App-Ausfall kostet ihn das Leben: Wanderer (†18) stürzt 100 Meter in den Tod
Innsbruck (Österreich) - Drei befreundete Wanderer machten sich mit einer Outdoor-App auf zu einer Bergtour im österreichischen Innsbruck. Als diese plötzlich ausfiel, irrten sie orientierungslos umher. Kurz darauf stürzte einer von ihnen in den Tod.
Wie die Tiroler Polizei mitteilte, waren die drei Ungarn am Mittwoch zeitig gegen 6.30 Uhr aufgebrochen, um von der Talstation der Hungerburgbahn aus den Gipfel auf der Nordkette zu besteigen.
Während ihrer Wanderung benutzten die drei 18-Jährigen eine App, die sie zunächst auf die Bergstation auf der Seegrube lotste, wo sie mittags Pause machten.
Gegen 13 Uhr setzten die Freunde ihre Tour fort und orientierten sich dabei weiter mit der Wander-App. Doch während des Aufstiegs gab diese plötzlich den Geist auf, woraufhin die jungen Männer orientierungslos weiterliefen.
Im steilen und weglosen Gelände stiegen sie weiter in Richtung des Gipfelkreuzes des Berggipfels "Kemacher" auf. Gegen 15.15 Uhr erreichten sie auf einer Höhe von 2300 Metern ein kleines Plateau, sie entschieden sich schließlich, umzukehren.
Doch beim Abstieg stürzte einer der drei an einer steilen, grasigen und felsdurchsetzten Stelle gut 150 bis 200 Meter ab und blieb reglos in einer Schotterrinne liegen.
Wanderer stürzt nach App-Ausfall ab: Jede Hilfe kommt zu spät
Einer seiner Begleiter setzte den Notruf ab, der andere stieg zu ihm hinab, konnte aber keine Lebenszeichen an seinem verunglückten Freund mehr feststellen. Ein Hubschrauber brachte einen Notarzt unverzüglich zum Unglücksort, doch auch er konnte dem Ungarn nicht mehr helfen.
Seine Freunde wurden von der Crew des Notarzthubschraubers zur Bergstation der Hungerburgbahn gebracht, ein Polizeihubschrauber brachte sie anschließend ins Tal nach Innsbruck. Der tödlich Verunglückte wurde von der Besatzung des Polizeihubschraubers geborgen.
Titelfoto: Bildmontage: Barbara Gindl/apa/dpa / 123rf/ simikov
