: "Es war surreal und intensiv, denn kurz vor der Lage Rijndijk herrschte eine sehr lebhafte Atmosphäre mit Musikgruppen und klatschenden Menschen", sagte ein 25-jähriger Läufer in einem Fernsehinterview. "Danach, etwa drei Kilometer vor dem Ziel, merkte man, wie gedrückt die Stimmung war."
Titelfoto: 123rf/roman023
