Familiendrama: Mutter soll Tochter mit Fleischklopfer verprügelt haben!

Wien - Am gestrigen Dienstag musste sich eine Österreicherin (55) wegen versuchter, absichtlich schwerer Körperverletzung vorm Wiener Landgericht verantworten. Der Vorwurf: Sie soll ihre Tochter (20) mit einem Fleischklopfer attackiert haben.

Vor Gericht stand die Tochter (20) auf einmal hinter ihrer Mutter (55) und versicherte, dass die beiden eigentlich beste Freundinnen seien.
Vor Gericht stand die Tochter (20) auf einmal hinter ihrer Mutter (55) und versicherte, dass die beiden eigentlich beste Freundinnen seien.  © Helmut Fohringer/Apa-Pool/APA/dpa

Das Ganze spielte sich kurz nach Muttertag ab, wie "Heute" berichtet. Die Tochter ging im Mai zu ihrem Freund, anstatt den Feiertag gemeinsam mit der Mutter nachzuholen.

Am nächsten Morgen folgte das böse Erwachen. Geweckt wurde sie nämlich von Schlägen mit einem Fleischklopfer und den Worten "Ich werde dir damit den Schädel zertrümmern", wie es in der Anklage heißt.

Die Tochter schaffte es gerade noch, ihren Freund zu informieren, der anschließend die Polizei rief. Die 55-Jährige wurde direkt festgenommen.

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Vor Gericht beteuerte sie dann aber, sie hätte ihre Tochter nur mit der Faust oder Handfläche geschlagen. Fotos, die von der Polizei direkt nach der Tat aufgenommen wurden, zeigten das Gesicht der 20-Jährigen mit gepunkteten Verletzungen an der Wange. Die gab jedoch an, sich an nichts erinnern zu können.

Das war nicht der erste Vorfall mit dieser Familie

Die mutmaßliche Tatwaffe fanden die Beamten nach dem Vorfall neben dem Bett der Tochter. (Symbolbild)
Die mutmaßliche Tatwaffe fanden die Beamten nach dem Vorfall neben dem Bett der Tochter. (Symbolbild)  © 123RF/leszekczerwonka

Der Verteidiger, dem die Familie schon bekannt war, erläuterte auch, dass diese von Gewalt und Missbrauch gezeichnet sei.

Der Ex-Mann der Angeklagten hatte wohl bei einem anderen Prozess schon mal versucht, den Scheidungsrichter zu würgen.

Auch Alkohol scheint eine große Rolle zu spielen. "Ich war stockbetrunken, ich hab alle zwölf Bier am Vorabend alleine austrinken müssen", sagte die Mutter beispielsweise im Prozess aus.

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Im Urteil sprach man dann noch von versuchter schwerer Körperverletzung, aber nicht mehr von Absicht. Die Angeklagte erhielt 20 Monate bedingte Haft sowie Alkoholtherapie und Bewährungshilfe.

Titelfoto: 123RF/leszekczerwonka

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