Peru - Der vermutlich älteste Mensch der Welt soll am Montag im Alter von 125 Jahren und 300 Tagen in einem abgelegenen peruanischen Dorf gestorben sein.
Wie das offizielle Regierungsportal von Peru "gob.pe" berichtet, verbrachte der Bauer Marcelino Abad Tolentino sein gesamtes Leben in einem kleinen, abgelegenen Dorf in Peru - nahezu vollständig isoliert von der Außenwelt.
In seiner einfachen Hütte gab es weder Strom noch fließendes Wasser. Als einzige Lichtquelle diente ihm eine kleine Öllampe.
Marcelino blieb unverheiratet, hatte keine Kinder und lebte weitgehend außerhalb staatlicher Strukturen.
Erst während der COVID-19-Pandemie wurden Behörden auf den zurückgezogen lebenden Mann aufmerksam und nahmen ihn in staatliche Hilfsprogramme auf.
Von diesem Zeitpunkt an erhielt er regelmäßig Nahrung und medizinische Versorgung.
Schließlich wurde ihm ein Platz in einem Pflegeheim zugewiesen, wo er umfassend betreut wurde. Seine außergewöhnliche Lebensgeschichte machte ihn landesweit bekannt
Sein Alter wurde nie vom Guinness World Records anerkannt
Marcelino soll im Jahr 1900 geboren worden sein. Schon früh verlor er seine Eltern und musste als Waise unter bitterer Armut und schwierigen Bedingungen aufwachsen.
Am Montag starb er schließlich friedlich im Schlaf in einem Pflegeheim - offenbar nur fünf Tage vor seinem 126. Geburtstag.
Er galt als der älteste Mann in Peru und möglicherweise sogar als der älteste Mensch der Welt.
Aufgrund der fehlenden Geburtsurkunde wurde sein Alter jedoch nie offiziell vom Guinness World Records anerkannt.
Den Rekord als älteste lebende Person der Welt hält derzeit die Britin Ethel Caterham mit 116 Jahren.